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Diese Milliarden-Rechnung zwingt die USA zur Rettung des Yen

Die USA zahlen erstmals mehr als drei Milliarden Dollar Zinsen pro Tag. Ein schwacher Yen könnte die Rechnung weiter erhöhen – denn Japan hält einen entscheidenden Hebel. DieUSAzahlen inzwischen mehr als drei. . .

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Diese Milliarden-Rechnung zwingt die USA zur Rettung des Yen

Die USA zahlen erstmals mehr als drei Milliarden Dollar Zinsen pro Tag. Ein schwacher Yen könnte die Rechnung weiter erhöhen – denn Japan hält einen entscheidenden Hebel. DieUSAzahlen inzwischen mehr als drei Milliarden Dollar Zinsen – jeden Tag. So viel kostet Washington seine gewaltige Schuldenlast inzwischen im Durchschnitt. Das zeigen neue Zahlen des Congressional Budget Office (CBO), über die „Fortune“ berichtet. Umgerechnet sind das täglich rund 2,8 Milliarden Euro. Damit überschreiten die USA erstmals diese symbolträchtige Marke – und ein Ende des Anstiegs ist nicht in Sicht. Das Wichtigste zur US-Schuldenlast in Kürze:Neue Schwelle:Der laufende Durchschnitt liegt erstmals klar über drei Milliarden Dollar (2,60 Milliarden Euro) Netto Zinskosten pro Tag. Starker Anstieg:Gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigen die Zinsausgaben laut CBO um 117 Milliarden Dollar (101,4 Milliarden Euro) beziehungsweise 14 Prozent. Defizit wächst:Für das Gesamtjahr erwartet das CBO inzwischen ein Haushaltsloch von 2,1 Billionen Dollar (1,82 Billionen Euro) – 200 Milliarden Dollar (173,3 Milliarden Euro) mehr als noch im Februar. Japan spielt eine Schlüsselrolle:Das Land ist ein wichtiger Käufer von US-Staatsanleihen. Deshalb hat Washington auch ein eigenes Interesse an einem stabilen Yen. Tägliche Zinslast überschreitet in USA erstmals drei Milliarden US-DollarIm Haushaltsjahr 2025 kosteten dieUS-Schulden den Staatim Schnitt noch rund 2,66 Milliarden Dollar (2,30 Milliarden Euro) Zinsen pro Tag. In den ersten zehn Monaten des laufenden Haushaltsjahres sind es jetzt bereits 3,18 Milliarden Dollar (2,76 Milliarden Euro). ANZEIGEANZEIGEDamit hat die tägliche Zinslast erstmals die Marke von drei Milliarden Dollar überschritten. Dieser Sprung zeigt eindrucksvoll, wie schnell höhere Schulden und gestiegene Zinsen den finanziellen Spielraum Washingtons immer stärker einschränken. Der Grund dafür ist die Kombination aus steigenden Schulden und höheren langfristigen Renditen. Die US-Staatsschuld beträgt nach Angaben des Finanzministeriums inzwischen rund 39,9 Billionen Dollar (34,6 Billionen Euro). Gleichzeitig liegt die gesamte Staatsverschuldung laut der Federal Reserve Bank of St. Louis bei rund 122 Prozent der Wirtschaftsleistung. Wachsender Teil der Einnahmen fließt in den SchuldendienstDas macht steigende Zinsen fiskalisch besonders gefährlich: Ein wachsender Teil der Einnahmen fließt in den Schuldendienst und steht nicht für Verteidigung,Infrastrukturoder Sozialprogramme zur Verfügung. Das CBO rechnet zudem damit, dass die Zinskosten in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen. Umso wichtiger ist für Washington, zusätzlichen Druck auf den US-Anleihemarkt zu vermeiden. Genau hier kommt Japan ins Spiel. Das Land ist der größte ausländische Gläubiger der USA und hielt im Mai US-Staatsanleihen im Wert von rund 1,14 Billionen Dollar. Muss Tokio große Mengen Dollar aufbringen, um den Yen zu stützen, könnte es dafür auch amerikanische Staatsanleihen verkaufen. Das würde deren Kurse drücken, die Renditen erhöhen – und damit die ohnehin gewaltige Zinsrechnung Washingtons weiter verteuern. Reuters zufolge spielte dieses Risiko bei der US-Unterstützung für Japan eine wichtige Rolle. Yen-Eingriff wirkt nur kurzfristigWie ernstWashingtondie Lage bereits nahm, zeigte ausgerechnet eine Notiz von US-Finanzminister Scott Bessent. Auf einem von Reuters fotografierten Zettel stand der Plan, Yen für fünf bis zehn Milliarden Dollar zu kaufen – umgerechnet rund 4,3 bis 8,7 Milliarden Euro. Kurz darauf griffen die USA gemeinsam mit Japan am Devisenmarkt ein und kauften Yen. Wie hoch der amerikanische Einsatz am Ende genau war, wurde allerdings nicht veröffentlicht. Der Eingriff wirkte zunächst: Der Yen, der zuvor auf fast 164 Yen je Dollar und damit auf den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen war, legte deutlich zu. Dauerhaft hielt die Erholung jedoch nicht an. Zuletzt kostete ein Dollar wieder mehr als 159 Yen. Die Intervention kann den Absturz des Yen bremsen – und zugleich das Risiko verringern, dass Japan zur Stützung seiner Währung größere Bestände an US-Staatsanleihen verkaufen muss. Für Washington ist das doppelt wichtig: Ein stabilerer Yen hilft Japan, steigende Importkosten einzudämmen. Gleichzeitig schützt er indirekt den US-Anleihemarkt vor zusätzlichem Verkaufsdruck – und damit vor noch höheren Finanzierungskosten für den amerikanischen Staat.

Quelle: kurse.focus.de

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