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Russe importierte kiloweise Cannabis aus den USA

Ein halbes Jahr lang, von Juli 2025 bis Februar dieses Jahres, soll der heute 23-jährige Russe einen unbekannten Lieferanten dazu gebracht haben, ihm knapp 15 Kilo Cannabiskraut aus den USA nach Österreich zu. . .

Von Chantal Dorn · · 2 min Lesezeit

Russe importierte kiloweise Cannabis aus den USA

Ein halbes Jahr lang, von Juli 2025 bis Februar dieses Jahres, soll der heute 23-jährige Russe einen unbekannten Lieferanten dazu gebracht haben, ihm knapp 15 Kilo Cannabiskraut aus den USA nach Österreich zu liefern. Verkaufswert: rund 88. 000 Euro. Der gelernte Installateur zeigte sich nur teilweise geständig und präsentierte eine Geschichte, die er wohl selbst nicht glaubte: Über Telegram habe er einen Lieferanten kennengelernt, der einen Cannabisverkauf mit „Worldwide Shipping“ bewarb. Die ersten drei Pakete seien angebliche Testsendungen gewesen: „In den Paketen waren Bettwäsche und Duschköpfe drinnen. “ Erst im vierten Paket sei tatsächlich Suchtgift enthalten gewesen. Bezahlt habe er für keines der Pakete. Pikant: Weil der Lieferant um einen falschen Empfängernamen bat, nannte der Angeklagte den Namen seines Schulfreundes – der die Pakete später auch prompt entgegennahm. Ich weiß ja, dass ich einen schweren Fehler gemacht habe. Aber ich bin mit Sicherheit kein Krimineller!Der Angeklagte vor GerichtStaatsanwalt: „Sammelsurium an Lügen“Auf dem sichergestellten Handy des Beschuldigten fanden Ermittler zudem brisante Fotos: Drogen auf dem Wohnzimmerteppich und Bündel von Geldscheinen in der Hand eines unbekannten Mannes. „Ich habe das Foto gemacht. Ich weiß aber nicht, wer das ist“, behauptet der Angeklagte im Prozess. Fotos von Duschköpfen oder Bettwäsche fanden die Ermittler keine. Auf Nachfrage von Staatsanwalt Richard Gschwenter, warum er die vermeintlichen Testpakete nicht seiner Mutter geschenkt habe, bei der er schließlich wohne, meinte der Russe lapidar: „Ich habe die Sachen halt weggeschmissen. “ In seinem Schlussplädoyer machte Gschwenter unmissverständlich klar, was er von den ihm aufgetischten Geschichten hält: „Das ist so hanebüchen. Kein professioneller Drogenversender schickt Duschköpfe und Bettwäsche voraus. “ Er sprach von einem „Sammelsurium an Lügen“. Verteidiger zeichnet milderes BildVerteidiger Felician Simma zeichnete ein milderes Bild: Sein Mandant sei kein Schwerkrimineller, die Fotos auf dem Handy nur „eine jungmännliche Prahlerei“. Der Angeklagte selbst gab sich am Ende der Verhandlung zerknirscht: „Ich weiß ja, dass ich einen Fehler gemacht habe. Aber ich bin kein Krimineller!“ Das sah die vorsitzende Richterin anders und sprach den 23-Jährigen im Sinne der Anklage schuldig. Das rechtskräftige Urteil: dreieinhalb Jahre Haft.

Quelle: krone.at

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