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Sicherheit gefährdet: USA verbieten Roboter-Import - auch in Deutschland denkbar?

In den USA bringt die nationale Behörde FCC ein Import-Verbot für Roboter auf den Weg, weil man Angst um die nationale Sicherheit hat. Aus deutscher Sicht ist der Schritt durchaus nachvollziehbar.

Von @netzwelt · · 4 min Lesezeit

Sicherheit gefährdet: USA verbieten Roboter-Import - auch in Deutschland denkbar?

StartseiteTECHNOLOGYIn den USA bringt die nationale Behörde FCC ein Import-Verbot für Roboter auf den Weg, weil man Angst um die nationale Sicherheit hat. Aus deutscher Sicht ist der Schritt durchaus nachvollziehbar. Die USA wollen den Import von Robotern stark einschränken. Allerdings bleibt man bei der Ausformulierung der Verordnung vage. (Quelle: Netzwelt / Mit KI generiert)Die für Kommunikationssicherheit und Funkdienste zuständige US-Behörde FCC (Federal Communications Commission) hat Ende Juli 2026 ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das den Import von Robotern stark einschränken und zum Großteil verbieten soll. Das Verbot richtet sich gegen alle ausländischen "humanoiden" Roboter, die ab sofort importiert werden. Die US-Behörde begründet den Schritt mit "inakzeptablen Sicherheitsrisiken" für die USA, die mit den eingeführten Produkten einhergehen. Der Gedanke dahinter ist auch in Deutschland nachvollziehbar, dürfte sich hierzulande aber nur schwer umsetzen lassen. Was steht im neuen Roboter-Verbot der FCC?Augenscheinlich wären von dem US-Verbot vor allem erst einmal menschlich wirkende High-Tech-Maschinen betroffen, doch die teils schwammige Formulierung imvon der FCC veröffentlichten Gesetzestextmacht eine exakte Abgrenzung schwierig. Dem Wortlaut nach könnten sogar nicht-humanoide smarte Haushaltshelfer wie Saugroboter oder Mähroboter dem Verbot zum Opfer fallen. Geräte, von denen vermutlich jeder dritte Amerikaner eines daheim hat und die auch bei uns in Deutschland in immer mehr Haushalten zu finden sind. Das Gesetz nimmt mehrmals Bezug auf "fortschrittliche Robotergeräte", wozu theoretisch auch besagte Smart-Home-Helfer gehören dürften. Dass das Verbot laut Text zusätzlich für Roboter gelten soll, die zur "Fortbewegung, Hindernisvermeidung, Navigation oder Bewegung am Boden imstande" sind, klingt schon sehr danach, dass ausländische Saug- undMähroboternicht mehr in den USA geduldet werden. Laut dieser Definition würde das Verbot sogar Lieferroboter betreffen. Später wird die FCC noch etwas konkreter und begrenzt das Verbot auf Geräte mit einer oder mehreren der folgenden Eigenschaften:Roboter mit einem Gesamtgewicht von mehr als 4,4 Pfund (knapp 2 Kilogramm) - inklusive eventuell vorhandener Station. Roboter mit lokaler Software oder Remote-Software inklusive Firmware, die mit KI oder Machine-Learning-Funktionen ausgestattet ist. Roboter mit einem Sensor zur Umgebungserkennung. Roboter mit Komponenten, die in der Lage sind, Netzwerkverbindungen aufzubauen - beispielsweise via WLAN, kabelgebunden, per Mobilfunk oder Satellit. Welche Roboter sind vom neuen US-Gesetz betroffen?Es liest sich dennoch wie ein generelles Verbot für alle fortschrittlichen Roboter, die außerhalb der USA hergestellt wurden. Doch hier muss man klar abgrenzen: Das Verbot richtet sich ausschließlich gegen künftige Roboter-Importe, die nach dem Inkrafttreten des US-Gesetzes erfolgen. Roboter, die in den USA bereits zugelassen und frei verkauft werden, sind von dem Verbot nicht betroffen. Auch alle Besitzer eines ausländischen Saugroboters haben nichts zu befürchten: Sie dürfen ihren gekauften Haushaltshelfer behalten und müssen ihn nicht etwa abgeben. Dem US-amerikanischen Technikmagazin "The Verge" zufolge will sich die FCC bei der Umsetzung des Gesetzes aber weniger auf die tatsächliche Sicherheit als vielmehr auf die Herkunft der Produkte konzentrieren. Immerhin beziehen viele US-Hersteller Teile oder ganze Produkte aus dem Ausland. Dem Gesetz zufolge müssten Hersteller in diesen Fällen eine Ausnahmegenehmigung für den Import erwerben oder auf eine Produktion ausschließlich in den USA umsteigen. Letzteres ist eher unwahrscheinlich, da ein solcher Umstieg mit hohen Kosten verbunden wäre. Wie strikt die Regeln am Ende aber tatsächlich umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Es wäre auch nicht das erste Mal, dass die US-Regierung unter Donald Trump eine Verordnung zurückzieht oder sie von staatlichen Organen wie dem Obersten Gerichtshof oder dem US-Kongress nachträglich aufgehoben wird. So verrückt das Verbot erst einmal klingt, die Bedenken der US-Regierung dürften durchaus auch hierzulande nachvollziehbar sein. Die FCC warnt davor, dass im Ausland hergestellte Roboter als potenzielle Waffe genutzt werden könnten. Somit bestehe eine direkte Gefahr für die nationale US-Sicherheit und die Bürger der USA. Auch Deutschland sieht sich in den letzten Jahren zunehmender Cyberkriminalität ausgesetzt. In einer Zeit der zunehmenden digitalen Kriegsführung sind solche Verbote kein Tabu-Thema mehr. Was bedeutet der Gesetzestext für deutsche Kunden?Das Verbot in den USA hat zwar derzeit keinerlei Auswirkungen auf Roboter und Importe in Deutschland, doch auch hierzulande warnen Datenschützer immer wieder vor potenziellen Risiken der Technik, etwa aufgrund integrierter Kameras und Mikrofone, die Daten potenziell an ausländische Behörden senden könnten. Allerdings konzentriert sich die EU im Gegensatz zu den USA mehr auf den Datenschutz und die Cybersicherheit an sich, während die USA bei solchen Gesetzen oft auch die Stärkung der eigenen Wirtschaft anstreben. Für Deutschland ist ein solches Verbot derzeit also sehr unwahrscheinlich - auch aus wirtschaftlicher Hinsicht, den anders als die USA ist die EU in vielen technischen Bereichen, wie etwa beiSaugrobotern, auf ausländische Importe angewiesen. Auf lange Sicht könnte die EU ihre Sicherheitsanforderungen für Roboter jedoch verschärfen und Geräten bei Missachtung dieser Anforderungen die Zulassung verweigern. Keine News verpassen

Quelle: netzwelt.de

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