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Reisewarnung für die Fußball-WM in den USA | Amnesty International Österreich

Reisewarnung zur WM 2026: 120+ Organisationen warnen vor Menschenrechtsverletzungen in den USA. Besonders gefährdet: Migrant*innen, Minderheiten, Journalist*innen und LGBTQIA+ Personen.

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Reisewarnung für die Fußball-WM in den USA | Amnesty International Österreich

Angesichts der sich immer weiter verschlechternden Menschenrechtslage und in Ermangelung zielführender Maßnahmen und konkreter Garantien seitens der FIFA, der Austragungsorte und der US-Regierung, haben heute mehr als 120 zivilgesellschaftliche Organisationen eine Reisewarnung für die USA herausgegeben. Sie weisen darauf hin, dass Fans, Spieler, Journalist*innen und andere Besucher*innen, die zur Fußball-Weltmeisterschaft (WM) der Männer im Juni 2026 in die USA reisen, dem Risiko schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sein könnten, da die Trump-Regierung ihre drakonische Einwanderungs- und menschenrechtsfeindliche Politik weiter verschärft. Die Fußballspiele der WM werden inelf verschiedenen Städtenausgetragen, die zu den zahlreichen Städten in den USA zählen, in denen Sicherheitskräfte die Einwanderungspolitik der Trump-Regierung in jüngster Zeit mittels Gewalt und unter Verstoß gegen die Menschenrechte durchgesetzt haben. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen sind von Ort zu Ort unterschiedlich. Zwar stellen die zunehmenden autoritären Praktiken und der Gewalteinsatz der Trump-Regierung eine ernste Gefahr für alle Menschen in den USA dar, doch ganz besonders betroffen waren und sind Migrant*innen, Angehörige ethnischer Minderheiten und LGBTQIA+ Personen. Sie sind daher einem besonders hohen Risiko ausgesetzt, wenn sie in die USA einreisen bzw. sich in den USA bewegen. Mit diesem Reisehinweis appellieren wir an Fans, Spieler, Journalist*innen und andere Besucher*innen, bei der Einreise in die USA und bei Reisen innerhalb des Landes Vorsicht walten zu lassen und einen Notfallplan parat zu haben. WARNUNG:Einzelpersonen könnten in den USA infolge der von der Regierung an den Tag gelegten Missachtung ihrer menschenrechtlichen Verpflichtungen unter innerstaatlichem und internationalem Recht folgenden Risiken bzw. Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sein:WillkürlicheVerweigerung der Einreise und Gefahr der Festnahme, Inhaftierung und/oder Abschiebungvon Personen, die nicht über die US-amerikanische Staatsangehörigkeit verfügen, selbst wenn die Einreise zuvor bewilligt wurde. Ein Visum oder eine ESTA-Genehmigung ist keine Garantie für die Einreise. Die Zoll- und Grenzschutzbehörde der USA verfügt über einen großen Ermessensspielraum, was die Bewilligung der Einreise und auch die Festnahme oder Zurückweisung von Reisenden vor Ort angeht. Für transgeschlechtliche und nicht-binäre Personen, die in die USA einreisen möchten, legen die jüngsten Memoranden und Verordnungen nahe, dass sie bei der Beantragung von Visa ihr bei der Geburt zugewiesenes Geschlecht angeben müssen. Tun sie dies nicht, besteht die Gefahr, dass sie strenger kontrolliert werden oder ihnen die Einreise verweigert wird. Verschärfte Reise- und Einreisebeschränkungen für die USA. Im Jänner 2026verhängte die Trump-Regierung umfassende Reisebeschränkungen über die Staatsangehörigen von 19 Ländern: Afghanistan, Burkina Faso, Myanmar, Tschad, Republik Kongo, Äquatorialguinea, Eritrea, Haiti, Iran, Laos, Libyen, Mali, Niger, Sierra Leone, Somalia, Südsudan, Sudan, Syrien und Jemen. Auch für Personen mit Ausweispapieren, die von der Palästinensischen Behörde ausgestellt wurden, gelten umfassende Einschränkungen. Für Personen aus 20 Ländern bestehen gewisse Beschränkungen: Angola, Antigua und Barbuda, Benin, Burundi, Côte d‘Ivoire, Kuba, Dominica, Gabun, Gambia, Malawi,Mauretanien, Nigeria, Senegal, Tansania, Togo, Tonga, Turkmenistan, Venezuela, Sambia und Simbabwe. Invasives Durchleuchten von Social-Media-Accounts undDurchsuchung von elektronischen Gerätenim Rahmen der Einreise. Die Trump-Regierung hat für bestimmte Visumskategorien wie z. B. Arbeits-undStudierendenvisaverfügt, dass die Antragsteller*innen dem Außenministerium Zugriff auf ihre Social-Media-Accounts einzuräumen haben, damit diese auf „anti-amerikanische“ und „antisemitische“ Inhalte geprüft werden können. Generell beansprucht das US-Heimatschutzministerium weitreichende Befugnisse