Straße von Hormuz: USA und Iran kurz vor Einigung
Bereits für heute, Mittwoch, streben die USA eine Einigung an, berichtet „Axios“ unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion. Dieser Übergangsdeal erfülle einige der. . .

Bereits für heute, Mittwoch, streben die USA eine Einigung an, berichtet „Axios“ unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion. Dieser Übergangsdeal erfülle einige der Forderungen des Iran und gebe ihm mehr Kontrolle über diese strategisch wichtige Meerenge, als er vor dem Krieg hatte, so das US-Portal. Bei weiterer Blockade wird Iran „sehr hart getroffen“Vom Weißen Haus oder anderen US-Behörden gab es zunächst keine Stellungnahme. Von Reportern auf den Medienbericht angesprochen, erklärte der US-Präsident aber, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird – oder am darauffolgenden Tag. Er sprach von Fortschritten. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner in einem Interview außerdem, man führe „sehr gute“ Gespräche. Trump stellte der Führung in Teheran unterdessen neuerlich ein Ultimatum: Entweder der Iran öffne die Straße von Hormuz „sehr bald“ oder werde „sehr hart getroffen“. Vor Reportern gab sich Trump wieder einmal optimistisch. (Bild: AP/Mark Schiefelbein)Ölpreise gaben nachBereits am Dienstag hatten alle Zeichen darauf hingedeutet, dass in Kürze eine Einigung verkündet werden könnte. Entsprechend äußerten sich etwa US-Finanzminister Scott Bessent und ein Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majid al-Ansari. Angesprochen auf eine mögliche Gebührenerhebung sagte Bessent, er gehe von einer freien Durchfahrt aus. Die Aussicht auf eine baldige diplomatische Lösung im Iran-Krieg sorgte auch für gute Stimmung an den Börsen. Die Ölpreise gaben nach. Wie es mit der Straße von Hormuz weitergeht, hängt auch von den Anrainerstaaten Iran und Oman ab. Sie verhandeln derzeit über die Kontrolle und sichere Passage. Das Regime in Teheran knüpft allerdings den erfolgreichen Abschluss eines Deals an das Verhalten der USA. Ein Abkommen werde verzögert, „solange die Vereinigten Staaten den Iran weiterhin bedrohen“, erklärte ein iranischer Insider laut Staatsmedien. Schiffsverkehr tröpfelt durchs Öl-NadelöhrDurch die Meeresenge am Persischen Golf wird normalerweise ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen abgewickelt. Im Zuge des Krieges hat der Iran den Schiffsverkehr weitgehend blockiert. Die USA wiederum halten ihreBlockade iranischer Schiffeund Häfen aufrecht. Vergangene Woche durchfuhren täglich im Schnitt etwa 16 Schiffe die Meerenge. Vor dem Iran-Krieg waren es Branchendiensten zufolge täglich zwischen 60 und 140.