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Falorin Balogun darf für USA im Achtelfinale spielen - Trump bedankt sich

Überraschende Kehrtwende: Die FIFA lässt Folarin Balogun trotz seines Platzverweises im WM-Achtelfinale spielen. US-Präsident Donald Trump dankt dem Weltverband, Gegner Belgien wehrt sich.

Von Sebastian Hochrainer · · 5 min Lesezeit

Falorin Balogun darf für USA im Achtelfinale spielen - Trump bedankt sich

Belgien prüft "alle Optionen"US-Stürmer Balogun darf doch spielen - Trump bedankt sichStand: 05. 07. 2026 • 21:33 UhrÜberraschende Kehrtwende: Die FIFA lässt Folarin Balogun trotz seines Platzverweises im WM-Achtelfinale in der Nacht auf Dienstag (2 Uhr MESZ) spielen. US-Präsident Donald Trump dankt dem Weltverband, Gegner Belgien wehrt sich. Der 25-Jährige hatte im Sechzehntelfinale glatt Rot gesehen, wie die FIFA am Sonntag mitteilte, wird die ursprüngliche Sperre von einem Spiel aber zur Bewährung ausgesetzt. Balogun war gegen Bosnien-Herzegowina nach einem VAR-Check vom Platz gestellt worden (64. ), nachdem er Tarik Muharemovic auf das Sprunggelenk gestiegen war. Danach erhielt er eine Sperre für ein Spiel. Gemäß Artikel 27 des Disziplinarkatalogs der FIFA kann eine Strafe allerdings zur Bewährung ausgesetzt werden. Die Aufhebung einer Sperre nach einer Roten Karte ist bei diesem Turnier ein Novum. Trump: "GroßeUngerechtigkeitrückgängig gemacht"Wenig später meldete sich Trump via Truth Social und schrieb: "Danke an die FIFA, dass sie das Richtige getan hat und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat. " Auf "X" feierte der offizielle Account des Weißen Hauses die Entscheidung ebenfalls mit: "USA-USA-USA" und einem Adler-Symbol. Nach der Roten Karte hatte sich bereits US-Außenminister Marco Rubio zum Thema geäußert. Im Presseraum des Weißen Hauses beschwerte sich Rubio: "Sie sind beschissen behandelt worden. "Trainer Mauricio Pochettino sagte: "Für mich ist das niemals eine Rote Karte. Es war zu keinem Zeitpunkt seine Absicht, den Spieler zu treten. Es war eine im Fußball ganz normale Aktion. " Zu 100 Prozent stimmt die FIFA dem offenbar nicht zu, denn die Rote Karte wird nicht annulliert, sondern die Sperre wird lediglich zur Bewährung ausgesetzt. Auf eine Sportschau-Anfrage, mit welcher Begründung das in diesem speziellen Fall gemacht wurde, hat die FIFA bisher nicht geantwortet. Ronaldo profitierte zuletzt vom FIFA-PassusVon einer derartigen Bewährung profitierte zuletzt bereits Cristiano Ronaldo. Der portugiesische Superstar war im November bei einem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland nach einem Ellbogenschlag gegen Dara O'Shea vom Platz gestellt worden. Ronaldo wurde von der FIFA zunächst für drei Spiele gesperrt, verpasste aber nur das anschließende Qualifikations-Duell gegen Armenien. Die weiteren Spiele wurden für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. So konnte "CR7" als vielleicht populärster Spieler der Welt bei dieser WM bisher alle Spiele bestreiten. Eine Sperre hätte dem Turnier vermutlich zumindest bei den portugiesischen Spielen viel Aufmerksamkeit gekostet. Balogun bereits mit drei Treffern im TurnierEine Balogun-Sperre dürfte zwar nichts daran geändert haben, dass die USA dem Achtelfinale gegen Belgien entgegenfiebern, jedoch wäre es für den Gastgeber eine große Schwächung. Der Stürmer