Sicherheitswarnung aus den USA: FBI warnt vor russischen Messenger-Spionen
Sicherheitswarnung aus den USA:FBI warnt vor russischen Messenger-SpionenRussische Hacker greifen gezielt Politiker, Journalisten und Militärs anFoto: picture alliance/dpa01. 07. 2026 - 15:14 UhrVorsicht vor. . .
Sicherheitswarnung aus den USA:FBI warnt vor russischen Messenger-SpionenRussische Hacker greifen gezielt Politiker, Journalisten und Militärs anFoto: picture alliance/dpa01. 07. 2026 - 15:14 UhrVorsicht vor einer neuen Betrugsmasche: Cyberkriminelle haben es derzeit auf die Wiederherstellungsschlüssel von Messenger-Back-ups abgesehen. Nach Angaben von FBI und CISA können sie damit dauerhaft auf Konten und gespeicherte Nachrichten zugreifen. Die Behörden raten deshalb zu besonderer Vorsicht und empfehlen, kompromittierte Schlüssel sofort zu ersetzen. DasFBIund die US-BehördeCISAhaben ihre Warnung vor laufenden Phishing-Angriffen auf Nutzer kommerziellerMessengeraktualisiert. Besonders betroffen ist nach Angaben der Behörden derzeit Signal. Die Messenger selbst und ihre Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wurden dabei nicht kompromittiert. Gezielt Politiker, Journalisten und Militärs im VisierDie Kampagnen werden laut FBI und CISA mehreren Gruppen mit Verbindungen zu russischen Geheimdiensten zugeschrieben. Ziel sind unter anderem Regierungsvertreter, Militärangehörige, Politiker,Journalistenund wichtige Funktionsträger in der Ukraine. Die Täter geben sich in Nachrichten als Kundendienst der Messenger-Anbieter aus. Neben Bestätigungscodes und Sicherheits-PINs fordern sie inzwischen auch Wiederherstellungsschlüssel von Datensicherungen an. Preisgegebene Schlüssel ermöglichen dauerhaften ZugriffErhalten Angreifer den Wiederherstellungsschlüssel, können sie auf gespeicherte Chats zugreifen und anschließend das betroffene Konto übernehmen. Laut FBI und CISA bleibt ein einmal weitergegebener Schlüssel sogar dann nutzbar, wenn unter derselben Telefonnummer ein neues Konto eingerichtet wird. Betroffene sollten deshalb in den Kontoeinstellungen einen neuen Wiederherstellungsschlüssel erstellen. Bei Signal ist dies über „Einstellungen“, „Back-ups“ und anschließend „Neuen Wiederherstellungsschlüssel erstellen“ möglich. Bereits heruntergeladene Datensicherungen lassen sich dadurch jedoch nicht nachträglich absichern. FBI und CISA betonen außerdem, dass seriöse Support-Abteilungen keine Bestätigungscodes im Chat anfordern und keine Links zur Konto-Wiederherstellung versenden. Nach Angaben der Behörden wurden bereits Tausende Messenger-Konten kompromittiert. Auch deutsche Politiker waren betroffen, darunter BundestagspräsidentinJulia Klöckner. Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!