„Koalition der Kriegstreiber“: Kreml wütet wegen Pariser Gipfel – Europa gründet Raketenabwehr-Bündnis
StartseitePolitikEuropa antwortet Putin mit neuem Raketenabwehr-Bündnis – Pariser Gipfel lässt Kreml wütenStand:14. 07. 2026, 13:39 UhrKommentareUns auf Google folgenZehn Staaten gründen in Paris eine Koalition. . .

StartseitePolitikEuropa antwortet Putin mit neuem Raketenabwehr-Bündnis – Pariser Gipfel lässt Kreml wütenStand:14. 07. 2026, 13:39 UhrKommentareUns auf Google folgenZehn Staaten gründen in Paris eine Koalition für die Ukraine. Europa und Kiew entwickeln ein schnelles, günstiges Abwehrsystem. Paris/Kiew – Beim „Koalition der Willigen“-Gipfel in Paris haben europäische Staaten zwei eigenständige, aber aufeinander abgestimmte Initiativen zur Luftverteidigung gestartet: die Gründung eines politischen Raketenabwehrbündnisses aus zehn Staaten und das Rüstungsprogramm „Freya“. (v. l. ): Merz, Selenskyj, Macron und Starmer bei einer Pressekonferenz zum Gipfel der „Koalition der Willigen“ in Paris (13. Juli) © TERESA SUAREZ/AFP„Koalition der Willigen“ in Paris: Die Zehn-Länder-Koalition für die UkraineDeutschland, Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und die Ukraine haben ein neues Bündnis für eine integrierte Raketenabwehr besiegelt. Laut einer Erklärung des französischen Präsidialamtes soll die neue Architektur künftige Bedrohungen abschrecken und neutralisieren. Das Bündnis betont seinen defensiven Charakter: Laut derSüddeutschen Zeitungdient es dem Schutz der eigenen Bevölkerung. Die Koalition soll bestehende Systeme ergänzen und diemilitärischen Erfahrungen der Ukrainenutzen. Polen ist laut Medienberichten vorerst kein Teil dieser Vereinbarung. Widerstand gegen Putins Russland im Ukraine-Krieg: Das Rüstungsprojekt „Freya“Hiervon abzugrenzen ist das Rüstungsprogramm „Freya“, über das unter anderem dieKyiv Postaktuell berichtet. Während das Bündnis den politischen Rahmen bildet, ist Freya das konkrete Industrieprojekt:Das Ziel:Innerhalb von zwölf Monaten soll ein kostengünstiges System zur Abwehr ballistischer Raketen in Serie gehen. Die Unabhängigkeit:Freya soll imUkraine-Kriegals europäische Alternative zum knappen US-System „Patriot“ dienen. DieKyiv Postschreibt, dass das Projekt die Versorgungslücke schneller und unabhängig von Washington schließen soll. US-PräsidentDonald Trumphat Kiew zwar eine Lizenz zum Eigenbau von Patriot-Systemen zugesagt, Experten warnen in der APjedoch, dass der Aufbau Jahre dauern wird. Die Umsetzung:Nach Informationen derKyiv Postverbindet das Projekt ukrainische Raketentechnik mit europäischer Finanzierung, Radartechnologie und industriellen Produktionskapazitäten. Hintergrund zu Freya: akuter Munitionsmangel im Ukraine-KriegFür den ukrainischen PräsidentenWolodymyr Selenskyjsind ballistische Raketen die größte Bedrohung, so dieKyiv Post. Da diese Waffen schwer abzufangen sind, benötigt Kiew fast täglich neue Abfangraketen, berichtetAssociated Press (AP). Der Ukraine geht laut einem aktuelle Bericht derSüddeutschen Zeitungdie Munition aus, weshalb die neuen Abwehrinitiativen als dringlich eingestuft werden. „Koalition der Willigen“ in Paris: Weitere Beschlüsse des GipfelsAbseits der Raketenabwehr brachte das Treffen der rund 40 Staaten umfassenden Unterstützergruppe weitere Zusagen:Frankreichliefert lauttagesschau. de16 „Rafale“-Kampfjets sowie neue Luftverteidigungssysteme. Zudem erteilt Paris lautKyiv PostProduktionslizenzen für SCALP-Marschflugkörper und ASTER-Raketen. Friedenstruppe:Frankreichs PräsidentEmmanuel Macronkündigte an, dass eine multinationale Truppe für die Zeit nach einem Waffenstillstand bald erste Übungen in Nachbarstaaten abhalten soll, wie unter anderem dieSüddeutsche Zeitungberichtet. Beschlüsse der „Koalition der Willigen“: Sprecher von Kremlchef Wladimir Putin reagiertDie russische Regierung indes hatte sich zuvor unnachgiebig gezeigt. Kremlsprecher Dmitri Peskow bezeichnete das Pariser Treffen lautAPals „Koalition der Kriegstreiber“, während Russlands PräsidentWladimir Putinmit Vergeltungsschlägen gegen die Ukraine drohte, die aktuell massiv dierussische Ölindustrie attackiert. (Quellen: tagesschau. de, AP, Kyiv Post, Süddeutsche Zeitung, Reuters)(frs)