der AS Monaco hatte in der Vorrunde bereits zwei Tore erzielt, gegen Bosnien-Herzegowina gelang ihm ein weiterer wichtiger Treffer, als Reaktion auf die ausgesetzte Sperre postete Balogun ein Foto von sich im US-Trikot, aber verzichtete auf einen Text. "Er muss verstehen, dass solche Situationen einfach vorkommen Ich hoffe sehr, dass er noch in der Lage sein wird, uns wieder zu helfen und wir die nächste Runde erreichen", sagte Pochettino nach dem Sechzehntelfinale und stellte in Aussicht, über einen möglichen Einspruch zu sprechen. Ob es den wirklich gab, ist nicht bekannt, die Aussagen deuteten aber daraufhin, dass auch der Trainer nicht wirklich mit dem zu rechnen schien, was nun passiert ist. US-Spieler trauen ihren Augen nichtDazu passt auch, dass die Spieler im ersten Moment gar nicht glauben konnten, dass Balogun gegen Belgien doch dabei sein wird. "Wir waren uns nicht ganz sicher, ob es wahr ist oder nicht. Ich denke, jeder weiß, wie das mit KI ist. Am Ende haben wir es über Social Media herausgefunden. Es war cool, die Bestätigung zu bekommen, dass es stimmt", sagte Verteidiger Chris Richards. Und Christian Pulisic meinte, die Entscheidung würde "uns offensichtlich einen Schub geben", sagte US-Star Christian Pulisic. Der US-Verband ließ wissen, er habe die Entscheidung "akzeptiert" und sei "zufrieden" damit. "Unsere gesamte Aufmerksamkeit gilt nun dem Achtelfinalspiel gegen Belgien in Seattle, und wir freuen uns auf die weitere Unterstützung unserer großartigen Fans", hieß es danach in einer Erklärung. Belgischer Verband ist "erstaunt"Derweil nahmen die Belgier die Entwicklung mit Verwunderung zur Kenntnis. "Der Königliche Belgische Fußballverband (KBVB) zeigt sich erstaunt über die Entscheidung der FIFA", hieß es in einem Statement, in dem auch daruf hingewiesen wurde, dass laut Artikel 66. 4 eine Rote Karte "automatisch eine Sperre für das nächste Spiel der Mannschaft nach sich zieht, wie es bei allen vorangegangenen Roten Karten während dieser FIFA-Weltmeisterschaft der Fall war". Die Entscheidung stehe "im direkten Widerspruch zu den Bestimmungen des Turnierreglements", weil im Falle ein Platzverweis automatisch eine Sperre nach sich ziehe. Entsprechend kündigten die Belgier an: "Um die legitimen Rechte aller teilnehmenden Mannschaften zu wahren und die grundlegenden Prinzipien des Fairplay in unserem Sport sowohl bei dieser FIFA-Weltmeisterschaft als auch bei künftigen Auflagen des Turniers zu schützen, prüft der KBVB derzeit alle potenziellen Optionen. "Der Artikel 27 im "FIFA Disciplinary Code"1. Das Rechtsprechungsorgan kann beschließen, die Vollstreckung einer Disziplinarmaßnahme ganz oder teilweise auszusetzen. 2. Mit der Aussetzung der Vollstreckung der Sanktion unterstellt das Rechtsprechungsorgan die sanktionierte Person einer Probezeit von einem bis zu vier Jahren. 3. Begeht die Person, die von einer ausgesetzten Sanktion profitiert, während der Probezeit eine weitere Pflichtverletzung ähnlicher Art und Schwere, wird die Aussetzung vom Rechtsprechungsorgan widerrufen und die Sanktion vollstreckt, unbeschadet einer zusätzlichen Sanktion, die für die neue Pflichtverletzung verhängt wird. 4. Disziplinarmaßnahmen im Zusammenhang mit Spielmanipulationen können nicht ausgesetzt werden.

Quelle: www1.sportschau.de

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