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NATO-Gipfel in Ankara: Hanwha Aerospace will in Europa wachsen

Hanwha Aerospace will seine Rolle in Europas Verteidigungsindustrie ausbauen. Beim NATO Defence Industry Forum in Ankara warb der südkoreanische Konzern für lokale Fertigung, Technologietransfer und belastbare Lieferketten – und positionierte sich damit als langfristiger Industriepartner der NATO-Staaten.

Von @esutde · · 3 min Lesezeit

NATO-Gipfel in Ankara: Hanwha Aerospace will in Europa wachsen

Hanwha Aerospace will seine Rolle in der europäischen Verteidigungsindustrie weiter ausbauen. Beim NATO Defence Industry Forum in Ankara stellte das südkoreanische Unternehmen seine Strategie unter das Leitmotiv „Built with Europe, for Europe“ und warb für mehr Lokalisierung, industrielle Kooperation und belastbare Lieferketten in Europa. Das Forum fand am Rande des NATO-Gipfels statt. Im Mittelpunkt standen die Transformation der europäischen Verteidigungsindustrie, der Ausbau industrieller Kapazitäten und die langfristige Resilienz der Bündnisstaaten. Vor dem Hintergrund gestiegener Fähigkeitsbedarfe und anhaltender sicherheitspolitischer Spannungen gewinnt die Frage an Bedeutung, wie schnell und nachhaltig europäische Streitkräfte mit Material, Munition und modernen Systemen versorgt werden können. Jacek Cyrek, President und CEO von Hanwha Aerospace Europe, betonte in Ankara, dass Verteidigungsfähigkeit nicht allein über Plattformen und Systeme definiert werde. Entscheidend seien Vertrauen, langfristige Partnerschaften und industrielle Verankerung in den jeweiligen Partnerländern. Hanwha wolle deshalb nicht nur liefern, sondern europäische Fähigkeiten durch lokale Fertigung, Technologietransfer und gemeinsame Wertschöpfung stärken. Jacek Cyrek, President and CEO of Hanwha Aerospace Europe at NATO Defence Industry Forum in Ankara (Foto: Hanwha Aerospace)Das Unternehmen verweist dabei auf bestehende Aktivitäten in Polen und Rumänien, wo lokalisierte Fertigung und Technologietransfer bereits Teil der Zusammenarbeit sind. Darüber hinaus will Hanwha seine industriellen Partnerschaften in Nordeuropa und Westeuropa ausbauen. Ziel ist es, nationale Souveränität bei Schlüsselkapazitäten zu unterstützen und zugleich zur Widerstandsfähigkeit der europäischen Verteidigungsindustrie beizutragen. Auf dem Forum wurde zudem die wachsende Bedeutung der Kooperation zwischen NATO-Staaten und den indopazifischen Partnern hervorgehoben. Die Sicherheitslagen in Europa und im Indo-Pazifik werden zunehmend als miteinander verbunden verstanden. Südkorea positioniert sich in diesem Zusammenhang als Partner, der kurzfristige Fähigkeitsbedarfe bedienen und zugleich langfristige industrielle Zusammenarbeit anbieten kann. Auch die südkoreanische Regierung warb für eine vertiefte Zusammenarbeit mit der NATO. Präsident Lee Jae Myung schlug eine „Korea–NATO Defence Industry Partnership 2. 0“ vor. Diese soll gemeinsame Forschung, Entwicklung, Koproduktion und langfristige industrielle Kooperation umfassen. Nach südkoreanischer Darstellung könnten die operative Erfahrung der NATO und die Produktions- sowie Technologiekompetenz Südkoreas stärker miteinander verzahnt werden. Am Rande des NATO-Gipfels richtete Hanwha Aerospace gemeinsam mit der Münchner Sicherheitskonferenz und dem Atlantic Council zudem einen Empfang aus. Daran nahmen Vertreter von NATO-Institutionen, Regierungen, Verteidigungsunternehmen, Denkfabriken und internationalen Medien teil. Die Veranstaltung diente dem Austausch über Europas verteidigungsindustrielle Transformation und die künftige Rolle nicht-europäischer Industriepartner im NATO-Umfeld. Hanwha Aerospace gehört zur Hanwha Group und bietet ein breites Portfolio im Verteidigungs- und Luftfahrtbereich an. Dazu zählen unter anderem Panzerhaubitzen, Mehrfachraketenwerfer, gepanzerte Fahrzeuge, Luftverteidigungssysteme, Präzisionsmunition, Flugzeugtriebwerke, Trägersysteme und Raumfahrttechnologien. ck

Quelle: esut.de

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