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Trump will Straße von Hormus für die USA: Iran kontert „Wird uns gehören“

Rund acht Wochen nach dem Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran rückt ein Ende der Kämpfe in weite Ferne. US-Präsident Donald Trump (80) heizt den Konflikt massiv an, anstatt beim Atomprogramm. . .

Von Ceren Balantekin · · 2 min Lesezeit

Trump will Straße von Hormus für die USA: Iran kontert „Wird uns gehören“

Rund acht Wochen nach dem Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran rückt ein Ende der Kämpfe in weite Ferne. US-Präsident Donald Trump (80) heizt den Konflikt massiv an, anstatt beim Atomprogramm voranzukommen. Er kündigte an, die strategisch wichtige Straße von Hormus übernehmen zu wollen. Teheran weist diese umstrittenen Pläne derzeit strikt zurück. An diesem Wochenende verstreicht zudem die Frist für den Abschluss der Verhandlungen. Die Konfliktparteien brachen die vereinbarte Waffenruhe zuletzt mehrfach. Aus pakistanischen Sicherheitskreisen verlautete nun, dass eine Verlängerung der Feuerpause im Raum stehe. Bislang bleibt unklar, ob die Vermittler aus Pakistan dies offiziell verkünden. 📌 Darum ist die Straße von Hormus so wichtigDie Straße von Hormus gehört zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman wird ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Erdöls transportiert. Kommt es dort zu Angriffen oder einer Blockade, können die Ölpreise steigen und Lieferketten weltweit unter Druck geraten. Die jüngste Eskalation des Iran-Kriegs wurde durch Angriffe auf Schiffe in der Meerenge ausgelöst. Trumps brisanter Anspruch auf die MeerengeBei einem Wahlkampfauftritt sorgte der amerikanische Präsident zuvor für erheblichen Wirbel. Er plant, die für den globalen Ölhandel zentrale Route als amerikanisches Gebiet auszuweisen. „Sobald wir den Iran besiegt haben – der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet -, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte er. Auf iranischer Seite stieß diese Ankündigung auf heftigen Widerstand. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi machte auf der Plattform X deutlich, dass sich sein Land nicht einschüchtern lasse. „Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen“, schrieb der Politiker. „Die Straße von Hormus gehörte dem Iran, gehört dem Iran und wird dem Iran gehören“, heißt es weiter. Mehr News hier:Verhandlungen und erneute AttackenGleichzeitig endet die Frist für die gebührenfreie Passage durch die Meerenge. Aktuell verhandeln der Iran und der Oman über die zukünftige Regelung der Schifffahrt. In der Nacht zum Samstag kam es in der Region zudem zu einem weiteren Zwischenfall. Die emiratische Nachrichtenagentur WAM meldete den Angriff auf ein Schiff des Ölkonzerns Adnoc. Teheran fordert für die Öffnung der Route weitreichende Zugeständnisse, darunter den Abzug der amerikanischen Truppen. Außenminister Abbas Araghtschi warf den USA vor, die Vereinbarungen gebrochen zu haben. Da die Kämpfe wieder aufgeflammt seien, habe es faktisch keine Waffenruhe gegeben. Die Spannungen treiben unterdessen die Ölpreise weiter in die Höhe.

Quelle: derwesten.de

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