WeltReport

Krieg in Nahost: USA verkünden neue Libanongespräche

Newsblog zum Krieg in NahostUS-Vertreter verkündet neue LibanongesprächeAktualisiert am 11. 08. 2026 - 21:35 UhrLesedauer: 24 Min. Zwischen Israel und Libanon soll es neue Gespräche geben. Mehrere Raketen. . .

· 5 min Lesezeit

Krieg in Nahost: USA verkünden neue Libanongespräche

Newsblog zum Krieg in NahostUS-Vertreter verkündet neue LibanongesprächeAktualisiert am 11. 08. 2026 - 21:35 UhrLesedauer: 24 Min. Zwischen Israel und Libanon soll es neue Gespräche geben. Mehrere Raketen treffen einen Ölfrachter im Roten Meer. Alle Entwicklungen im Newsblog. Dienstag, 11. AugustUS-Vertreter verkündet neue LibanongesprächeIn der italienischen HauptstadtRomwird es im September eine neue Gesprächsrunde in den Verhandlungen über ein Friedensabkommen zwischenIsraelund demLibanongeben. "Die politischen Vertreter werden Anfang September im Rom zusammenkommen – bis dahin werden die Gespräche in Beirut,JerusalemundWashingtonfortgesetzt", erklärte ein Vertreter des US-Außenministeriums am Dienstag. Die US-Regierung sei "zuversichtlich, was den weiteren Verlauf angeht". Israel und der Libanon hatten sich im Juni unter US-Vermittlung auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das die Entwaffnung der libanesischen Hisbollah-Miliz, einen schrittweisen Abzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Libanon und zugleich die Entsendung der libanesischen Armee in die Region vorsieht. Dies sollte zunächst in zwei "Pilotzonen" erfolgen, später sollten weitere Gebiete hinzukommen. Vergangene Woche wurde in Rom die siebte Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon abgehalten. Der US-Diplomat verwies nun darauf, dass erste Schritte bereits ergriffen worden seien. Demnach sei die libanesische Armee bereits in den ersten Pilotzonen aktiv, "und die Arbeitsgruppen haben ihre Formulierungen, Karten und Verfahren aufeinander abgestimmt". Als nächstes werde die libanesische Regierung "detaillierte Fahrpläne für die Sicherung neuer Gebiete vorlegen". Während die libanesische Regierung mit Israel verhandelt, lehnt die pro-iranische Hisbollah alle Gespräche ab und weigert sich, ihre Waffen abzugeben. USA attackieren Ölfrachter nahe der Straße von HormusDas US-Militär hat am Dienstag im Golf von Oman einen Tanker attackiert, der trotz der amerikanischen Blockade einen iranischen Hafen anlaufen wollte. Das berichtete das "Wall Street Journal". Demnach habe das Schiff, das unter der Flagge Panamas fährt, Warnungen der US-Marine ignoriert. Von einem Helikopter aus sei dann das Ruder des Frachters mit einer Rakete beschossen worden. Verletzt worden sei niemand. DerIranblockiert die Meerenge von Hormus seit Beginn der US-Angriffe im Februar. DieUSAhindern im Gegenzug Schiffe daran, iranische Häfen anzulaufen. Bemühungen um eine dauerhafte Öffnung der Schifffahrtsstraße schlugen bislang fehl. Am Dienstag zog der Ölpreis wieder kräftig an. "Da es keine positiven Meldungen zu den Verhandlungen über die Wiederöffnung der Meerenge gibt, ist der Druck auf die Ölpreise gestiegen", erläuterte Analyst Jason Wong von der neuseeländischen Bank BNZ. Huthi-Rakete trifft Tanker am Tor der TränenBei einem Raketenangriff auf ein jemenitisches Handelsschiff in der Meerenge Bab al-Mandab sind nach jemenitischen Angaben sechs Menschen getötet worden. Zehn weitere Menschen wurden verletzt, wie die Küstenwache mitteilte. Bei den Getöteten handelt es sich demnach um vier Besatzungsmitglieder: drei Pakistaner und einen Indonesier. Hinzu kommen zwei Soldaten, die Teil eines Rettungsteams waren. Das Schiff "Tahama", das Lebensmittel geladen habe, wurde nach Regierungsangaben am Morgen während der Fahrt durch die strategisch wichtige Meerenge von drei ballistischen Raketen getroffen. