Stellenabbau in den USA: Auto-Riese treibt Robotereinsatz voran
General Motors setzt in den USA auf den Einsatz von Robotern und ersetzt dabei zahlreiche Arbeitsplätze. Gewerkschafter kritisieren diesen Einsatz. Beim US-Autobauer General Motors (GM) wurden am Standort. . .
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General Motors setzt in den USA auf den Einsatz von Robotern und ersetzt dabei zahlreiche Arbeitsplätze. Gewerkschafter kritisieren diesen Einsatz. Beim US-Autobauer General Motors (GM) wurden am Standort Detroit mehr als 1000Arbeitsplätze abgebaut. Gleichzeitig hält die Automatisierung verstärkt Einzug in die Produktion. Nach Angaben des englischsprachigen Online-Magazins „Autoblog” übernehmen etwa 50 kollaborativeRoboterkünftig Aufgaben am Fließband und arbeiten dabei Seite an Seite mit den verbliebenen Mitarbeitern. Autohersteller setzt auf Roboter: Höhere Lohnkosten treiben Automatisierung voranDer verstärkte Einsatz von Robotern sei auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen. Nach neuen Tarifvereinbarungen für die Beschäftigten rechnet GM mit zusätzlichen Kosten von rund 500 US-Dollar (etwa 436 Euro) pro produziertem Fahrzeug, wenn die Arbeit weiterhin überwiegend von menschlichen Arbeitskräften erledigt wird. Roboter gelten dagegen langfristig als günstiger, da für sie keineLohnerhöhungenanfallen. Der Konzern verweist nicht nur auf finanzielle Vorteile. Die eingesetzten kollaborativen Roboter – sogenannte Cobots – sollen die Sicherheit sowie die Ergonomie am Arbeitsplatz verbessern. Bereits 2025 hatte GM-Chefin Mary Barra angekündigt, den Einsatz von KI und automatisierten Technologien in der Fahrzeugproduktion deutlich auszubauen, berichtet „Autoblog”. „Ist immer besorgniserregend”: Gewerkschaft kritisiert GMs KursDer Einsatz der Roboter stößt bei der US-amerikanischen Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) auf deutliche Kritik. Deren Präsident James Cotton, der die Beschäftigten des betroffenen Werks vertritt, erklärte gegenüber dem US-Magazin „Crain’s Detroit Business”, die Mitglieder seien „angewidert” über die Entscheidung von GM. ANZEIGE„Es ist immer besorgniserregend, wenn man sieht, dass ein Roboter in ein Werk kommt, besonders nachdem über tausend Menschen entlassen wurden”, so Cotton. „Sie sagen, es sei die Zukunft, und wenn das stimmt, nehmen sie den Menschen Arbeitsplätze weg. ”Humanoide Roboter als Zukunftsgeschäft der AutoindustrieDie Autoindustrie sieht insbesondere in humanoiden Robotern ein großes Zukunftsgeschäft und treibt deren Entwicklung aktiv voran. Unternehmen wie Hyundai, BMW, Mercedes, Tesla und chinesische Hersteller testen oder planen bereits den Einsatz solcher Maschinen in der Produktion, berichtet die „Welt”. Ziel sei es, die eigene Produktivität zu steigern und Aufgaben zu übernehmen, die für klassische Industrieroboter oder Menschen schwer sind. Trotz großer Erwartungen ist die Technologie noch nicht ausgereift und mit vielen Herausforderungen verbunden. Vor allem das sichere Greifen, Arbeiten in unstrukturierten Umgebungen und der zuverlässige Einsatz im Alltag gelten als schwierig. Experten warnen daher vor überzogenen Erwartungen und sehen humanoide Roboter zunächst als ergänzende Helfer in Fabriken und Logistik.