zur Durchsuchung derelektronischen Gerätevon Reisenden an der Grenze. Gewalttätige und verfassungswidrige Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen, einschließlich Racial Profiling und sonstige Diskriminierung durch die Strafverfolgungsbehörden. Im vergangenen Jahrentsandte die Trump-Regierung Bundeseinwanderungsbeamt*innen in Städte im ganzen Land, darunter große Kontingente militarisierter Kräfte nach Los Angeles (Kalifornien), Portland (Oregon), Washington D. C. , Chicago (Illinois), Charlotte (North Carolina) und zuletzt in die Zwillingsstädte Minneapolis und St. Paul (Minnesota). Dies löste in den betroffenen Städten Unsicherheit, Angst und Trauma aus. Im Bundesstaat Minnesota beispielsweisehielten vermummte und bewaffnete Sicherheitskräfte Menschen auf der Grundlage ihrer vermeintlichen ethnischen Zugehörigkeit und Staatsangehörigkeit rechtswidrig auf der Straße an und nahmen sie fest. Dabei gingen sie gezielt gegen somalische und lateinamerikanische Personen vor bzw. gegen jene, die sie dafür hielten, auch wenn sie keine Informationen über die Staatsangehörigkeit oder den Einwanderungsstatus der betroffenen Personen hatten. Vielerorts wurden lokale und bundesstaatliche Strafverfolgungsbehörden von der Einwanderungsbehörde ICEmittels sogenannter 287(g)-Vereinbarungenmit der zivilen Durchsetzung von Einwanderungsbestimmungen betraut. Seit Ende März 2026 setzt die Trump-Regierung auchICE-Angehörige für Kontrollen an Flughäfenin verschiedenen Landesteilen ein. Unterdrückung von Meinungsfreiheit und Protest sowie verstärkte Überwachung. Protestierende werden in den USA von Ordnungskräften eingeschüchtert, schikaniert und gewaltsam angegriffen, nur weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen. Betroffen sind auch Personen, die rechtswidrige Handlungen zur Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen beobachten. Anfang 2026 eskalierte die Gewalt seitens der Sicherheitskräftemit der Tötung von Renee Good and Alex Pretti in Minnesota. Auch Ruben Ray Martinez, Keith Porter und Silverio Villegas González mussten aufgrund von Gewaltanwendung durch Bundesbeamt*innen ihr Leben lassen. Journalist*innen werden für ihre Berichterstattung über Proteste festgenommen. Im Juli 2025 machten darüber hinaus mehr als 90 zivilgesellschaftliche Organisationenin einem Brief an FIFAdarauf aufmerksam, dass Personen, die politische Ansichten äußern, die der Regierung missfallen, nach wie vor Gefahr laufen,willkürlich inhaftiert und abgeschoben zu werden. Dies gilt auch für jene, die sich für die Rechte der Palästinenser*innen einsetzen. Bei der Überwachung von Protesten setzen die Ordnungskräfte außerdem auf verschiedene Strategien wie Drohnen, Gesichtserkennungssoftware und Telefonüberwachung. Ernstes Risiko, in Haftanstalten bzw. in Gewahrsam der Einwanderungsbehörden grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung ausgesetzt oder gar getötet zu werden. Die jüngsten Zahlen von Anfang Februar 2026 zeigen auf, dasssich derzeit 68. 289 Menschen in ICE-Haft befinden. Seit Anfang 2026sind 17 Menschen im Gewahrsam der Einwanderungsbehörden gestorben. Im Jahr 2025starben insgesamt 32 Menschen in ICE-Hafteinrichtungen. Personen in ICE-Haft berichteten, nur eingeschränkten bzw. unzureichenden Zugang zu rechtlichem Beistand und grundlegender medizinischer Versorgung zu haben. EmpfehlungenDaher empfehlen die unterzeichnenden Organisationen, dass Reisende in die USA und innerhalb der USA:sich mit den folgenden Ressourcen vertraut machen: American Civil Liberties Union (“Immigrants’ Rights”), National Immigration Law Center (“Immigration Arrests at Airports”), Amnesty USA (“How to Stay Safe Around ICE”) – sowie weiteren Ressourcen über Verfassungsrechte und -garantien, die beim Umgang mit Sicherheitskräften hilfreich sein könnten. ihre elektronischen Geräte sichern, indem sie z. B. sensible Daten aus dem Handy löschen und die Entsperrung per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck deaktivieren. ihre Familie, Freund*innen und/oder vertrauenswürdige Kolleg*innen über geplante Reisen nach bzw. innerhalb der USA informieren, einschließlich Datumsangaben und Reiseziele. sich die AppReadyNow!von Human Rights First herunterladen, um im Fall einer Inhaftierung eine Vertrauensperson zu benachrichtigen. Journalist*innen, die über die Fußball-WM berichten, können sich mit den Ressourcen der OrganisationenCommittee to Protect Journalists (CPJ)undReporters Without