Tesla Model Y L: Sechs Sitze, 61. 990 Dollar, USA-Start
Mobilität & Autos3 Min. LesezeitTesla Model Y L in den USA: Sechs Sitze, die den Namen verdienen — zum AufpreisTesla bringt den dreireihigen Model Y L nach dem China-Start jetzt in die USA — sechs echte. . .

Mobilität & Autos3 Min. LesezeitTesla Model Y L in den USA: Sechs Sitze, die den Namen verdienen — zum AufpreisTesla bringt den dreireihigen Model Y L nach dem China-Start jetzt in die USA — sechs echte Sitze, 325 Meilen Reichweite und ein Startpreis, der über Kia EV9 und Hyundai Ioniq 9 liegt. Den größeren Tesla gab es bisher nur in China und einigen asiatischen Märkten — jetzt steht der Model Y L auch in den USA im Konfigurator. Drei Sitzreihen, sechs Plätze, 61. 990 Dollar in der „Launch Series“, ausgeliefert wird ab Oktober. Für Familien ist damit erstmals ein Model Y zu haben, bei dem die dritte Reihe kein reines Feigenblatt ist. Was den Model Y L vom normalen Model Y trenntDer Unterschied steckt in der Länge. Tesla streckt den Radstand um 150 Millimeter auf 3. 040 Millimeter und die Gesamtlänge um rund 180 Millimeter — genug Platz für eine echte dritte Reihe. Statt einer gequetschten Sieben-Sitz-Bank setzt Tesla auf ein 2+2+2-Layout mit sechs Einzelsitzen. Die zweite Reihe bekommt beheiz- und belüftbare Kapitänssessel mit elektrischen Armlehnen und Ein-Tasten-Umklappung, die dritte Reihe beheizte Sitze mit elektrischer Neigung und Isofix-Punkten. Beim Antrieb bleibt es beim Allradantrieb; die 83-kWh-Batterie reicht laut EPA-Norm für 325 Meilen, also etwa 523 Kilometer. Von null auf 96 km/h vergehen 4,4 Sekunden. Nichts davon sprengt die Klasse — der Zugewinn ist der Platz, nicht das Datenblatt. Der Preis und was Tesla dazupackt61. 990 Dollar (umgerechnet rund 54. 100 Euro) ruft Tesla für die Launch Series auf, und die kommt mit ein paar Zugaben: ein Jahr „Full Self-Driving (Supervised)“, ein Jahr kostenloses Supercharging und ein Jahr Premium-Konnektivität. Bestellen lässt sich der Wagen sofort, die Auslieferung beginnt im Oktober 2026. Zum Einordnen der Zahl hilft die Konkurrenz. Der Kia EV9 startet bei 54. 900 Dollar (bis zu 304 Meilen Reichweite), der Hyundai Ioniq 9 bei 58. 955 Dollar (bis 335 Meilen) — beide mit drei Reihen, beide seit Längerem am Markt. Der Model Y L liegt also gut 7. 000 Dollar über dem Kia und rund 3. 000 über dem Hyundai. Die Gratis-Jahre relativieren das ein Stück weit, aber eben nur für zwölf Monate. Und wann in Europa?Vor den USA lief der Model Y L bereits in China, Australien, Neuseeland und Südostasien an. Für Europa gibt es bislang keine Bestätigung; Hinweise auf eine Zulassung tauchten Ende 2025 auf, mehr ist offen. Wer hierzulande sechs Sitze im Model Y will, wartet also weiter — und muss abwarten, mit welchem Preisschild Tesla den gestreckten Stromer über den Atlantik schickt. Mich überzeugt am Model Y L weniger der Aufpreis als die Entscheidung dahinter: sechs vollwertige Plätze statt einer Notsitzbank, auf der ab dem Teenageralter niemand mehr freiwillig sitzt. Das ist die ehrlichere Auslegung eines Dreireihers. Nur verlangt Tesla dafür einen Premium-Zuschlag in einem Segment, in dem Kia und Hyundai die dritte Reihe längst — und günstiger — anbieten. Ob das aufgeht, entscheidet am Ende die Familie mit dem Rechenzettel, nicht das Marketing. ◆ Über den AutorAlexander BaumgärtnerSeit über 20 Jahren in der IT — mit allem, was dazugehört: abgestürzten Servern um zwei Uhr nachts, Migrationen, die laut Plan eine Stunde dauern sollten, und Kunden, die "schnell mal" eine neue Software brauchen. Hauptberuflich führe ich die ProMedia24, eine kleine IT-Firma in Wallenhorst bei Osnabrück. Auf Blogspan. net schreibe ich über IT-Themen, die mich interessieren oder wo ich glaube, dass jemand genauer hinschauen sollte: Server, Cloud, Sicherheit, KI, Hardware, gelegentlich auch Foto-Equipment oder Smarthome — wenn es technisch genug ist, landet es hier. Schreibstil: lieber konkret als geschwurbelt, gerne auch mal kritisch.