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Merck stärkt Life-Science-Sparte mit Milliardenzukauf in den USA | cash

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Von Reuters · · 3 min Lesezeit

Merck stärkt Life-Science-Sparte mit Milliardenzukauf in den USA | cash

HomeNewsTop NewsMerck stärkt Life-Science-Sparte mit Milliardenzukauf in den USAPharmaDer Pharma- und Technologiekonzern Merck baut sein Life-Science-Geschäft aus und übernimmt den US-Laborausrüster Bio-Techne für umgerechnet 9,9 Milliarden Euro. 25. 06. 2026 13:52Das Logo von Merck KGaA vor dem Unternehmenssitz in Darmstadt. Quelle: imago/STAR-MEDIA«Merckkauft sich ‌hier Innovationskraft ⁠ein», betonte Life-Science-Chef Jean-Charles Wirth am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Für 73Dollarje Aktie in bar stärktMerckseinen Zugang zu wachstumsstarken Märkten wie der ⁠Zell- und Gentherapie sowie der Präzisionsdiagnostik. Der Kaufpreis, der einem Unternehmenswert von 11,3 MilliardenDollarentspricht, beinhaltet einen Aufschlag von 24 Prozent auf den Schlusskurs vom Mittwoch. Die Übernahme soll Ende 2026 oder ‌Anfang 2027 abgeschlossen werden. Mit dem Zukauf willMercksein Angebot an Forschungsmaterialien und Analysetechnologien erweitern. Bio-Techne bringe mit ‌6000 Proteinen und 425. 000 Antikörpern nicht nur eine enorme Grössenordnung mit, sondern biete neben Verbrauchsmaterialien auch Instrumente und Dienstleistungen an. In Kombination mit dem bestehendenMerck-Portfolio entstehe daraus ein erheblicher Mehrwert für die Kunden, sagte Wirth. Das in Minneapolis ansässige Unternehmen beschäftigt weltweit etwa 3000 Mitarbeiter an 34 Standorten, darunter 15 Produktionsstätten in Nordamerika, Europa und Asien. Zuletzt erzielte Bio-Techne einen Umsatz von mehr als 1,2 Milliarden Dollar. Merck setzte 2025 21,1 Milliarden Euro um - 42 Prozent fielen davon im Life-Science-Geschäft an, das Produkte für die Pharmaforschung und Arzneimittelherstellung anbietet. Bio-Techne-Aktien sprangen im vorbörslichen Handel ‌an der Wall Street um fast 22 Prozent in die Höhe. Die Papiere von Merck stiegen vorübergehend um 1,7 Prozent auf ein Jahreshoch von 142,55 Euro. Beckmann setzt erstes AusrufezeichenDie Übernahme markiert den ersten grossen strategischen Schritt des neuen Merck-Chefs Kai Beckmann. Er hatte die Führung des Darmstädter Konzerns erst im Mai von seiner Vorgängerin Belén Garijo übernommen, die an die Spitze vonSanofigewechselt war. Dass Merck nach der Übernahme des Krebsspezialisten SpringWorks Therapeutics im vergangenen Jahr nun erneut in den USA zukauft, sei keine Abkehr von Europa. «Wann immer es ein attraktives Ziel in einer Region gibt, greifen wir zu», sagte Beckmann auf Nachfrage und verwies auf frühere Zukäufe in Frankreich und Südkorea. Die USA böten jedoch besonders attraktive Möglichkeiten. «Die weitere Stärkung ‌unserer Präsenz in den USA für einen sehr attraktiven Endmarkt ist ein Element unserer strategischen Überlegungen», erklärte der Manager. Auf die Frage nach weiteren Zukäufen gab sich die Konzernführung abwartend, aber prinzipiell offen. «Unser Appetit auf Übernahmen hängt nicht von blosser Kauflust ab, sondern ausschliesslich von strategischen Überlegungen», sagte Beckmann. Wenn es eine überzeugende Idee gebe, sei Merck jederzeit gesprächsbereit. Finanzchefin Helene von Roeder betonte die strikte Linie des Konzerns: «Merck ist ein sehr, sehr disziplinierter ⁠Akteur auf dem M&A-Markt. Dass wir diese Transaktion jetzt ankündigen, ist vielmehr ein Beweis für diese Disziplin als ein opportunistischer Schritt. » ⁠Finanziert wird der Deal durch vorhandene Barmittel und neue Kredite. Merck verspricht sich ab dem dritten Jahr nach Abschluss jährliche Kosteneinsparungen von rund 140 Millionen Euro sowie ‌einen positiven Beitrag zum Gewinn je Aktie. Für Merck ist es die zweite milliardenschwere Übernahme in den USA innerhalb kurzer Zeit. Erst im April 2025 hatte derDax-Konzern SpringWorks für umgerechnet drei Milliarden Euro geschluckt. Während dieser Erwerb jedoch auf die Stärkung der Pharma-Sparte abzielte - die nach ‌herben Rückschlägen in der Medikamentenentwicklung wieder auf Trab gebracht werden soll –, löst Merck mit der Bio-Techne-Übernahme nun ein Versprechen für sein Laborgeschäft ein. Der aktuelle Schritt reiht sich in eine Serie von Grossübernahmen ein, mit denen Merck in den vergangenen Jahren in den USA gewachsen ist: Dazu zählen der Kauf des Laborausrüsters Millipore im Jahr 2010 für rund 5,2 Milliarden Euro, die Rekordübernahme von Sigma-Aldrich für 13 Milliarden Euro 2015 sowie der Erwerb des Elektronikmaterialien-Spezialisten Versum für 5,8 ‌Milliarden Euro im Jahr 2019. (Reuters)

Quelle: cash.ch

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