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Russland-Verdacht: Geheimdienste warnen vor Anschlagsplänen in Europa

Serbische Einsatzkräfte vereitelten mit deutschen Behörden einen Sprengstoffanschlag mutmaßlicher russischer Agenten in Deutschland. Hintergründe zum Anschlagsplan, laufenden Verfahren und der wachsenden Bedrohung durch russische Sabotageversuche liest du hier.

Von @magazin_kosmo · · 2 min Lesezeit

Russland-Verdacht: Geheimdienste warnen vor Anschlagsplänen in Europa

Zwei Männer, ein Sprengstoff-Plan, ein Rüstungsziel: Serbische Spezialkräfte griffen rechtzeitig zu – doch der Fall steht nicht allein. Anfang Juni wurden zwei mutmaßliche Agenten an der serbisch-ungarischen Grenze von serbischen Spezialkräften festgenommen. Nach Angaben deutscher Behörden sollen die beiden Männereinen Sprengstoffanschlag auf deutschem Boden geplant haben. Als mögliches Ziel gilt ein Rüstungsstandort, der im Zusammenhang mit der militärischen Unterstützung der Ukraine steht. Ermöglicht wurde der Zugriff der serbischen Einsatzkräfte durch Hinweise befreundeter Nachrichtendienste sowie deutscher Sicherheitsbehörden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz unterrichtete andere deutsche Behörden am vergangenen Mittwoch über die Festnahmen. Der Vorgang wird behördlicherseits als laufendes nachrichtendienstliches Verfahren eingestuft und unterliegt strenger Geheimhaltung. Dobrindts WarnungDeutschlands Bundesinnenminister Alexander Dobrindt äußerte sich anlässlich der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2025 zu dem Fall. Er sprach von „Anschlagsplanungen im Bereich eines Sprengstoffanschlags“ mit „Zielort Deutschland“, die man habe vereiteln können, „indem wir entsprechende Personen, die in Anschlagsvorbereitungen waren, ins Visier genommen haben“. Im selben Bericht warnt Dobrindt vor einer systematischen Einflussnahme Russlands: „Wir sind regelmäßig Zielhybrider Angriffe Russlands. Der russische Staat möchte unsere Gesellschaft destabilisieren, unsere Demokratie unterwandern und unsere Unterstützung für die Ukraine unterminieren. “Weitere VerdachtsfälleDer aktuelle Fall steht nach Informationen der Zeitung BILD nicht allein. Ende April war in Berlin ein kasachischer Staatsbürger festgenommen worden, dem vorgeworfen wird,im Auftrag eines russischen Geheimdienstes Informationen über deutsche Militärhilfe für die Ukraine, die Rüstungsindustrie sowie potenzielle Sabotagezielebeschafft zu haben. Bereits im März hatte in Stuttgart ein Prozess gegen drei Ukrainer aus dem russisch besetzten Mariupol begonnen, denen angelastet wird, Transportwege für Paketbomben im russischen Geheimdienstauftrag ausgekundschaftet zu haben. Im Oktober 2025 verurteilte das Oberlandesgericht München einen deutschen Staatsbürger zusechs Jahren Freiheitsstrafe, weil er über einen längeren Zeitraum mögliche Anschlagsziele für denrussischen Geheimdienstausgespäht haben soll.

Quelle: kosmo.at

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