Bordersdarüber informieren, wie sie auf sichere Weisein die USA einreisenundihre Berichterstattung betreibenkönnen. Journalist*innen können sich außerdem per SMS an den eigens von CPJ entwickelten Chatbot wenden, um detaillierte Sicherheitsinformationen zu erhalten (per SMS mit „hello“ an +1 206 590 6191). Wenn US-Regierung und Austragungsstädte die Rechte und die Sicherheit aller nicht garantieren können, wird dieses Turnier das Versprechen der FIFA verfehlen – eine sichere, einladende und inklusive Veranstaltung für reisende Fans, Journalist*innen, Spieler und Menschen, die bereits in den USA leben, zu bieten. Daniel Noroña, Leiter der Abteilung für Advocacy in Amerika bei Amnesty International USAAdvocates for Immigrant Rights and ReconciliationALIGN: The Alliance for a Greater New YorkAmerican Civil Liberties UnionAmerican Friends Service CommitteeAmerican Friends Service Committee, FloridaAmnesty International USAAmerican-Arab Anti-Discrimination CommitteeArizona Justice AllianceAsian Americans Advancing Justice–AtlantaBilbao LawBlack Alliance for Just Immigration (BAJI)Center for Constitutional RightsCenter for Victims of TortureCentral American Resource Center HoustonCentral Florida Jobs with JusticeCoalition of Black Trade UnionistsCommittee to Project JournalistsCommunity Labor UnitedCommunity United Methodist ChurchCouncil for Global EqualityCross Border Network for Justice and Solidarity cylindrDecarcerate KCDemocratic Socialists of America, Kansas CityDesiree AllianceDream Action OklahomaEHD AdvisoryEl Movimiento DFWFair Immigration Reform Movement (FIRM)Fe y Justicia Worker CenterFirst UnitedFlorida Immigrant CoalitionFlorida Immigration Law and Justice Center, Inc. Florida RisingFour Freedoms ForumGeorgia Voices UnitedHaitian Bridge AllianceHands Off NYCHawai'i Institute for Human RightsHispanics For FloridaHuman Rights Cities AllianceHuman Rights FirstImmigrant Defenders Law Center (ImmDef)International Center for Advocates Against Discrimination (ICAAD)International Human Rights Clinic at Santa Clara LawImmigrant Legal Resource Center (ILRC)Jacksonville Area Legal AidJobs with Justice Education FundJoyful Resistance South FloridaLabor Council for Latin American Advancement (LCLAA)Latino Community Fund GeorgiaLatin America Working GroupLegal Defense FundLos Angeles Alliance for a New Economy (LAANE)Loyola Law School, Immigrant Justice ClinicMake the Road New JerseyMalcolm X Center for Self DeterminationMet Council on HousingMijente Support CommitteeNAACP Florida State ConferenceNational Birth Equity CollaborativeNational Homelessness Law CenterNational Immigration Law Center (NILC)National Immigration Project (NIP)National Lawyers GuildNeighbor to Neighbor MassachusettsNew Disabled SouthNew Jersey Alliance for Immigrant JusticeNew York Communities for Change NO ICE PhillyNorthwest Immigrant Rights ProjectOrganized Power in NumbersPedro Arrupe Jesuit InstitutePittsburgh Human Rights City AlliancePowerSwitch ActionPublic CounselPlay Fair ATLReporters Without Borders (RSF)Reproductive Justice Action Collective (ReJAC)Revolución EducativaReyes Legal, PLLCSafe Space Fort SmithSanta Clara County Rapid Response NetworkSharma-Crawford Attorneys at LawSouthern Border Communities CoalitionSouthern Poverty Law CenterTallahassee Community Area Response Equipo (TCARE)Tenants and NeighborsTexas Young Active Labor LeadersThe Advocates for Human RightsThe Alliance for Diplomacy and JusticeThe AssemblyThe George Washington University Law Immigration ClinicTr&nsUnited Methodist Church of West Palm BeachUniversity Network for Human RightsVecinos Unidos DFWVOCAL–NYWe Are CASAWomen on the Rise, GeorgiaWomen's All Points BulletinWorkers Defense Action FundWorking WashingtonUnterstützende GruppenIndependent Supporters Council NordamerikaAll Stripes (Atlanta)Brickyard Battalion (Indianapolis)Bridge Brigade Supporters Group (San Francisco Bay Area)Bucket Hat Brigade (Minnesota)Cloud 9 Supporters Club (New Jersey/New York)Dallas Beer Guardians (Dallas)Dark Clouds (Minnesota)Doopin Delinquents (Philadelphia)Footie Mob (Atlanta)Galactic Ambassadors (New Mexico)Generation: CITY (St. Louis)Resurgence Supporters Group (Atlanta)Riptides (San Diego)Rogue Cavaliers Brigade (Salt Lake City)Sons of Ben (Philadelphia)Steel Magnolias (Atlanta)The Railbirds (Lexington)Timbers Army (Portland)Tulsa Lunatics (Tulsa)Undertow KC (Kansas City)

Quelle: amnesty.at

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