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Mürztaler Fanklub erlebt historische WM-Momente in den USA

Als Martin Wachter am Dienstag (Mittwochfrüh in Österreich) im Stadion von Santa Clara saß, wurde für ihn und viele österreichische Fußballfans ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Österreich bestritt sein. . .

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Mürztaler Fanklub erlebt historische WM-Momente in den USA

Als Martin Wachter am Dienstag (Mittwochfrüh in Österreich) im Stadion von Santa Clara saß, wurde für ihn und viele österreichische Fußballfans ein lang gehegter Traum Wirklichkeit. Österreich bestritt sein erstes WM-Spiel seit 28 Jahren –und gewann zum Auftakt gegen Jordanien mit 3:1. Für Wachter, Gründer und „Capo“ des österreichischen Fanklubs „Blutgruppe Rot-Weiß-Rot“, war der Tag weit mehr als nur ein Fußballspiel. Bereits vor dem Anpfiff führte er den imposanten Fanmarsch durch die Straßen von Santa Clara an. Hunderte rot-weiß-rote Anhänger zogen singend und feiernd über den Democracy Way Richtung Stadion. Martin Wachter hat den Fanmarsch angeführt© zVg„Manche Momente kann man kaum in Worte fassen“, schrieb Wachter bereits vor dem Spiel auf Facebook. Gemeinsam mit seiner „Blutgruppe“ war er nach Kalifornien gereist. Insgesamt befinden sich aktuell rund 80 Personen mit Bezug zum Mürztaler Fanklub in den USA. „Sehen das, was wir aus dem Fernsehen kennen“Die Anreise verlief problemlos, obwohl im Vorfeld Gerüchte über verschärfte Einreisekontrollen, Social-Media-Überprüfungen oder mögliche Einreiseverbote kursierten. Vor Ort erlebten die Fans jedoch einen reibungslosen Ablauf. „Es ist schon geil, wenn du siehst, dass aus einem kleinen, verrückten Haufen, wir waren zu Beginn drei oder vier Leute, das geworden ist, was wir heute sind“, erzählt Wachter im Telefoninterview. „Wir sind jetzt in Amerika, sehen Straßen, die wir aus dem Fernsehen kennen, haben Alcatraz besucht. Aber das Geilste ist: Wir sind zum ersten Mal seit 28 Jahren bei einer WM. Und heute haben wir zum ersten Mal seit 36 Jahren wieder ein WM-Spiel gewonnen. “Hunderte Fans des ÖFB-Teams haben sich das Spiel gegen Jordanien nicht entgehen lassen© zVgBesonders emotional wurde es nach dem Schlusspfiff. „Da standen gestandene Mannsbilder und haben geweint“, berichtet der Krieglacher. Auch die Begegnung mit den jordanischen Fans bleibt ihm positiv in Erinnerung. Die Stimmung im Stadion sei ausgezeichnet gewesen. „Die Jordanier waren sehr freundlich. Und die Amerikaner ziehen das halt schon sehr geil auf. Da ist jedes Spiel ein Event. Die wissen, wie man aus einem Sportereignis eine Party macht. “Die Sicherheitsvorkehrungen empfanden die österreichischen Fans dabei als vergleichsweise entspannt. Erlaubt waren ausschließlich durchsichtige Taschen und Rucksäcke. „Daran haben sich alle gehalten. Dadurch ist alles friedlich und ruhig abgelaufen. “Bis zum Ausscheiden vor OrtAn das nächste Gruppenspiel gegen Argentinien denkt Wachter noch erstaunlich gelassen. „Ich habe im Laufe meiner Fan-Karriere so viele Weltstars gesehen – Maradona, Beckham und vor allem Herzog“, sagt er lachend. Natürlich sei Lionel Messi noch immer einer der besten Spieler der Welt. „Aber das Wunderbare am Fußball ist, dass immer alles passieren kann. Ein bisserl Glück brauchst halt auch immer. “Martin Wachter ist solange in den USA, bis Österreich ausscheidet© zVgWährend in Österreich am kommenden Montagzahlreiche Public Viewingsgeplant sind, werden Wachter und einige weitere „Hardcore-Fans“ direkt vor Ort sein. Sie besitzen ein sogenanntes „Follow my Team“-Ticket und bleiben so lange in den USA, wie Österreich im Turnier vertreten ist. Und sollte das Abenteuer durch den erhofften Aufstieg der Österreicher länger dauern, ist auch dafür bereits vorgesorgt. „Mein Meister hat mir zugesichert, dass wir urlaubstechnisch eine Lösung finden, wenn unsere Mannschaft weiterkommt“, erzählt Wachter.

Quelle: kleinezeitung.at

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