Iran: USA haben Niederlage eingestanden | Nahost-News
Newsblog zum Krieg in NahostIran: USA haben Niederlage eingestandenAktualisiert am 24. 06. 2026 - 19:58 UhrLesedauer: 13 Min. Irans Verhandlungsführer foppt den US-Präsidenten. Weitere Schiffe passieren die. . .

Newsblog zum Krieg in NahostIran: USA haben Niederlage eingestandenAktualisiert am 24. 06. 2026 - 19:58 UhrLesedauer: 13 Min. Irans Verhandlungsführer foppt den US-Präsidenten. Weitere Schiffe passieren die Straße von Hormus. Alle Entwicklungen im Newsblog. Mittwoch, 24. JuniIran: USA haben Niederlage eingestandenMit dem Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs haben dieUSAnach den Worten des iranischen Verhandlungsführers Mohammed Bagher Ghalibaf ihre Niederlage eingestanden. Die Absichtserklärung mit den USA sei nicht durch "Druck oder Zwang" zustande gekommen, sondern durch den "Widerstand und den entschlossenen Willen der mutigen iranischen Nation", sagte Ghalibaf am Mittwoch. "Darum wurde die Absichtserklärung von Islamabad zu einer Erklärung der Niederlage Amerikas", fügte er hinzu. In Pakistans Hauptstadt Islamabad wurde das Rahmenabkommen ausgehandelt. Die USA undIsraelhatten den Iran-Krieg Ende Februar mit Luftangriffen auf Teheran begonnen. DerIranreagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Zudem wurde die für den weltweiten Handel immens wichtige Schifffahrtsstraße von Hormus vom Iran gesperrt. Mitte Juni unterzeichneten die USA und der Iran auf Vermittlung Pakistans und Katars dann ein Rahmenabkommen. Derzeit laufen Verhandlungen, die binnen 60 Tagen zum Abschluss einer endgültigen Vereinbarung führen sollen. Knackpunkte sind vor allem das iranische Atomprogramm, der Schiffsverkehr in derStraße von Hormusund die Lage imLibanon. US-PräsidentDonald Trumperklärte am Mittwoch, der Iran habe "den USA mitgeteilt, dass 'keine Mautgebühren, keine Versicherungskosten und keine anderen Gebühren jeglicher Art vom Iran für Schiffe, die die Straße von Hormus passieren, verlangt oder erhoben werden'". IMO: Erste Schiffe passieren Straße von Hormus nach UN-EvakuierungsplanUnter einem neuen Evakuierungsplan der UN-Schifffahrtsorganisation IMO haben erste Schiffe die Straße von Hormus passiert. Dies teilte die International Maritime Organization (IMO) selbst mit. Einzelheiten zu den betroffenen Schiffen nannte die Behörde der Vereinten Nationen (UN) nicht. Schiffsverfolgungsdaten des Anbieters LSEG zeigten am Mittwoch, dass in den vergangenen zwölf Stunden mindestens zwei Schüttgutfrachter und ein Frachtschiff die Meerenge durchquert haben. Zudem bereiten sich mindestens 35 weitere Handelsschiffe auf die Passage vor. Dies geht aus Daten von LSEG und MarineTraffic hervor, die von der Nachrichtenagentur Reuters ausgewertet wurden. Bei den Schiffen handelt es sich vor allem um Schüttgut-, Fracht- und Containerschiffe. Der Evakuierungsplan soll laut IMO Hunderten von Schiffen mit rund 11. 000 im Persischen Golf festsitzenden Seeleuten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus ermöglichen. Staatsfernsehen: Iranischer Außenminister telefoniert mit Hamas-VertreterDer iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat laut dem Staatsfernsehen mit einem führenden Vertreter der Hamas über die Gespräche zwischen Teheran undWashingtongesprochen. Wie es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht hieß, sprach Araghtschi am Telefon mit Bassem Naim, Mitglied des Politbüros der mit dem Iran verbündeten islamistischen Palästinenserorganisation, über die "jüngsten Entwicklungen" in der Region und "Palästina". Araghtschi bekräftigte in dem Telefonat dem Bericht zufolge die "anhaltende Unterstützung" der Islamischen Republik für die Palästinenser und ihre "gerechte Sache", bis deren "legitime nationale Rechte" vollständig verwirklicht seien. IAEA-Chef: Inspektionen im Iran werden kommenDie Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) wird nach Angaben ihres Chefs Rafael Grossi iranische Atomanlagen inspizieren. Dies sei Teil des Rahmenabkommens zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten, betonte er. "Ob das übermorgen, nächste Woche oder in zehn Tagen passiert, ist eine wichtige, aber keine essenzielle Frage. Es wird passieren", sagte er am Mittwoch in einer Pressekonferenz bei dem Unfall-KernkraftwerkFukushimaDaiichi in Japan. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai hatte am Dienstag in Teheran gesagt, dass aktuell keine Inspektionen kriegsbeschädigter Atomanlagen durch die IAEA geplant seien. Dazu gehören unter anderem die Anlagen, in denen beinahe atomwaffentaugliches Uran gelagert wird. Der IAEA-Chef verwies hingegen auf die US-iranische Rahmenvereinbarung, wonach das Uran unter der Aufsicht der IAEA zumindest verdünnt werden soll. Dies sei von den Staatsoberhäuptern des des Iran und der USA vereinbart worden. "Dazu müssen wir klarerweise inspizieren", sagte Grossi. In Kürze würde an den entsprechenden Zeit- und Ablaufplänen gearbeitet, sagte er. Die Inspektionen würden in Zusammenarbeit mit der iranischen Regierung durchgeführt, betonte er. Iran: Raketen nicht Teil unserer VereinbarungDer iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat erklärt, dass die iranischen Raketen nicht Bestandteil der Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) mit den Vereinigten Staaten seien. Dies geht aus einem von dem staatlichen Sender Islamic Republic of Iran Broadcasting (IRIB) veröffentlichten Video hervor. "Die Frage unserer Raketen ist nicht Gegenstand des MoU und wird es auch niemals sein", sagte Pezeshkian während einer Pressekonferenz inPakistan. Zugleich verteidigte er das iranische Raketenprogramm als unverzichtbaren Bestandteil der nationalen Verteidigung. "Wenn wir nicht über die Raketen verfügten, die wir zu unserer Verteidigung einsetzen, hätten Israel und die Vereinigten Staaten den Iran verwüstet", erklärte er. Dienstag, 23. JuniRubio: "Kein Land darf Maut für Wasserstraßen erheben"Kein Land darf nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio Mautgebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus erheben. "Es handelt sich um eine internationale Wasserstraße", betonte Rubio bei seiner Ankunft in Abu Dhabi am Dienstag. "Kein Land darf auf einer internationalen Wasserstraße Mautgebühren oder Abgaben erheben. Das ist geltendes Völkerrecht", fügte er hinzu. "Ich glaube nicht, dass wir hier in dieser Hinsicht irgendjemanden überzeugen müssen. Ich denke, alle Länder in dieser Region würden uns zustimmen", sagte Rubio weiter. Loading. . . Loading. . . Loading. . . Der US-Außenminister hat am Dienstag eine Reise in vier Golfstaaten begonnen. Seinem Ministerium zufolge stattet er bis Donnerstag den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait sowie Bahrain einen Besuch ab. Rubio wolle mit den Staaten "die Absichtserklärung mit dem Iran, die Bemühungen um die Gewährleistung eines uneingeschränkten und sicheren Transits durch die Straße von Hormus sowie die Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Region" erörtern, hieß es demnach.