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Nato: USA wollen Truppenpräsenz in Europa überprüfen

„Einige Länder werden durchfallen“, sagt US-Verteidigungsminister Hegseth. Die Kürzung der US-Militärkontingente ist bereits wirksam. Nato-Chef Rutte mit US-Verteidigungsminister Hegseth. APA / AFP / John. . .

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Nato: USA wollen Truppenpräsenz in Europa überprüfen

„Einige Länder werden durchfallen“, sagt US-Verteidigungsminister Hegseth. Die Kürzung der US-Militärkontingente ist bereits wirksam. Nato-Chef Rutte mit US-Verteidigungsminister Hegseth. APA / AFP / John Thys18. 06. 2026 um 11:19Die Kürzung der US-Militärkontingente für die Krisenreaktionskräfte der Nato ist nach Angaben von Nato-Generalsekretär Mark Rutte sofort wirksam. Andere Verbündete sprängen ein, um die durch die US-Entscheidung entstandenen Lücken zu schließen, sagte Rutte am Donnerstag vor einem Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte hingegen, dass man „etwas mehr Zeit“ für den Ersatz von US-Fähigkeiten brauche. Es sei „schwierig und gefährlich für die Sicherheit des Nato-Gebiets in Europa, wenn Fähigkeiten abgezogen werden, sehr schnell, ohne dass klar ist, wann sie kompensiert werden können“, verdeutlichte er. Mehr dazuHegseth kritisiert Nato-Staaten wegen Iran-KriegGleichzeitig kritisierte der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth einige Nato-Mitglieder wegen ihrer Militärausgaben und ihrer Haltung zum Iran-Krieg scharf. Außerdem kündigte er eine Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa an. „Es ist eine Überprüfung, bei der einige Länder durchfallen und andere mit Bravour bestehen werden“, sagte Hegseth in Brüssel. Viele Länder setzten die beim vergangenen Nato-Gipfel in Den Haag beschlossenen Verpflichtungen zwar um, sagte Hegseth, aber „einige müssen noch mehr tun und wir werden darüber offen sprechen“. Er halte es für „wichtig, dass Freunde ehrlich miteinander sind“, sagte er im Beisein von Rutte. Der US-Verteidigungsminister hob die Bedeutung weiterer Investitionen in die „verteidigungsindustrielle Basis“ hervor, um „amerikanische Interessen“ zu schützen, „aber zugleich auch die Stärke der Nato und unserer Verbündeten“. Hegseth nennt Nato „Papiertiger“ und „Einbahnstraße“Viel zu lange sei die Nato „ein Papiertiger und eine Einbahnstraße“ gewesen. „Damit ist jetzt Schluss“, sagte Hegseth. Nötig sei es, die Nato wieder in ein echtes Militärbündnis zu verwandeln, das sich auf militärische Stärke und glaubwürdige Abschreckung konzentriere. Es gebe Schritte in die richtige Richtung, aber auch echte Rückschläge, „die wir nicht ignorieren können“, sagte der US-Minister. Er kritisierte: „Einige der größten Volkswirtschaften der Nato, einige unserer reichsten Länder, Verbündete, die am liebsten über die regelbasierte internationale Ordnung und das Zusammenstehen von Mittelmächten sprechen, scheinen immer noch zu glauben, dass die Ära des Trittbrettfahrens weitergeht. “Nato-Staaten streben 5-Prozent-Ziel anDie Alliierten hatten US-Präsident Donald Trump beim Gipfel im vergangenen Jahr zugesagt, spätestens ab 2035 jährlich fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung und Sicherheit zu investieren. 3,5 Prozent des BIP sollen in klassische Verteidigungsausgaben fließen und weitere 1,5 Prozent in anderweitige verteidigungsrelevante Ausgaben. Bisher lag das Ziel bei zwei Prozent. USA wollen sich stärker im Indopazifik engagierenDie USA planen seit Jahren eine Verringerung ihrer Präsenz in Europa, um sich stärker im Indopazifik engagieren zu können. Ende Mai informierte das US-Verteidigungsministerium die Alliierten, in welchem Umfang Washington seinen Beitrag zum sogenannten Nato Force Model zurückfahren wird. Zudem stoppte Washington die geplante Stationierung von Langstrecken-Marschflugkörpern in Deutschland. Das Streitkräftemodell bildet den übergeordneten Rahmen dafür, wie nationale Streitkräfte dem Bündnis zur Verfügung gestellt werden. Informationen über die einzelnen Beiträge sind streng geheim. Medienberichten zufolge wollen die USA aber künftig unter anderem deutlich weniger strategische Bomber und Kampfjets bereitstellen, auch ein US-Flugzeugträger soll dem System entzogen werden. Koordination weiterer Militärhilfen für UkraineDas Treffen der Verteidigungsminister findet drei Wochen vor dem Nato-Gipfel in der Türkei statt und soll den Vorbereitungen dienen. Deutschland und Großbritannien werden am Donnerstagnachmittag in Brüssel die sogenannte Ukraine-Kontaktgruppe leiten. Es sollen weitere Militärhilfen für die von Russland angegriffene Ukraine koordiniert werden. (APA/dpa)Mehr dazu

Quelle: rootsanalysis.com

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