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen. Als Rettungskräfte versuchten Verletzte zu evakuieren, sei eine weitere Rakete auf das Schiff abgefeuert worden, hieß es. Das Verkehrsministerium machte die Huthi-Miliz für den Angriff verantwortlich. Das Ministerium forderte die internationale Gemeinschaft und zuständige Organisationen auf, dringend Maßnahmen zum Schutz der Schifffahrt und der Besatzungen im Roten Meer, in der Meerenge Bab al-Mandab und im Golf von Aden zu ergreifen. Die Huthi äußerten sich zunächst nicht zu dem Angriff. Der Konflikt zwischenSaudi-Arabienund den Huthi imJemenhatte sich zuletzt wieder zugespitzt. Die Huthi greifen in dem Rahmen auch immer wieder Schiffe im Roten Meer und der für den internationalen Handel wichtigen Meerenge Bab al-Mandab an. Saudi-Arabien unterstützt die jemenitische Regierung. Wegen der Blockade derStraße von Hormusweicht Saudi-Arabien bei der Ausfuhr seiner Exporte auf das Rote Meer aus. Doch erfolgen dort regelmäßig Raketenangriffe durch die Huthis. Nach Angaben der Energieplattform Windward gingen die saudischen Ölexporte seit Ausbruch des Kriegs am Golf um rund zwei Drittel zurück. Trump: Haben in gesamter Straße von Hormus Minen geräumtDonald Trumpzufolge sind in der gesamten Straße von Hormus Minen geräumt worden. Das sagte der Republikaner im Weißen Haus vor Journalisten und betonte, dass die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Die USA kontrollierten die für den Öltransport wichtige Seestraße "zu 100 Prozent". Gelegentlich würde der Iran eine Mine ablegen, man finde diese Minen aber. Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der Straße. Der Nationale Sicherheitsrat des Iran knüpfte dies iranischen Medienberichten zufolge an Zugeständnisse der USA und ihrer Verbündeten. Der Iran beabsichtigt nach Angaben des Außenministeriums in Teheran zudem, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben. Loading. . . Loading. . . Loading. . . Am Wochenende hatte Trumps Vize JD Vance gesagt, dass die Iraner zu Beginn des Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Aktuell arbeite man daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen des Iran ein, keine Handelsschiffe anzugreifenUSA verlängern Ausnahme für Schiffstransport von RohstoffenDie US-Regierung hat eine Ausnahmeregelung für die Schifffahrt in Teilen um 90 Tage verlängert, um damit die Versorgung mit wichtigen Ressourcen wie Benzin, Diesel und Sojaöl sicherzustellen. Wichtigen Industriezweigen und dem Militär solle damit geholfen werden, teilte das Weiße Haus mit. Ein hochrangiger Regierungsbeamter fügte hinzu, dass die Aussetzung des sogenannten Jones Acts am 17. August in Kraft treten werde. Mitte März hatte die Regierung das Gesetz zunächst für 60 Tage ausgesetzt, das den Schiffsverkehr zwischen US-Häfen einschränkt: Demnach durften Schiffe mit Güterlieferungen von den Vereinigten Staaten aus nur dann einen anderen US-Hafen anlaufen, wenn sie unter US-Flagge fahren. Ausländischen Schiffen war das bisher nicht oder nur eingeschränkt möglich. Die jetzige Verlängerung gilt US-Regierungskreisen zufolge ausschließlich für Schiffe, die Güter wie Benzin, Diesel, Rohöl, Heizöl, Flüssigerdgas, Sojaöl und Düngemittel transportieren. Zusätzlich gibt es die Änderung, dass das US-Verteidigungsministerium entscheidet, für welche Schiffe die Ausnahmeregelung gilt. Das Gesetz wurde 1920 verabschiedet, um US-amerikanische Reedereien und Seehandelsunternehmen zu schützen. Kritikern zufolge verteuert es aber den Transport von Gütern und treibt damit die Verbraucherpreise, weil für einen Öltransport von einem US-Hafen an den anderen weniger Schiffe infrage kommen.

Quelle: onnachrichten.t-online.de

Mehr zu Amerika