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Der USA-Iran-Krieg: Die Insel Qeshm rückt in den Fokus – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT. COM

Shay Khatiri / Um den Krieg gegen Iran zu wenden, könnten die Vereinigten Staaten die Insel Qeshm einnehmen, denn für den Iran wäre es viel schwieriger die Straße von Hormus ins Visier zu nehmen.

Von Gastautor · · 4 min Lesezeit

Der USA-Iran-Krieg: Die Insel Qeshm rückt in den Fokus – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT. COM

Ausland/ 13. 07. 2026 / 16:00•Vorlesen///VonGastautor•Shay Khatiri / Um den Krieg gegen Iran zu wenden, könnten die Vereinigten Staaten die Insel Qeshm einnehmen, denn für den Iran wäre es viel schwieriger die Straße von Hormus ins Visier zu nehmen. Präsident Donald Trump stellte dem Iran ein Ultimatum: Das Land solle bis zum 11. Juli 2026 die Kontrolle über die Straße von Hormus abgeben. Da der Iran sich weigert, dieser Forderung nachzukommen, sollten die Vereinigten Staaten ihre militärischen Optionen prüfen. Trump hat zwar davon gesprochen, die Insel Kharg im Persischen Golf einzunehmen, doch die Insel Qeschm könnte das geeignetere Ziel sein. Kharg ist Irans wichtigster Ölexporthafen. Rund 90 Prozent der iranischen Ölexporte werden über die Insel abgewickelt. Ihre wirtschaftliche Bedeutung für Iran ist unbestreitbar. Die Zerstörung der iranischen Ölexportkapazitäten würde der Islamischen Republik langfristig erheblichen Schaden zufügen; eine Besetzung der Insel wiederum wäre ein ausgezeichnetes Druckmittel für Verhandlungen. Militärisch betrachtet ist Khargs Wert jedoch nahezu gleich null. Die Insel liegt im westlichen Teil des Persischen Golfs, in der Nähe von Kuwait und Irak, rund 480 Kilometer von der Meerenge entfernt. Iran kann von dort aus keine Schiffe angreifen, und die Vereinigten Staaten können sie von dort aus nicht schützen. Qeschm ist die größte Insel im Persischen Golf und liegt am nördlichen Rand der Straße von Hormus, nahe der iranischen Küste. Die Insel gehört zur fünften Marineregion Imam Bagher des Iran. Für diese Region ist die Zweite Marinezone Chatam al-Anbiya der Marine der Islamischen Revolutionsgarde zuständig. Die Revolutionsgarde hat Qeschm stark militarisiert. Auf der Insel befinden sich unter anderem ein Stützpunkt für Drohnen sowie Überwachungsradare zur Erfassung von Handelsschiffen. Im Jahr 2012 erklärte Mohammad Ali Dschafari, der damalige Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarde, Iran habe außerdem Marineinfanteristen auf den fünf Inseln der Region stationiert, darunter auch Qeschm. Von dort aus hat Iran Schiffe aufgebracht. Zu den weiteren militärischen Mitteln gehören Schnellboote, die Iran zur Bedrängung von Handels- und Kriegsschiffen sowie zum Verlegen von Minen einsetzt, und Luftabwehrsysteme. Satellitenbilder zeigen, dass Iran seit März 2026 militärische Ausrüstung auf die Insel verlegt hat. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um Schiffsabwehrraketen, unbemannte Luft- und Seesysteme sowie Seeminen. Qeschm ist außerdem von zentraler Bedeutung für Irans Bestreben, die Schifffahrt durch die Wasserstraße zu kontrollieren. Iran müsste Minen und Drohnen aus größerer Entfernung einsetzenWährend der Angriffe gegen Iran am 9. und 10. Juli 2026 bombardierte das US-Militär Qeschm. Nach Angaben des Zentralkommandos der Vereinigten Staaten gehörten Radaranlagen zu den Zielen. Diese sind für Irans Angriffe auf die Schifffahrt von entscheidender Bedeutung. General Douglas MacArthur bemerkte einst, Taiwan könne „in den Händen der Kommunisten ein unsinkbarer Flugzeugträger und U-Boot-Tender sein, der ideal gelegen wäre, um die sowjetische Offensivstrategie umzusetzen und zugleich Gegenoffensiven der auf Okinawa und den Philippinen stationierten US-Streitkräfte schachmatt zu setzen“. Qeschm erfüllt für Iran eine vergleichbare Funktion: Von dort aus kann das Land militärische Macht gegen die Handels- und Marineschifffahrt ausüben. Doch auch das Gegenteil trifft zu. In den Händen der Vereinigten Staaten würde Qeschm die Lage grundlegend umkehren. Iran wäre nicht mehr in der Lage, die Meerenge ohne Weiteres ins Visier zu nehmen. Das Land müsste seine Minenlegeboote und Drohnen aus größerer Entfernung einsetzen, wodurch das Risiko einer Abfangaktion durch das US-Militär erheblich steigen würde. Die Kontrolle über Qeschm würde den Vereinigten Staaten größere Möglichkeiten zum Schutz der Schifffahrt geben. Erstens würde die Abwehr iranischer Luftangriffe von der Insel aus die Bewegungsfreiheit der US-Marine erhöhen. Zweitens müssten aus Iran gestartete Luftangriffe entweder die Insel überfliegen oder in ihrer unmittelbaren Nähe vorbeiführen, was das Abfangen erleichtern würde. Drittens könnten die US-Streitkräfte mit Hilfe landgestützter Radarsysteme iranische Schnellboote erkennen und neutralisieren. Schließlich würde die Einnahme der Insel Qeschm den Vereinigten Staaten ermöglichen, die Schifffahrt durch die Meerenge dauerhaft zu kontrollieren. Sollte der Präsident daran interessiert sein, ein Druckmittel gegenüber den iranischen Ölexporten zu besitzen, könnte Qeschm genau dieses Verhandlungsinstrument bieten. Die größte Herausforderung bei der Kontrolle über Qeschm bestünde darin, die dort stationierten US-Streitkräfte vor Drohnen- und Raketenangriffen der Islamischen Republik zu schützen. Da jedoch zwischen 80 und 90 Prozent der militärisch-industriellen Basis Irans während des Konflikts zerstört worden sein sollen, wird Iran seine verbliebenen Ressourcen sehr viel sparsamer einsetzen müssen. Dieser Beitrag erschien zuerst beimMiddle East Forum. Shay Khatiriist wissenschaftlicher Mitarbeiter beiCAMERA,Senior Fellow amYorktown Instituteund Fellow amRainey Center. Beitragsbild: Grafik KI/achgut. com

Quelle: achgut.com

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