„Migrationsdruck auf Europa ist weiterhin hoch“: Ceuta-Chaos bewegt Dobrindt zu Verlängerung der Grenzkontrollen
StartseitePolitik„Massiver Ansturm“: Ceuta-Krise treibt Dobrindt zu neuer Verlängerung der GrenzkontrollenStand:31. 07. 2026, 16:57 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Lage in Ceuta droht zu eskalieren – und. . .

StartseitePolitik„Massiver Ansturm“: Ceuta-Krise treibt Dobrindt zu neuer Verlängerung der GrenzkontrollenStand:31. 07. 2026, 16:57 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Lage in Ceuta droht zu eskalieren – und hat jetzt Folgen für deutsche Grenzen. Innenminister Dobrindt nimmt Spanien zudem in die Pflicht. Berlin – Diedramatischen Szenen an der spanischen Nordafrika-Exklave Ceutahaben Bundesinnenminister Alexander Dobrindt veranlasst, die deutschen Binnengrenzkontrollen erneut zu verlängern. „Wir werden die Möglichkeit der Binnengrenzkontrollen über den September hinaus verlängern“, kündigte derCSU-Politiker am Freitag an. Einen konkreten Endzeitpunkt nannte er dabei nicht. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) verlängert die deutschen Grenzkontrollen. © Sebastian Gollnow/dpaIn den vergangenen Tagen haben nach Schätzungen der regionalen Behörden rund 60. 000 Menschen Ceuta von Marokko aus irregulär erreicht. Die spanische Exklave, die geografisch auf afrikanischem Boden liegt, aber zur Europäischen Union gehört, steht damit vor einer humanitären und logistischen Ausnahmesituation. Dobrindt nimmt Spanien in die Pflicht: Ceuta-Migranten „umgehend nach Marokko“ zurückbringenDobrindt machte die Entwicklungen in Ceuta ausdrücklich zum Anlass seiner Entscheidung. „Der Migrationsdruck auf Europa ist weiterhin hoch, das zeigt aktuell dermassive Ansturm von Migranten auf Spanien“, erklärte er. Die Situation in Ceuta verdeutliche „die volatile Lage bei der illegalen Migration“. Gleichzeitig forderte Dobrindt Madrid zum Handeln auf: Spanien müsse umgehend dafür sorgen, „dass der europäische Außengrenzschutz gewährleistet ist und die illegalen Migranten umgehend nach Marokko zurückgebracht werden“. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums kehrten etwa 25. 000 der Angekommenen bereits wieder nach Marokko zurück. Um die bisherigen Erfolge beim Zurückdrängen der illegalen Migration zu erhalten, müssten „flexible und angepasste Binnengrenzkontrollen“ weiterhin aufrechterhalten werden, so Dobrindt weiter. Wie lange die Verlängerung gelten soll, ließ er offen. Grenzkontrollen in Deutschland laufen bereits seit September 2024Die aktuellen Grenzkontrollen an allen deutschen Außengrenzen gehen auf eine Anordnung der damaligen BundesinnenministerinNancy Faeser(SPD) vom 16. September 2024 zurück. Faeser hatte die Maßnahme eingeführt, um die Zahl der unerlaubten Einreisen einzudämmen. Seitdem wurde die Regelung dreimal verlängert – zuletzt bis zum 15. September 2026. Grundsätzlich sieht das Schengen-Abkommen offene Binnengrenzen innerhalb der EU vor; Kontrollen sind nur unter bestimmten Voraussetzungen und mit Genehmigung der EU-Kommission zulässig. Bereits seit 2015 hatte Deutschland an mehreren Landesgrenzen mit wechselnder Intensität praktisch durchgehend Kontrollen vorgenommen. Aus Brüssel kommt unterdessen Gegenwind: EU-Innenkommissar Magnus Brunner hatte Mitte Juli ein Ende der Grenzkontrollen im Schengenraum gefordert. Dobrindt hatte jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt ein Festhalten an den Kontrollen angekündigt und seine Position nun angesichts der Lage in Ceuta bekräftigt. (Quellen: dpa, AFP)(nak)