WeltReport

So schamlos erpresst Trump die NATO – Europa beugt sich seinem Willen

Vor dem NATO-Gipfel verschärft US-Präsident Donald Trump den Ton gegenüber den europäischen Verbündeten. Seine Botschaft ist unmissverständlich: Wer den Schutz der USA will, soll dafür bezahlen und zwar mit. . .

Von Jan-Elias Dimitroglou · · 2 min Lesezeit

So schamlos erpresst Trump die NATO – Europa beugt sich seinem Willen

Vor dem NATO-Gipfel verschärft US-Präsident Donald Trump den Ton gegenüber den europäischen Verbündeten. Seine Botschaft ist unmissverständlich: Wer den Schutz der USA will, soll dafür bezahlen und zwar mit milliardenschweren Aufträgen für die amerikanische Rüstungsindustrie. Für viele Diplomaten in Europa ist das ein Kurs, der die Allianz grundlegend verändert. Nach Einschätzung europäischer Diplomaten setzt Trump die NATO immer stärker unter Druck. Statt gemeinsamer Werte und Sicherheit rücken wirtschaftliche Interessen in den Mittelpunkt. Die Europäer sollen ihre Verteidigungsausgaben massiv erhöhen und im großen Stil Waffen aus den USA kaufen. 📌 Alles Wichtige über die NATO. Kurz und Kompakt:ist ein transatlantisches Militärbündnis. 32 Mitgliedsstaaten. Zur NATO gehören 30 europäische Staaten sowie die USA und Kanada. Gründungsmitglieder (12 Staaten): USA, Kanada, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen und Portugal. Bündnisfall: Ein Angriff auf ein Mitglied gilt nach Artikel 5 als Angriff auf alle. Trump macht aus der NATO ein GeschäftTrump hatte die Mitgliedstaaten bereits dazu gedrängt, ihre Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben. Gleichzeitig drohte er mehrfach damit, die NATO zu verlassen, falls die Verbündeten seinen Forderungen nicht nachkommen. Ein europäischer Diplomat bringt die schwierige Lage laut „Welt“ auf den Punkt: „Europa bleibt vorerst von den USA abhängig. “ Gleichzeitig warnt er: „Es liegt nicht in unserem Interesse, den Streit zu suchen. Aber wir müssen den Amerikanern unmissverständlich klarmachen, dass Europa keine Selbstverständlichkeit ist – dass auch wir Interessen haben. “Nach Angaben von NATO-Botschafter Matthew Whitaker sagten die Verbündeten im vergangenen Jahr Verteidigungsausgaben von knapp 120 Milliarden US-Dollar zu. Rund die Hälfte davon floss in Ausrüstung „made in USA. “. Whitaker sprach von einem „guten Anfang. “Angst vor einem EklatHinter den Kulissen versuchen europäische Staaten offenbar, einen offenen Konflikt mitTrumpzu vermeiden. Nato-Generalsekretär Mark Rutte verwies zuletzt auf milliardenschwere Investitionen europäischer Staaten in die amerikanische Rüstungsindustrie. Zudem kündigten Deutschland und Großbritannien an, künftig US-Waffen teilweise in Lizenz im eigenen Land zu produzieren. Ein europäischer Diplomat beschreibt die Strategie laut „Welt“ offen: „Wir wollen rein, unsere Ausgaben- und Sicherheitszusagen abgeben und wieder raus, bevor etwas schiefgeht. “Weitere News:Damit wächst die Sorge, dass sich die NATO immer weiter verändert. Statt einer Allianz, die auf gemeinsamen Werten basiert, könnte zunehmend ein Bündnis entstehen, das von wirtschaftlichem Druck und nationalen Interessen geprägt wird. Dieser Artikel erschien zuerst unterSo schamlos erpresst Trump die NATO – Europa beugt sich seinem Willenauf DerWesten. de.

Quelle: moin.de

Mehr zu Europa