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„Nicht tragfähiger Kurs“: USA zahlen täglich drei Milliarden Dollar Zinsen – Prüfbehörde schlägt Alarm

StartseiteWirtschaftUSA zahlen täglich drei Milliarden Dollar Zinsen – Behörde warnt vor fiskalischem KollapsStand:13. 08. 2026, 07:14 UhrKommentareUns auf Google folgenStaatsschulden können eine Chance für die. . .

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„Nicht tragfähiger Kurs“: USA zahlen täglich drei Milliarden Dollar Zinsen – Prüfbehörde schlägt Alarm

StartseiteWirtschaftUSA zahlen täglich drei Milliarden Dollar Zinsen – Behörde warnt vor fiskalischem KollapsStand:13. 08. 2026, 07:14 UhrKommentareUns auf Google folgenStaatsschulden können eine Chance für die Wirtschaft sein, oder zum Problem für ein Land werden. In den USA warnen sogar eigene Behörden vor einem gefährlichen Kipppunkt. Washington, DC – Die USA zahlen inzwischen täglich rund drei Milliarden Dollar an Zinsen zurück. Das berichtete das US-MagazinFortuneunter Berufung auf Zahlen des Congressional Budget Office (CBO). Zurückzuführen ist das auf denenormen Schuldenberg des Landes. LautFortunehat der mittlerweile den Wert von fast 40 Billionen US-Dollar erreicht. Die USA zahlen täglich rund drei Milliarden Dollar Zinsen zurück. © Jacquelyn Martin/dpaInsgesamt hätten die Nettozinsen in den ersten zehn Monaten des laufenden Fiskaljahres den Wert von 963 Milliarden Dollar erreicht. Das seien 117 Milliarden mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Das liege an einer deutlich höheren Staatsverschuldung im Vergleich zu den ersten zehn Monaten des betroffenen Haushaltsjahres. Auch gestiegene Zinssätze hätten die Zahlungen in die Höhe getrieben. Der riesige Schuldenberg der USA – die Trump-Regierung gerät zunehmend unter DruckWährend Staatsschulden per se kein Problem darstellen müssen, gerät die Finanzpolitik von US-PräsidentDonald Trumpwegen der hohen Zinslastzunehmend unter Druck. Wie die Peter G. Peterson Foundation bereits für das Jahr 2025 angemerkt hatte, überschritten die angefallenen Zinsen von rund 970 Milliarden US-Dollar die meisten Einzelposten im Bundeshaushalt der USA. Darunter die für Verteidigung oder das Krankenfürsorgeprogramm Medicaid. Nur die Ausgaben für die staatliche Krankenversicherung Medicare (1180 Milliarden) und Social Security/Rentenversicherung (1575 Milliarden) lagen demnach darüber. Für das laufende Haushaltsjahr sollen die Zinskosten noch einmal höher ausfallen und die Billionen-Dollar-Marke reißen. Laut CBO selbst könnten die zu leistenden Zinsen bis 2047 sogar zum größten Einzelposten für den US-Haushalt werden. Das Government Accountability Office (GAO), eine unabhängige Prüfbehörde des US-Kongresses, warnte im April: „Erhöhte Zinssätze in Kombination mit hohen Defiziten würden die Zinskosten der Regierung weiter erhöhen, die im Fiskaljahr 2025 bereits über 970 Milliarden US-Dollar lagen. Diese jährlichen Zinskosten überstiegen bereits die Ausgaben für einige der größten Bundesprogramme, darunter die nationale Verteidigung. “Das Geld fehlt für Investitionen – Kritik an US-Regierung wegen Milliarden-Zinsen wird lautFür die US-Regierung bedeutet das, dass sich die zu zahlenden Zinsen in Zukunft wohl noch erhöhen, sollte nicht gegengelenkt werden. Das könnte wichtige Investitionen etwa in Infrastrukturprojekte verhindern. Das wiederum könnte zum Standortnachteil für die US-Wirtschaft werden. Wie dieTagesschauberichtete, stufte die europäische Ratingagentur Scope die Kreditwürdigkeit der USA von ‚AA‘ auf ‚AA–‚ herab. Als Gründe nannte die Agentur neben der hohen Schuldenlast auch eine Schwächung der demokratischen Kontrollmechanismen unter der Trump-Regierung, etwa die Missachtung von Gerichtsurteilen und die Umgehung des Kongresses. Die GAO wandte sich bereits mit einer eindringlichen Forderung an denUS-Kongress: „Wir empfehlen dem Kongress weiterhin, eine Strategie zur Bekämpfung desnicht tragfähigen fiskalischen Kurseszu entwickeln“, heißt es in einem separaten Bericht vom 11. Juni dieses Jahres. Die unabhängige Prüfbehörde warnt dabei, dass die öffentlichen Schulden schneller wachsen könnten als die Wirtschaft der Vereinigten Staaten. „Die Bundesregierung befindet sich auf einem nicht tragfähigen fiskalischen Kurs, der, falls nicht gegengesteuert wird, gravierende wirtschaftliche, nationale Sicherheits- und gesellschaftliche Herausforderungen mit sich bringt. “Staatsschulden nicht immer ein Problem – wann sie sogar helfen könnenDie Probleme der USA ergeben sich nicht aus der Tatsache, dass das Land an sich Schulden aufnimmt. Das tun so quasi alle Länder. Problematisch ist jedoch, dass in den Vereinigten Staaten das Verhältnis zwischen Schulden und Wirtschaftsleistung zu kippen droht. Nimmt ein Land dagegen Schulden für öffentliche Investitionen auf, kann das auch die Wirtschaftsleistung ankurbeln. Zu beobachten ist das aktuell in Deutschland. Das 500-Milliarden-Sondervermögen der Bundesregierung hatte laut der Bundesbank dazu beigetragen, das BIP zumindest leicht ansteigen zu lassen. „Trotz des Gegenwinds durch den Krieg im Nahen Osten dürfte das reale BIP im zweiten Quartal 2026 saisonbereinigt etwas zugelegt haben“, heißt es im Monatsbericht vom Juli 2026. Dazu geführt hätten eine steigende Industrienachfrage im Ausland, eine „mindestens“ stabile Konsumlage im Land und „die expansive Fiskalpolitik“ der Bundesregierung. (Quellen: Fortune, Peter G. Peterson Foundation, GAO, Tagesschau, Bundesbank)(nhi)

Quelle: op-online.de

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