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Iran warnt Europäer vor „Aggression“ an der Seite der USA

Istanbul/Teheran. US-PräsidentDonald Trumperwägt eine Ausweitung der amerikanischen Angriffe auf den Iran. Teheran droht, die ganze Region mit Gegenangriffen zu überziehen und warnt auch europäische Länder. . . .

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Iran warnt Europäer vor „Aggression“ an der Seite der USA

Istanbul/Teheran. US-PräsidentDonald Trumperwägt eine Ausweitung der amerikanischen Angriffe auf den Iran. Teheran droht, die ganze Region mit Gegenangriffen zu überziehen und warnt auch europäische Länder. Zugleich verschlechtern sich die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Trumps Regierung und ihren arabischen Verbündeten immer weiter. Sie fühlen sich von den USA zunehmend im Stich gelassen. Trump sagte der US-Nachrichtenseite Axios, er werde bald über einen „massiven Angriff“ auf den Iran entscheiden. Laut Medienberichten und Daten von Diensten zur Beobachtung des Flugverkehrs verlegen die USA derzeit zusätzliche Waffen und Truppen in den Nahen Osten, auch von Europa aus. Die US-Streitkräfte greifen seit zwei Wochen jede Nacht den Iran an, der ebenso regelmäßig mit dem Beschuss amerikanischer Stützpunkte in den arabischen Golfstaaten und in Jordanien zurückschlägt. Der Schlagabtausch ging auch am Freitag weiter. Bisher bleiben die Angriffe beider Seiten unterhalb der Schwelle des Krieges von Ende Februar bis Anfang April. Doch das könnte sich bald ändern. Irans ParlamentspräsidentMohammad Bagher Ghalibaf, einer der mächtigsten Mitglieder der Teheraner Führung, kündigte Angriffe auf die Energie-Infrastruktur in der gesamten Region für den Fall an, dass die Sicherheit Irans nicht gewährleistet werde. Iran: Zivilisten in Nahost-Staaten sollen Sicherheitsabstand zu US-Militäranlagen haltenIrans Revolutionsgarden erklärten am Freitag, Zivilisten in Nahost-Staaten mit US-Militäranlagen sollten einen Sicherheitsabstand von mindestens 500 Metern von den Stützpunkten einhalten. Israel bereitet Medienberichten zufolge Schutzräume für den Fall neuer iranischer Angriffe vor. Irans Vizeaußenminister Kazem Gharibabadi warnte, auch europäische Länder würden zu „Aggressoren“, wenn sie den USA ihre Luftwaffenstützpunkte für Angriffe auf den Iran zur Verfügung stellten. Adressaten der Warnung seien vor allem Großbritannien und Bulgarien, weil dort US-Flugzeuge für Angriffe im Iran stationiert worden seien, meldete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Bemühungen um Deeskalation fruchtlosBemühungen um eine Deeskalation kommen nicht voran. Der Iran lehnte nach einem Bericht der „New York Times“ einen Vorschlag Trumps für eine neue Waffenruhe ab. Der Vorschlag wurde demnach vom irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi überbracht, der kurz nach einem Besuch bei Trump in Washington diese Woche nach Teheran reiste. Experte: Trumps Drohungen beeindrucken Iran nichtAuch der Streit um die Straße von Hormuz facht den Konflikt weiter an. Der Iran sieht die Kontrolle über die Meerenge, die er sich im Krieg gesichert hatte, als unverhandelbar, doch die USA verlangen die Rückkehr zur freien Schifffahrt, wie sie vor dem Krieg bestanden hatte. Trumps Drohungen würden Teheran nicht beeindrucken, meint der Iran-Experte Danny Citrinowicz, ein ehemaliger israelischer Militärgeheimdienstler, der heute für das Institut INSS arbeitet. Mit „Wildwest-Rhetorik“ sei der Iran nicht von seinen Positionen abzubringen. „Es ist unwahrscheinlich, dass der Iran kapituliert“, schrieb er auf X. Eine Ausweitung des Krieges könnte Öl- und Gasanlagen in der Region zerstören und die Spannungen zwischen den USA und ihren arabischen Partnern verschärfen. Die arabischen Golfstaaten hatten sich von US-Stützpunkten in ihren Ländern mehr Schutz vor iranischen Angriffen versprochen, doch Amerika kann sie vor dem täglichen Beschuss durch iranische Raketen und Drohnen nicht schützen. Atom-Deal mit Saudis: Trump verschlimmert VertrauenskriseTrump verschlimmerte nun die Vertrauenskrise, indem er nach Unterzeichnung eines Abkommens über die Lieferung von US-Atomtechnologie an Saudi-Arabien zentrale Punkte dieses Vertrags infrage stellte. Er machte das Inkrafttreten des Abkommens davon abhängig, dass Saudi-Arabien einen Frieden mit Israel schließt – obwohl diese Bedingung laut Medienberichten nicht Bestandteil des Vertrags war. Saudi-Arabien will erst dann diplomatische Beziehungen mit Israel aufnehmen, wenn Jerusalem der Gründung eines Palästinenserstaates zustimmt. Trump ändert SpielregelnTrump erklärte auch, die Saudis würden keine Möglichkeit für eine eigene Urananreicherung erhalten, obwohl Riad die Anreicherung den Berichten zufolge in dem Vertragstext durchgesetzt hatte. Kritiker werfen Trump vor, unter dem Einfluss des israelischen PremiersBenjamin Netanyahuinterveniert zu haben; Israel sieht den amerikanisch-saudischen Atomvertrag kritisch. In einer Zeit, in der Amerika ohnehin schon als unzuverlässig und nicht vertrauenswürdig gelte, ändere Trump kurz nach Einigung auf den Vertrag mit Saudi-Arabien die Spielregeln, kommentierte der Nahost-Experte Andreas Krieg vom Londoner King’s College auf X. Alle Golf-Staaten suchten nach Trumps „historischen Dolchstößen“ dringend nach anderen Partnern. Mehr dazu

Quelle: thefocus.news

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