PPP: Das USA-Stipendium für Ausgelernte
Mit dem PPP-Stipendium können junge Fachkräfte nach der Ausbildung ein Jahr in den USA studieren und arbeiten. Das Stipendien-ProgrammDas Parlamentarische Patenschafts-Programm für junge Berufstätige (PPP) ist. . .
Mit dem PPP-Stipendium können junge Fachkräfte nach der Ausbildung ein Jahr in den USA studieren und arbeiten. Das Stipendien-ProgrammDas Parlamentarische Patenschafts-Programm für junge Berufstätige (PPP) ist ein deutsch-amerikanisches Austauschprogramm des Deutschen Bundestags und des US-Kongress. Mit dem PPP-Stipendium können junge Fachkräfte nach der Ausbildung ein Jahr in den USA studieren und arbeiten. Gleichzeitig verbringen US-Amerikaner*innen ein Austauschjahr in Deutschland. Abgeordnete beider Parlamente begleiten die Teilnehmenden als Pat*innen. Jedes Jahr gehen rund 65 junge Berufstätige aus Deutschland für ein Jahr in die USA, um dort zu arbeiten, zu studieren und ein anderes Land aus nächster Nähe zu erleben. Das Stipendium des Deutschen Bundestages und U. S. Kongresses "Parlamentarische Patenschafts-Programm" bietet dabei nicht nur persönliche Erfahrungen, sondern auch neue Perspektiven auf Arbeitswelt, Gesellschaft und gewerkschaftliches Engagement. Verstehen und kennenlernenDass dieser Weg für viele junge Menschen mit Ausbildung kein Selbstläufer ist, zeigt sich auch bei Oliver Jünemann, gelernter Elektroniker für Automatisierungstechnik und heutiger Gewerkschaftssekretär. Er nutzte das Jahr in den USA gezielt, um gesellschaftliche und politische Zusammenhänge vor Ort zu erleben: "Ich wollte das Ganze einfach verstehen und kennenlernen, wie Gesellschaft und Arbeitswelt dort funktionieren. "Untergebracht bei einer Gastfamilie konnte er den American Lifestyle hautnah erleben und studierte ein Semester am Mohawk Valley Community College im Bundesstaat New York. Praktische Erfahrungen sammelte er in unterschiedlichen Jobs und im politischen Umfeld, unter anderem während eines Praktikums im U. S. Kongress. Gerade im Vergleich der Arbeits- und Lebensbedingungen wurden Unterschiede sichtbar. Während in Deutschland Mitbestimmung und soziale Absicherung fest verankert sind, agieren Gewerkschaften in den USA unter anderen strukturellen Voraussetzungen. Gleichzeitig haben beide erlebt, dass gewerkschaftliches Engagement auch dort eine wichtige Rolle spielt, wenn auch anders ausgestaltet. "Wir brauchen eine internationalisierte Gewerkschaftsbewegung, um die aktuellen Themen wie Globalisierung gemeinsam zu diskutieren", sagt Jünemann. Der Blick über nationale Grenzen hinweg hilft, Zusammenhänge besser zu verstehen und neue Impulse in die eigene Arbeit einzubringen. Das PPP wurde im Jahr 1983 zum 300. Jahrestag der Einwanderung der ersten Deutschen in die USA ins Leben gerufen. Vor dem Hintergrund der Verbundenheit der beiden Nationen durch ihre Geschichte und gemeinsamen Werte verfolgt das PPP das Ziel, die deutsch-amerikanischen Beziehungen durch persönliche Kontakte zu verbessern und zu vertiefen. Das Programm umfasst:• ein Studiensemester,• ein Praktikum in einem US-Betrieb,• ehrenamtliches Engagement,• Aufenthalt in einer Gastfamilie,• Rolle als Juniorbotschafter*in Deutschlands in den USA. Durch seine verschiedenen Elemente ist das PPP für junge Berufstätige ein kulturelles, zivilgesellschaftliches und politisches Austauschjahr, das seinen Stipendiat*innen gleichzeitig einen internationalen Studien- und Berufsaufenthalt bietet. Damit fördert das PPP den Austausch in allen Lebensbereichen: Sei es in ihren Gastfamilien, an ihren Colleges oder Arbeitsplätzen – die PPPler*innen tragen zum Verständnis des kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Lebens in Deutschland bei und lernen dabei, was Deutschland und die USA verbindet und unterscheidet. Wer kann mitmachen?Das PPP für junge Berufstätige richtet sich an junge Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und an Auszubildende im letzten Berufsausbildungsjahr, die zum Zeitpunkt des Programmbeginns in der Regel nicht älter als 24 Jahre alt sind. Es werden ca. 5. 500 Euro Eigenmittel zur Finanzierung benötigt. TeilnahmevoraussetzungenEine abgeschlossene Berufsausbildung oder Berufsausbildung im letzten Ausbildungsjahr ist die wichtigste Voraussetzung. Teilnahmeberechtigt für das PPP für junge Berufstätige sind:Absolvent*innen der dualen Berufsausbildung (in Betrieb und Berufsschule) mit einem Kammerabschluss,Absolvent*innen einer Berufsfachschule oderAbsolvent*innen einer Fachschule. Die Berufsausbildung muss vor der Ausreise in die USA abgeschlossen sein. Alter: Für das Programmjahr 2027/2028 kann sich bewerben, wenn das Geburtsdatum in den Zeitraum vom 1. August 2002 bis 31. Juli 2009 (einschließlich) fällt. Weitere VoraussetzungenVertrautheit mit der deutschen Kultur und Sprache, um die Rolle als Junior-Botschafter*in Deutschlands übernehmen zu können. Alle Nationalitäten (außer US-Staatsbürger*innen) können am PPP teilnehmen. Die deutsche Staatsbürgerschaft ist keine Voraussetzung. Sprachkenntnisse: mindestens drei Schuljahre Englischunterricht. Gesundheitliche Eignung, den Auslandsaufenthalt erfolgreich zu absolvieren. Interesse an gesellschaftspolitischen Fragestellungen, an Kultur und Leben in den USA sowie Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren. VerfahrenDer erste Schritt im PPP-Bewerbungsverfahren ist die Abgabe derBewerbungsanforderung. Wer für das PPP für junge Berufstätige teilnahmeberechtigt ist, erhält im Anschluss den Zugang zum Bewerbungsportal. Bewerbungsschluss ist der 11. September 2026. Ein öffentlich geförderter Wehr- oder Freiwilligendienst (FWD, BFD, FSJ, FÖJ o. ä. ) erhöht die obere Altersgrenze um die abgeleistete Zeit. Die Zeit des Freiwilligendienstes darf nicht in die Zeit des Auslandsaufenthalts fallen. Weitere Infos:https://usa-ppp. de/