Nato: Hegseth drängt Europa zu mehr Verteidigung
Die USA ziehen einen Teil ihrer Nato-Streitkräfte ab. Die Nato-Verteidigungsminister diskutieren in Brüssel, wie sie die Lücken schließen können. 18. 06. 2026 | 0:23 minUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat. . .
Die USA ziehen einen Teil ihrer Nato-Streitkräfte ab. Die Nato-Verteidigungsminister diskutieren in Brüssel, wie sie die Lücken schließen können. 18. 06. 2026 | 0:23 minUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat das Ungleichgewicht bei Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Verbündeten kritisiert. Nötig sei ein Militärbündnis, das über tatsächliche militärische Fähigkeiten verfüge, um abzuschrecken und die Führung bei der konventionellen Verteidigung Europas zu übernehmen, forderte Hegseth vor dem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Die Alliierten hatten US-PräsidentDonald Trumpbeim Gipfel im vergangenen Jahr zugesagt, spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung und Sicherheit zu investieren. Bisher lag das Ziel bei zwei Prozent. Viele Länder setzen dies um, einige müssen noch mehr tun, und wir werden darüber sowohl privat als auch öffentlich offen sprechen. Pete Hegseth, US-VerteidigungsministerWeniger US-Schutz, mehr Verantwortung für Europa: Trump will die Mittel der Nato kürzen. Ex-General Egon Ramms erklärt Europas Defizite und warnt vor Risiken für die Ukraine. 28. 05. 2026 | 23:02 minHegseth drängt Nato-Partner zu mehr VerteidigungZudem hat Hegseth eine neue Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa angekündigt. Dabei werde in einem Zeitraum von bis zu sechs Monaten die "Streitkräftepräsenz und Stationierung der USA in Europa" begutachtet. Die Überprüfung solle sicherstellen, "dass dieNatosich schnell und unwiderruflich in Richtung eines von Europa geführten Bündnisses bewegt, in dem Europa die Hauptverantwortung für die Verteidigung Europas übernimmt", fügte er hinzu. Militärexperte: Trump kann nicht ohne die NatoWie blickt die deutsche Politik auf die Nato-Pläne der USA? BundesverteidigungsministerBoris Pistorius(SPD) hat vor dem Treffen in Brüssel einen geordneten Übergang angemahnt. Im Großen und Ganzen werden wir vieles kompensieren können, aber wir brauchen etwas mehr Zeit. Boris Pistorius (SPD), BundesverteidigungsministerEs sei "schwierig und gefährlich für die Sicherheit des Nato-Gebiets in Europa, wenn Fähigkeiten abgezogen werden, sehr schnell, ohne dass klar ist, wann sie kompensiert werden können", verdeutlichte er. Trump wolle, dass Europäer ihre Verteidigung ernst nehmen, sagt Finnlands Außenministerin, und spricht auch darüber, was Deutschland von Finnlands Sicherheitspolitik lernen kann. 07. 05. 2026 | 7:15 minPistorius: Mehr Zeit notwendigEntscheidend sei nun die "Synchronisierung der einzelnen Schritte", sagte Pistorius. Noch sei keine Entscheidung gefallen, welche Aufgaben der USA Deutschland übernehmen werde. Es müsse aber verhindert werden, "dass gefährliche Fähigkeitslücken in Europa im konventionellen Bereich entstehen". Viele Fähigkeiten könnten "sehr schnell" kompensiert oder ihr Fehlen abgefedert werden, bei anderen gehe dies nicht, argumentierte der Minister. Für präzise Langstreckenwaffen sei entweder eine "Überbrückung oder eben Zeit" notwendig, bis sie abgezogen würden. Darüber wird zu verhandeln sein mit unseren amerikanischen Partnern. Boris Pistorius (SPD), BundesverteidigungsministerKnapp drei Wochen vor dem Nato-Gipfel in derTürkeitreffen sich an diesem Donnerstag die Verteidigungsminister in Brüssel. Thema bei den Beratungen soll unter anderem die Frage sein, wie die Europäer und Kanadier mit ihren Aufrüstungsbemühungen vorankommen. Wichtiger Hinweis in eigener SacheWer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → HierZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Quelle: dpa, AFPÜber das Thema berichtete die heute Xpress am 18. 06. 2026 ab 09:00 Uhr.