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Pleiten, Pech und Pannen statt WM-Party - USA scheitern an sich selbst

"Brauchen keine Ausreden suchen"Pleiten, Pech und Pannen statt Party - USA scheitern an sich selbstStand: 07. 07. 2026 • 06:45 UhrDie USA sind im Achtelfinale der WM 2026 gegen Belgien nicht wiederzuerkennen. . .

Von Johann Schicklinski · · 4 min Lesezeit

Pleiten, Pech und Pannen statt WM-Party - USA scheitern an sich selbst

"Brauchen keine Ausreden suchen"Pleiten, Pech und Pannen statt Party - USA scheitern an sich selbstStand: 07. 07. 2026 • 06:45 UhrDie USA sind im Achtelfinale der WM 2026 gegen Belgien nicht wiederzuerkennen und leisten sich krasse Aussetzer. War der Druck zu groß?Es lief die 57. Minute imWM-Achtelfinale zwischen den USA und Belgien (1:4). Ein langer Ball des belgischen Abwehrspielers Brandon Mechele flog bis tief in die Hälfte des US-Teams. Keeper Matt Freesekam aus dem Kasten, nahm die Kugel mit der Brust an, zögerte dann aber einen Moment zu lange, so dass Charles de Ketelaere den Pass des 27-Jährigen blocken konnte. Die Ball landete vor den Füßen von Hans Vanaken, der aus 30 Metern aufs leere Tor schoss. Der Versuch des 33-Jährigen geriet weder besonders platziert noch besonders hart, dochTim Reamals letztem Mann rutschte die Kugel bei seinem slapstickartigen Rettungsversuch durch die Beine. Ein bisschen Pech, vor allem aber sehr viel Pleiten und Pannen. Fehlerfestival der USADenn die Szene stand symptomatisch für den Auftritt der US-Boys gegen Belgien. Die Partie war ein Fehlerfestival des WM-Co-Gastgebers. Von Beginn an schwamm das Team von Trainer Mauricio Pochettino in der Defensive. Beim frühen 0:1 durch de Ketelaere (7. ). ließ die amerikanische Abwehr gleich mehrfach die Chance liegen, die Situation zu klären. Beim 1:2 durch de Ketelaere (33. ) pennten Ream und Chris Richards und verloren das Kopfballduell gegen den Doppelpacker. Und beim 1:4-Endstand durch Romelu Lukaku (90. +3) vertändelte Richards den Ball am eigenen Strafraum gegen Vanaken. "Big Rom" nahm dankend an. Bei dem Match in Seattle schien es so, als seien die Diskussionen um AngreiferFolarin Balogunim Vorfeld des Spiels nicht spurlos am Team der USA vorbeigegangen. Der Stürmer hatte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) die Rote Karte gesehen. Die obligatorische Sperre von mindestens einem Spiel wurde vom Weltverband FIFA dann jedoch zu Bewährung ausgesetzt. Vorangegangen war ein Anruf des US-Präsidenten Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino. Dies hatte zu heftigen Reaktionen aus der Fußball-Welt und aus der Politik geführt. Über alle Facetten dieser Entscheidung wurde in den letzten Tagen lautstark debattiert - nur nicht über das eigentliche Spiel. Diese Personal-Debatte war für die USA in Verbindung mit der immensen Erwartungshaltung scheinbar eine toxische Mischung. Sozusagen "potenzierter Druck". Gegenüber ihren bisherigen WM-Auftritten waren die Nordamerikaner nur ein Schatten ihrer selbst. Folarin Balogun bleibt hinter den Erwartungen zurückAngefangen bei Balogun, der nach dem Wirbel um seine Person von Pochettino in der Startelf aufgeboten wurde. Der argentinische Coach wollte im so wichtigen K. o. -Spiel nicht auf seinen besten Scorer (drei Turniertore, eine Vorlage) verzichten. Doch Balogun war kein Faktor. Mangels verwertbarer Zuspiele kam der 25-Jährige nur auf 22 Ballkontakte, seine Zweikampfquote war mit 25 Prozent äußerst mau. Immerhin kam er auf drei Abschlüsse - ohne dass einer davon richtig gefährlich gewesen wäre. Balogun, der selbst am wenigsten dafür konnte, dass er so im Fokus stand, blieb - unter riesigem Druck - deutlich hinter den Erwartungen zurück. Falorin Balogun reagiert nach einem Gegentor BelgiensDamit reihte sich Balogun ein. Der patzende Keeper Freese, die zweikampfschwachen Innenverteidiger Ream (37,5 Prozent gewonnene Duelle) und Richards (38,5), der blasse Mittelfeldspieler Weston McKennie, der sich bis zu seiner verletzungsbedingten Auswechslung übers Feld schleppende Christian Pulisic - allesamt wurden sie von den giftigen Belgiern abgekocht. Mauricio Pochettino: "Hatten keinen Bezug zum Spiel""Es war nicht unser Tag. Wir hatten von Beginn an keinen Bezug zum Spiel. Gratulation an Belgien, sie waren besser als wir", analysierte Pochettino: "Wir brauchen nicht nach Ausreden suchen, wir sind nicht so aufgetreten, wie wir sonst auftreten. Die Realität ist: Wir haben nicht das gezeigt, was wir können. "The Dream is overDie WM-Party, die mit den Vorrunden-Siegen gegenParaguay (4:1)undAustralien (2:0)begonnen sowiedem Sechzehntelfinal-Erfolg gegen Bosnien-Herzegowina (2:0)Fahrt aufgenommen und für Euphorie im Land gesorgt hatte, ist jäh beendet. Enttäuschte Fans der USA beim Spiel gegen BelgienViertelfinale ohne WM-GastgeberTrotz des Heimvorteils ist für die USA wie bei ihren letzten drei Weltmeisterschaftsteilnahmen 2022 (1:3 gegen Niederlande), 2014 (1:2 gegen Belgien) und 2010 (1:2 gegen Ghana) im Achtelfinale Schluss. Somit werden - zumindest für den Moment - vor allem die "Pleiten, Pech und Pannen"-Vorstellung gegen Belgien unddie final alles überlagernde "Causa Balogun"vom US-Team nach der Heim-WM in Erinnerung bleiben. Für die USA ist das Turnier vorbei, die brisante Debatte um Balogun dürfte weiter schwelen.

Quelle: sportschau.de

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