Fall des Tesla-Chefs Musk enthüllt: Superreiche in den USA nutzen schamlos den Staat für ihre Zwecke aus
Fehmarnsches TageblattWeltMusk und Co. in den USA zeigen: Wir brauchen Sozialismus für extrem reiche Tech-MilliardäreStand:25. 06. 2026, 08:56 UhrKommentareIn den USA konzentriert sich Reichtum extrem bei. . .

Fehmarnsches TageblattWeltMusk und Co. in den USA zeigen: Wir brauchen Sozialismus für extrem reiche Tech-MilliardäreStand:25. 06. 2026, 08:56 UhrKommentareIn den USA konzentriert sich Reichtum extrem bei Tech-Milliardären. Ausgerechnet sie profitieren massiv von Subventionen und Regierungsaufträgen, sagt US-Expertin Navidi. New York – Brauchen wir Billionäre? Amerika stilisiert sich gern als das Land der Stehaufmännchen. Man darf scheitern und Comebacks werden gefeiert. Auf Hilfsbedürftige wird von vielen herabgesehen. Bereits in den 70er Jahren machte Ronald Reagan Stimmung gegen die Welfare Queen, der Inbegriff der Sozialschmarotzerin. Der Reichtum konzentriert sich in den USA wie nirgendwo sonst. Die achtreichsten Menschen der Welt leben in Amerika und sie sind alle Tech-Milliardäre. Sie empören sich besonders gern über Sozialhilfen, weil es in Amerika ja schließlich jeder zum Milliardär bringen könne. Amerika steht an einem historischen Wendepunkt, an dem es sich und die Weltordnung neu kalibriert. Die deutsch-amerikanische Juristin und Wirtschaftsexpertin, Sandra Navidi, ordnet ein. © Sandra NavidiUnd hier beginnt der Widerspruch. Kaum jemand profitiert so massiv vom Staat wie sie. Teslahat stets großzügige Staatshilfen, Subventionen und Steuervergünstigungen entgegengenommen. Der Großteil der Umsätze von SpaceX stammt aus Regierungsaufträgen. Genauso lebt Jeff Bezos’ Blue Origin ganz wesentlich von staatlichen Aufträgen. Das Gefährliche sind Rückkopplungseffekte zwischen Finanz- und politischer Macht. Milliardäre erkaufen sich nicht mehr nur Einfluss über Lobbyisten und Parteispenden, sie sitzen mittlerweile selbst an den Schalthebeln der Macht. Musk und Co. in den USA zeigen: Wir brauchen Sozialismus für extrem reiche Tech-MilliardäreParadebeispiel ist die Rolle vonElon Muskim eigensfür ihn geschaffenen DOGE-Ministerium, das keinerlei demokratische Legitimation besaß. Dort strich er Sozialhilfe, medizinische Versorgung und Forschungsprogramme brutal zusammen. Gleichzeitig schöpfte er unberechtigt sensible Bevölkerungsdaten ab und schanzte sich selbst Staatsaufträge zu, während er der Konkurrenz Regierungsaufträge kappte. Offensichtlich sind Milliardäre in Regierungsfunktionen keine gute Idee, denn ihre Interessen haben mit denen der Bevölkerung meist nichts mehr gemein. Hinzu kommt ihr oft illiberales und tendenziell misanthropes Menschenbild. Menschen sind für sie zuvörderst eine manipulierbare Nutzerbasis und ein Kostenfaktor. Damit sägen sie an den Grundpfeilern unseres Gesellschaftsvertrags, Gleichwertigkeit, politische Gleichheit und Schutz der Schwachen. Das unterscheidet sie übrigens auch von den Industriekapitänen des frühen 20. Jahrhunderts wie Rockefeller und Carnegie. Die investierten einen erheblichen Teil ihres Vermögens in philanthropische Projekte wie Bibliotheken, Universitäten und Gesundheitsprogramme, die der Bevölkerung zugute kamen. Das Gemeinwohl ist bei vielen der heutigen Tech-Milliardäre nicht mehr en vogue. Stattdessen brüsten sie sich damit, dass ihreKIMillionen von Jobs überflüssig machen werde und so mächtig sei, dass sie die Menschheit unweigerlich ausrotten werde. Die Schlussfolgerung kann nur sein, dass wir keine Billionäre brauchen, die vom Staat leben, den Staat steuern und gleichzeitig das Gemeinwesen unterminieren. Was wir brauchen, sind Leitplanken, die Reichtum binden, Macht begrenzen und dafür sorgen, dass technologischer Fortschritt der Bevölkerung dient und nicht nur denen, die sowieso schon mehr haben, als sie jemals ausgeben können.