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Parasit in den USA: Der Durchfall kommt „explosionsartig“

Parasit in den USA:Der Durchfall kommt „explosionsartig“Ein Parasit namens Cyclospora cayetanensis befällt immer mehr Menschen in den USA. Eine Infektion kann explosive Symptome haben, verläuft in der Regel. . .

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Parasit in den USA: Der Durchfall kommt „explosionsartig“

Parasit in den USA:Der Durchfall kommt „explosionsartig“Ein Parasit namens Cyclospora cayetanensis befällt immer mehr Menschen in den USA. Eine Infektion kann explosive Symptome haben, verläuft in der Regel aber nicht tödlich. Ist nicht an Parasiten erkrankt, bei seinen Reden sind aber ähnliche Symptome bemerkbar: US-Präsident Donald TrumpFoto:Alex Brandon/ap/dpadpa| Er ist mikroskopisch klein, seine Folgen aber können erheblich sein: In den USA ist derzeit ein Parasit im Umlauf, der bereits Hunderte Menschen befallen hat und unter anderem explosionsartigen Durchfall verursacht. Der Parasit namens Cyclospora cayetanensis wird dabei normalerweise nicht direkt von Mensch zu Mensch, sondern über mit Fäkalien kontaminierte Lebensmittel oder Wasser übertragen, heißt es von der zentralen Gesundheitsbehörde der Vereinigten Staaten CDC. „Cyclospora befällt den Dünndarm und verursacht in der Regel wässrigen Durchfall mit häufigem und manchmal explosionsartigem Stuhlgang“, schreibt die CDC. Was die Quelle für den aktuellen Ausbruch ist und ob die Fälle zusammenhängen, ist noch ungeklärt. Unbehandelt kann die Erkrankung der Behörde zufolge von wenigen Tagen bis zu mehr als einem Monat andauern. Caitlin Rivers, Epidemiologin und Wissenschaftlerin am Johns Hopkins Center for Health Security, hatte kürzlich in einem Newsletter vor dem Parasiten gewarnt. Darin schreibt sie, dass das Zentrum des Ausbruchs der US-Bundesstaat Michigan sei; der Parasit habe sich aber bereits über viele weitere Staaten ausgebreitet. Die Gesundheitsbehörde in Michigan teilte am Freitag mit, es seien bereits mehr als 1. 500 Fälle registriert worden. In der Regel gibt es laut der Behörde dort etwa nur 50 Fälle pro Jahr. Frische Gemüse und Kräuter im VerdachtDie CDC schrieb von Meldungen aus 31 der 50 US-Bundesstaaten. Das allein ist aber kein Beleg für jeweils einen richtigen Ausbruch. Im Bundesstaat New York etwa wurden laut der dortigen Gesundheitsbehörde seit dem 1. Mai 470 Fälle festgestellt. Das sei keine deutliche Abweichung von für die Jahreszeit typischen Fallzahlen, hieß es. Cyclospora-Ausbrüche treten in der Regel im Sommer auf und werden mit dem Verzehr von frischem Obst und Gemüse in Verbindung gebracht. Dazu gehören Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren, Basilikum, Koriander, Zuckererbsen, Zuckerschoten, zubereitetes Gemüse und verschiedene Salate. Die Parasiten werden im Stuhl als Oozysten ausgeschieden, also als dickwandige Sporen, die für längere Zeit außerhalb ihres Wirts überleben können. Deswegen sind sie frisch im Stuhl nicht infektiös und eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch passiert eher nicht. Sind Nahrungsmittel damit kontaminiert, können die Parasiten aber in den Dünndarm eindringen. Eine Infektion mit Cyclosporiasis verläuft in der Regel nicht tödlich, kann aber schnell zu Dehydrierung führen, warnen US-Behörden. Zum Nachweis des Parasiten müssen Patienten mehrere Stuhlproben abgeben. Zwar steigen die Fallzahlen generell in den Frühlings- und Sommermonaten an, die Zahlen in diesem Jahr liegen laut der CDC aber über den üblichen. 50. 000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz. de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützenMehr zum ThemaNahrungsergänzungsmittelAshwagandha: beliebt, unkontrolliert, gefährlichIn­flu­en­ce­r:in­nen loben die Schlafbeere als Wundermittel. Doch Leberschäden, dünne Studienlage und fehlende Regulierung erzählen eine andere Geschichte. VonSofia ZharinovaVon Bläh- und BäbäuchenDrillinge und DurchfallKolumnePMS-UltrasvonSarah LorenzBauch dick, Bauch dünn, Bauch mittel, mit Streifen, ohne Streifen ist eigentlich total egal. Aber das Blähen kostet Zeit, Nerven und Geld. Alpha-Gal-SyndromFleischallergie nach ZeckenstichIn den USA wurde seit 2010 bei mehr als 100. 000 Menschen eine Fleischallergie festgestellt. Auslöser soll der Stich der Lone-Star-Zecke sein. taz FUTURZWEI im Abo entdeckenEndlich mal ein Magazin für Zukunfttaz FUTURZWEI ist unser Magazin für eine bessere Zukunft. Das Abo bietet jährlich vier Ausgaben für nur 38 Euro. Zudem erhalten Sie eine Ausgabe von Luisa Neubauers neuestem Buch „Was wäre, wenn wir mutig sind?“ (solange Vorrat reicht). Jedes Quartal neu in Ihrem BriefkastenNur 38 Euro im JahrAls Prämie Luisa Neubauers „Was wäre, wenn wir mutig sind?“Herausgegeben von Harald WelzerJetzt abonnieren0 Kommentare

Quelle: taz.de

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