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Dutzende infizieren sich bei Parasiten-Ausbruch in den USA: Symptome können Wochen anhalten

leinetal24WeltStand:03. 07. 2026, 17:16 UhrKommentareParasiten-Ausbruch in den USA: 145 Menschen sind erkrankt. Die Behörden suchen die Quelle – und warnen: Die Dunkelziffer ist wohl viel höher. Mindestens 145. . .

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Dutzende infizieren sich bei Parasiten-Ausbruch in den USA: Symptome können Wochen anhalten

leinetal24WeltStand:03. 07. 2026, 17:16 UhrKommentareParasiten-Ausbruch in den USA: 145 Menschen sind erkrankt. Die Behörden suchen die Quelle – und warnen: Die Dunkelziffer ist wohl viel höher. Mindestens 145 Menschen in 17 US-Bundesstaaten sind im Zuge eines Ausbruchs von Cyclosporiasis erkrankt. Das löste eine bundesweite Untersuchung der Infektionsquelle aus. Gesundheitsbehörden warnen, dass die tatsächliche Zahl der Fälle vermutlich deutlich höher liegt. Grund: Nicht alle Erkrankten werden erfasst oder diagnostiziert. Die Betroffenen klagen hauptsächlich über anhaltende Magen-Darm-Beschwerden mit teilsschwerem Durchfall. Eine Infektion mit Cyclosporiasis kann schweren Durchfall verursachen. (Symbolfoto) © IMAGO/Dmitri MarutaNew York hat mit 31 bis 80 Infektionen die bislang höchste Zahl an Fällen gemeldet. Cyclosporiasis wird durch den mikroskopisch kleinen ParasitenCyclospora cayetanensisverursacht, der lang anhaltende Schübe von wässrigem Durchfall, Bauchkrämpfen, Übelkeit und Erschöpfung auslösen kann. Die Symptome können ohne Behandlung wochenlang anhalten und den Alltag der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Cyclospora-Ausbruch in den USA: Verdacht auf kontaminiertes LebensmittelDie US-GesundheitsbehördeCenters for Disease Control and Prevention(CDC) teilte mit, dass es sich bei den bekannten Fällen um Menschen handelt, die zwischen dem 1. Mai und dem 16. Juni nach dem Verzehr von Lebensmitteln in den Vereinigten Staaten erkrankten. Die Behörde sammelt derzeit weitere Daten, um mögliche Gemeinsamkeiten bei den konsumierten Produkten zu identifizieren und so die Quelle des Ausbruchs einzugrenzen. Keiner der Patienten gab an, in den zwei Wochen vor Beginn der Erkrankung ins Ausland gereist zu sein. Die Ermittler nehmen deshalb an, dass die Infektionen mit einem im Inland verzehrten, kontaminierten Lebensmittel zusammenhängen. Normalerweise werden Fälle von Cyclosporiasis in den USA häufig mit Reisen in Regionen in Verbindung gebracht, in denen der Parasit verbreiteter ist. Doch dieser typische Risikofaktor entfällt dieses Mal. Die amerikanischeLebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde(FDA) unterstützt die Untersuchung, doch bislang konnte keine konkrete Quelle identifiziert werden. Ermittler der Gesundheits- und Lebensmittelüberwachungsbehörden analysieren Lieferketten und befragen Erkrankte detailliert zu ihren Einkäufen und Restaurantbesuchen. So wollen sie ein mögliches Muster erkennen. Bis auf Weiteres raten die Behörden zu allgemeiner Vorsicht beim Umgang mit frischen Lebensmitteln. Was ist Cyclosporiasis und wie steckt man sich an?Cyclosporiasis ist eine lebensmittelbedingte Erkrankung. Sie tritt am häufigsten auf, nachdem Menschen frische Produkte verzehrt haben, die mit dem ParasitenCyclospora cayetanensisverunreinigt sind. Dazu gehören etwa ungewaschenes oder unsachgemäß behandeltes Obst und Gemüse, das mit kontaminiertem Wasser in Berührung gekommen ist. Besonders riskant sind rohe Produkte, die vor dem Verzehr nicht erhitzt werden. DieCDCbeschreibt die typischsten Symptome als „wässrigen Durchfall mit häufigen, mitunter explosiven Stuhlentleerungen“. Hinzu kommen oft Magenkrämpfe, Blähungen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, manchmal auch Kopfschmerzen und grippeähnliche Beschwerden. Ohne gezielte Behandlung können die Symptome in Wellen auftreten und immer wiederkehren. In den Vereinigten Staaten werden Ausbrüche häufig in den Frühlings- und Sommermonaten festgestellt. Nach Angaben der CDC haben Gesundheitsbehörden in diesen Jahreszeiten Infektionen in der Vergangenheit bereits auf Lebensmittel wie Koriander, Basilikum, Himbeeren, Zuckerschoten, Mesclun-Salat und verpackte Fertigsalate zurückgeführt. