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Lust an Gewalt – und Töten ohne Folgen: Trumps Gefahr für die USA reicht über ICE hinaus

kurierverlag-dePolitikStand:15. 07. 2026, 18:31 UhrKommentareScheinbar unbehelligt traktieren Trumps ICE-Agenten unbescholtene Bürger in den USA. Ein verheerendes Signal, meint Kolumnistin Sandra Navidi. Wollten. . .

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Lust an Gewalt – und Töten ohne Folgen: Trumps Gefahr für die USA reicht über ICE hinaus

kurierverlag-dePolitikStand:15. 07. 2026, 18:31 UhrKommentareScheinbar unbehelligt traktieren Trumps ICE-Agenten unbescholtene Bürger in den USA. Ein verheerendes Signal, meint Kolumnistin Sandra Navidi. Wollten Sie auch schon einmal wissen, wie es sich anfühlt, jemanden zu töten? Mit gleich mehreren Kopfschüssen aus nächster Nähe, sich zu fühlen, als Herr über Leben und Tod? Dann sollten Sie sich bei der amerikanischen ICE-Behörde bewerben. Dort können Sie Menschen töten, die nicht einmal im Verdacht stehen, etwas Illegales getan zu haben. Und das Beste: Sie haben keinerlei Konsequenzen zu fürchten, zumindest bisher nicht. Donald Trumps ICE-Agenten töten und verletzten immer wieder Menschen – bislang anscheinend ohne Konsequenzen fürchten zu müssen, rügt Kolumnistin Sandra Navidi. © Kelly Imball/ImagoWir erinnern uns an die Erschießungen der beiden AmerikanerNicole Renee Good und Alex Pretti im Januar. Nach immensen öffentlichen Protesten schienen wenigstens die Tötungen nicht weiter zuzunehmen. Allerdings sind dafür die Todesfälle in den ICE-Gefängnissen währendDonald TrumpsAmtszeit in die Höhe geschnellt. Laut Human Rights Watch auf 52 an der Zahl, überwiegend Menschen im besten Alter. Macht die Trump-Regierung aus dem staatlichen Gewaltmonopol ein Willkür-Werkzeug?Nach den Erschießungen der beiden Amerikaner Anfang des Jahres behauptete VizepräsidentJ. D. Vance, dassICE-Agenten absolute Immunität genössen. Das stimmt natürlich nicht. Aber durch die politische Rückendeckung des Trump-Regimes scheinen die Agenten zumindest bisher de facto unangreifbar. Die Todesfälle werden stets zu ihren Gunsten ausgelegt, zur Not mit falschen Tatsachenbehauptungen. Verurteilungen sind bis dato keine bekannt. Generell treten die Agenten vollmaskiert auf, ohne Body-Cams oder irgendwelche Erkennungszeichen. Was bei den dokumentierten Fällen immer wieder auffällt, ist eine enthemmte Brutalität, ja geradezu eine Lust an der Gewalt. Der gerade in Maine erschossene 26-jährige Kolumbianer besaß eine Arbeitsgenehmigung. Als er sich morgens auf dem Weg zur Arbeit befand, schossen die Agenten ihm aus nächster Nähe mehrmals in den Kopf, obwohl er versucht hatte, ihren Anweisungen zu folgen. Seine dreijährige Tochter musste die Tötung ihres Vaters mitansehen. Dann zogen die Officers den möglicherweise bereits Toten wie einen Sack Kartoffeln aus dem Auto und legten dem stark blutenden und regungslos am Boden Liegenden groteskerweise auch noch Handschellen an. Wie auch schon in den anderen Erschießungsfällen machten sie keinerlei Anstalten, Erste Hilfe zu leisten. Und der Krankenwagen soll erst viel später von der Polizei gerufen worden sein. Nachfolgend gab ICE bekannt, dass es sich wie schon bei derErschießung des Einwanderers vor ein paar Tagen in Texasleider, leider um eine Verwechslung gehandelt habe. Am Ende geht es darum, ob die Trump-Administration das staatliche Gewaltmonopol in ein Werkzeug der Willkür umfunktioniert und ob die Vereinigten Staaten ihrem Anspruch auf Rechtsstaatlichkeit überhaupt noch gerecht werden. (Sandra Navidi)

Quelle: kurierverlag.de

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