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Nach fünfjähriger Haft in Kuba: Dissident Luis Manuel Otero Alcántara in die USA ausgereist

Der kritische Künstler war einer von hunderten politischen Gefangenen in dem kommunistisch Kuba. Von Miami aus will er weiter Kunst machen. Mit Jubel empfangen: Der kritische Künstler Otero Alcántara kommt am. . .

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Nach fünfjähriger Haft in Kuba: Dissident Luis Manuel Otero Alcántara in die USA ausgereist

Der kritische Künstler war einer von hunderten politischen Gefangenen in dem kommunistisch Kuba. Von Miami aus will er weiter Kunst machen. Mit Jubel empfangen: Der kritische Künstler Otero Alcántara kommt am Samstag in Miami anFoto: David Santiago/apafp| Nach Verbüßen einer mehrjährigen Haftstrafe ist der regierungskritische kubanische Künstler Luis Manuel Otero Alcántara in die Vereinigten Staaten ausgereist. US-Außenminister Marco Rubio bestätigte am Samstag (Ortszeit) seine Ankunft im Land. Gleichzeitig forderte er die „sofortige Freilassung der mehr als 700 zu Unrecht inhaftierten politischen Gefangenen“ in dem kommunistisch geführten Karibikstaat. Otero Alcántara will laut seiner Facebook-Seite in den USA „weiterhin Visionen für die Freiheit Kubas entwickeln“. Otero Alcántara traf in Miami im US-Bundesstaat Florida ein, wie ein am Flughafen aufgenommenes Video zeigt, das die Aktivistin Anamely Ramos der Nachrichtenagentur AFP übermittelte. Der 38-Jährige sei nach„fünf Jahren ungerechtfertigter Haft(…) endlich freigelassen worden“, hatte es zuvor auf der von Freunden betriebenen Facebook-Seite des Künstlers geheißen. Er habe ein Visum für die Einreise in die Vereinigten Staaten erhalten. US-Außenminister Rubio erklärte, die internationale Gemeinschaft musse aufhören, „die Menschenrechtsverletzungen des kubanischen Regimes zu ignorieren“. „Otero Alcántaras einziges ‚Verbrechen‘ bestand darin, sich zu weigern zu schweigen, und seine Kunst zu nutzen, um die grundlegenden Freiheiten einzufordern, die den Kubanern seit fast sieben Jahrzehnten verwehrt werden“, erklärte er. Die Protestbewegung des Künstlers bezeichnete er als „Leuchtfeuer der Hoffnung“. „Weiterhin Visionen für die Freiheit Kubas entwickeln“Otero Alcántara hatte 2020 Demonstrationen des Künstlerkollektivs San Isidro (MSI) angeführt, das sich für freie Meinungsäußerung und andere Rechte in Kuba einsetzte. Der Dissident wurde am 11. Juli 2021 festgenommen, als er versuchte, sichregierungskritischen Massenprotestenanzuschließen. Er wurde später wegen Beleidigung der Symbole des Vaterlandes und Störung der öffentlichen Ordnung im Zusammenhang mit einer früheren Performance zu fünf Jahren Haft verurteilt. Laut seiner Facebook-Seite war er in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert. Eine Bedingung für seine Freilassung war demnach, dass er Kuba für immer verlasse. Die kubanische Regierung wirft dem Künstler vor, im Auftrag der USA versucht zu haben, den kommunistisch regierten Inselstaat zu destabilisieren. Otero Alcántara wolle nun seiner Arbeit als Künstler fortsetzen und „die Zeit zurückgewinnen, die ihm geraubt wurde“, hieß es auf seiner Facebook-Seite. Zudem wolle er „weiterhin Visionen für die Freiheit Kubas entwickeln“. Er habe nicht vergessen, dass in seiner Heimat„hunderte politische Gefangene“zurückgeblieben seien. Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50. 000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community!Jetzt unterstützenMehr zum ThemaKaribikinsel in der KriseUSA verhängen neue Sanktionen gegen KubaDie Trump-Regierung will der kommunistischen Führung in Kuba noch mehr Druck machen. Das Land ächzt unter Stromausfällen und Wirtschaftseinbußen. Blackout in KubaDer dritte in diesem JahrIn Kuba werden inselweite Stromausfälle immer häufiger. Grund ist nicht nur der Mangel an Öl, sondern ein marodes System der Energieversorgung. VonKnut HenkelSozialarbeiterin über Lage in Kuba„Der Staat wird immer weniger sichtbar“Rita María García vom Christlichen Zentrum für Reflexion und Dialog schildert, wie Kubas Versorgung zusammenbricht – und wie die Menschen auf Wandel hoffen. Interview vonKnut Henkel10 Ausgaben für 10 EuroDie Wochenzeitung mit taz-BlickWir schauen den Superreichen auf die Finger. Unsere wochentaz bietet jeden Samstag Journalismus, der es nicht allen recht macht und Stimmen, die woanders nicht gehört werden. Jeden Samstag als gedruckte Zeitung frei HausZusätzlich digitale Ausgabe inkl. VorlesefunktionJetzt kennenlernen0 Kommentare

Quelle: taz.de

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