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten frische Produkte gründlich waschen, auch wenn dies eine mögliche Kontamination nicht immer vollständig beseitigt. Übertragung meist über Lebensmittel und WasserIm Gegensatz zu vielen anderen lebensmittelbedingten Krankheitserregern wirdCyclosporain der Regel nicht direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Nachdem der Parasit mit dem Stuhl einer infizierten Person ausgeschieden wurde, benötigt er in der Umwelt meist Tage bis Wochen, bis er infektiös wird. In dieser Zeit durchläuft er eine Reifungsphase, ohne die eine Ansteckung nicht möglich ist. Das bedeutet, dass Infektionen häufiger mit kontaminierten Lebensmitteln oder Wasserquellen als mit engem Kontakt zu einer erkrankten Person in Verbindung stehen. Wenn die Keimzellen des Parasiten etwa ins Bewässerungswasser oder auf Felder gelangen, können sie frische Produkte verunreinigen, die später in den Handel kommen. Eine gründliche Hygiene bei Anbau, Ernte und Verarbeitung spielt daher eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung. Obst und Gemüse sollten vor dem Verzehr immer gründlich gewaschen werden. Dadurch werden nicht nur Erdreste, sondern auch die Parasiten entfernt. (Symbolfoto) © IMAGO/imageBROKER/Marvin Samuel TOLENTWo Cyclosporiasis bislang aufgetreten istNew York war am 18. Juni (dem Tag mit den aktuellsten Zahlen) mit zwischen 31 und 80 Fällen der am stärksten betroffene Bundesstaat. Die Behörden dort arbeiten eng mit den Bundesbehörden zusammen, um die betroffenen Lieferketten nachzuvollziehen. Illinois und Texas haben jeweils zwischen elf und 30 Fälle registriert und sind damit die einzigen weiteren Bundesstaaten mit mehr als zehn gemeldeten Erkrankungen. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass das möglicherweise verantwortliche Produkt eine weite geografische Verbreitung haben könnte, etwa über überregionale Handelsketten oder große Lebensmittelvertriebe. Die übrigen betroffenen Bundesstaaten haben jeweils zwischen einem und zehn Fällen gemeldet. Dazu zählen Alaska, Colorado, Connecticut, Florida, Georgia, Louisiana, Massachusetts, New Jersey, North Carolina, Ohio, Pennsylvania, Tennessee, Virginia und Wisconsin. In einigen dieser Staaten stehen die Ermittlungen noch am Anfang, sodass zusätzliche Fälle hinzukommen könnten, wenn Ärzte verstärkt auf die Erkrankung achten. Weitere Fälle und Bundesstaaten möglichDie CDC erklärt, dass die Untersuchung weiterhin andauert, sodass zusätzliche Fälle oder betroffene Bundesstaaten identifiziert werden könnten, sobald mehr Menschen diagnostiziert und befragt werden. Viele Infektionen mit Magen-Darm-Erkrankungen werden zunächst nicht spezifisch getestet, was die Erfassung erschwert. Erst gezielte Laboruntersuchungen aufCyclospora cayetanensisbringen Klarheit. Frühzeitige Diagnose erleichtert die BehandlungMenschen, die glauben, an Cyclosporiasis erkrankt zu sein, sollten mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin sprechen. Das gilt hauptsächlich dann, wenn sie mehrere Tage unter Durchfall, starker Dehydrierung oder anhaltenden Magen-Darm-Beschwerden leiden. Die Erkrankung ähnelt anderen lebensmittelbedingten Infektionen. Bei einer Stuhluntersuchung kann festgestellt werden, obCyclospora cayetanensisdie Ursache ist. Eine frühzeitige Diagnose erleichtert die Behandlung und verringert das Risiko von Komplikationen. Die Infektion wird in der Regel mit einer Antibiotika-Kombination aus Trimethoprim und Sulfamethoxazol behandelt. Sie wird häufig unter dem Markennamen Bactrim verkauft und ist nach CDC-Angaben sehr wirksam. Für Menschen, die keine Sulfonamide (synthetisch hergestellte Antibiotika) einnehmen dürfen, gibt es derzeit keine nachweislich gleichwertige alternative Therapie. Mediziner empfehlen in solchen Fällen unterstützende Maßnahmen oder verweisen die Patienten an eine infektiologische Fachpraxis. Ziel ist es dann vor allem, Symptome zu lindern und Folgeerkrankungen zu verhindern. Die meisten gesunden Menschen erholen sich vollständig. Allerdings können die Symptome mehrere Wochen andauern oder sogar zurückkehren, wenn die Infektion unbehandelt bleibt. DieCDCraten zudem, reichlich Flüssigkeit zu trinken, um einer Dehydrierung vorzubeugen. Das ist eine der häufigsten Komplikationen bei lang anhaltendem Durchfall. Wer unter schweren Symptomen, Anzeichen von Flüssigkeitsmangel oder einer sich nicht bessernden Erkrankung leidet, sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. WerDurchfall hat, kann auch an einer Unverträglichkeitleiden. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mitnewsweek. com)

Quelle: leinetal24.de

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