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„Sieht einfach besser aus“: Restaurant-Trend aus den USA verbreitet sich in Deutschland

leinetal24WeltStand:06. 07. 2026, 15:01 UhrKommentareDie Generation Z hat andere Essgewohnheiten als die Generationen vor ihnen. Eine Expertin erklärt die Gründe dafür. Hamburg – Ein Schälchen frittierte Oliven,. . .

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„Sieht einfach besser aus“: Restaurant-Trend aus den USA verbreitet sich in Deutschland

leinetal24WeltStand:06. 07. 2026, 15:01 UhrKommentareDie Generation Z hat andere Essgewohnheiten als die Generationen vor ihnen. Eine Expertin erklärt die Gründe dafür. Hamburg – Ein Schälchen frittierte Oliven, ein paar Stücke Rosmarin-Focaccia, ein kleiner Teller gerösteter Wirsing – alles in die Mitte des Tisches. Dieses Bild prägt zunehmend die Restaurants, die bei jungen Menschen hoch im Kurs stehen. „Gen Z geht anders essenals andere Generationen, und das hat verschiedene Gründe“, sagt Alexandra Sept derFrankfurter Rundschauvon Ippen. Media. Die Soziologin ist Expertin im Bereich Ernährung im Lebensverlauf. Einen wesentlichen Treiber des Trends weg vom klassischen Hauptgericht sieht sie in Social Media: „Es sieht einfach besser aus, wenn mehr auf dem Tisch steht. “Das Zusammensein steht bei den „Small Plates“ (dt. kleinen Tellern) im Vordergrund. (Symbolbild) © Pond5 Images/ImagoDieGeneration Z drücke sich gern in den sozialen Netzwerken ausund poste viel. Social Media habe deshalb auch einen großen Einfluss auf die Esskultur, erklärt Sept: „Viele junge Menschen informieren sich gezielt über TikTok oder Instagram, wenn es um Restaurantempfehlungen und Speisen geht. “ Entscheidend sei dabei, wie fotogen das Lokal und die Gerichte wirken. „Viele Gastronomen haben mittlerweile erkannt, welchen Wert Social Media hat“, so die Expertin. Der Erfolg hänge jedoch stark von der Art des Restaurants ab: „Ein bayerisches Wirtshaus auf dem Land hat vielleicht eine ganz andere Zielgruppe als ein Tapas-Lokal in der Münchner Innenstadt. “Small Plate Restaurants: Ein Trend aus den USA kommt in Deutschland anIn denUSA ist das Phänomen bereits weit verbreitet. Wenn junge Menschen dort gemeinsam essen gehen, teilen sie sich häufig mehrere Vorspeisen – um verschiedene Gerichte ausprobieren zu können, aber auch aus finanziellen Gründen. Laut einem Bericht der „National Restaurant Association“ aus 2024 wünschen sich 75 Prozent der Gäste lieber kleinere Gerichte für weniger Geld. Im Bericht von 2026 gaben bereits 40 Prozent der Verbraucher an, seltener ins Restaurant zu gehen. Auch in deutschen Großstädten sind solche sogenannten „Small Plate Restaurants“ unter jungen Menschen beliebt. „Kleinere Gerichte sind günstiger, und im Vergleich zu anderen Generationengibt die Gen Z weniger Geld fürs Essen aus“, sagt Sept derFR. Auch das Sozialisieren stehe im Fokus, „gerade bei Vorspeisen. Diese sind nicht so teuer, man kann sich dabei unterhalten, ohne ein komplettes 3-Gänge-Menü zu bestellen“. Die junge Generation achte zwar auf ihre Ausgaben, doch für „Erlebnisse“ wie ein besonderes Essen investiere sie Geld. „Essen in der Gemeinschaft hatte schon immer einen hohen Stellenwert“, erklärt die Expertin. Junge Menschen, die in eine andere Stadt ziehen, erleben durch das gemeinsame Essen gehen mit Freunden ein Gefühl von Gemeinschaft und Geselligkeit, das zuvor im familiären Kontext stattfand. Gen Z trinkt weniger Alkohol – und snackt mehrJunge Menschen greifen deutlich seltener zu Alkohol als die Generationen vor ihnen. „Sparsamkeit ist auf jeden Fall ein Faktor, denn die Lebenshaltungskosten und Preise für Essen und Trinken steigen“, sagt Sept. Die Generation Z sei zudem besonders gesundheitsbewusst – und zeige das auch gern: „Der soziale Druck, sich nach außen hin gut zu präsentieren, spielt eine wesentliche Rolle. “Hinzu kommt ein weiteres Merkmal der Gen Z: der Trend zu Snacks, die über den Tag verteilt gegessen werden. „Das liegt an flexiblen Tagesstrukturen, zum Beispiel Homeoffice oder Remote Work. “ Man sitzt nicht mehr von morgens bis abends im Büro, sondern kann Pausen selbst einteilen und unterwegs essen“, erklärt Sept. Zudem nutze die Generation Ernährungs-Apps, um ihre Essgewohnheiten zu tracken, und mache Gebrauch von Bonusprogrammen bei Lieferdiensten: „Solche spielerischen Nutzererfahrungen sind sehr gefragt. “ (Quellen: National Restaurant Association, eigene Recherche)

Quelle: leinetal24.de

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