Schwerer Vorwurf: USA sollen iranisches Atomkraftwerk bombardiert haben
Drohung steht im RaumIran: USA haben Atomkraftwerk bombardiert19. 07. 2026 - 15:02 UhrLesedauer: 2 Min. Iran wirft den Vereinigten Staaten vor, ein Atomkraftwerk bombardiert zu haben. Teheran könnte nun eine. . .

Drohung steht im RaumIran: USA haben Atomkraftwerk bombardiert19. 07. 2026 - 15:02 UhrLesedauer: 2 Min. Iran wirft den Vereinigten Staaten vor, ein Atomkraftwerk bombardiert zu haben. Teheran könnte nun eine Drohung wahr machen. DieUSAhaben nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim die Baustelle des Atomkraftwerks Darkhovin im Südwesten Irans angegriffen. Mehrere Geschosse hätten das Gelände in der Provinz Khuzestan getroffen, meldete die staatsnahe Agentur. Es handele sich nach ihrer Darstellung um den ersten direkten US-Angriff auf ein iranisches Atomkraftwerk. Eine unabhängige Bestätigung liegt bislang nicht vor. Tasnim ist ein regimenahes Medium und keine unabhängige Quelle, die Angaben lassen sich derzeit nicht überprüfen. Bei dem Kraftwerk Darkhovin – auch Darkhowin oder Esteghlal genannt – handelt es sich um ein vonIranselbst entworfenes Reaktorprojekt am Fluss Karun, rund 70 Kilometer südlich der Stadt Ahvaz. Derzeit befindet es sich noch im Bau. Geplant ist laut verschiedenen Berichten ein Leichtwasserreaktor mit einer Leistung von etwa 300 Megawatt. Macht Iran jetzt eine Drohung wahr?Das Vorhaben hat eine lange Vorgeschichte: Bereits in den 1970er- und 1990er-Jahren sollten auf dem Gelände ausländische Reaktoren entstehen, doch französische und chinesische Partner zogen sich unter US-Druck zurück. Iran entschied daraufhin, den Reaktor mit eigener Technik zu bauen. Nach Angaben der World Nuclear Association hatte der offizielle Bau zuletzt allerdings noch nicht begonnen. Anders als das russisch errichtete und bereits laufende Kraftwerk Bushehr ist Darkhovin damit nicht in Betrieb. In der Tasnim-Meldung wird zudem auf iranische Drohungen verwiesen, im Konfliktfall die Meerenge Bab al-Mandab ("Tor der Tränen") zu schließen. Die Wasserstraße zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Horn von Afrika verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Ein großer Teil des Handels zwischen Asien und Europa passiert die Enge auf dem Weg zum Suezkanal, darunter erhebliche Mengen Öl und Flüssigerdgas. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus demJemenhatten Schiffe in der Region in der Vergangenheit wiederholt angegriffen. Eine Sperrung könnte den globalen Warenverkehr empfindlich stören und die Energiepreise weiter in die Höhe treiben.