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Ultimatum an die FIFA: Europa zieht die rote Linie – da Infantino muss doch einknicken

Der europäische Fußball macht ernst und setzt die FIFA massiv unter Druck. Unter der Führung von UEFA-Präsident Aleksander Čeferin haben alle 55 Mitgliedsverbände eine beispiellose Drohung ausgesprochen. . . .

Von Moritz Koch · · 3 min Lesezeit

Ultimatum an die FIFA: Europa zieht die rote Linie – da Infantino muss doch einknicken

Der europäische Fußball macht ernst und setzt die FIFA massiv unter Druck. Unter der Führung von UEFA-Präsident Aleksander Čeferin haben alle 55 Mitgliedsverbände eine beispiellose Drohung ausgesprochen. Setzt der Weltverband seinen geplanten Investorendeal um, werden die europäischen Nationen künftig sämtliche Wettbewerbe boykottieren. Diese drastische Maßnahme soll so lange gelten, bis die Pläne zum Verkauf kommerzieller Rechte komplett vom Tisch sind. Selbst bei einer weltweiten Mehrheit für den Deal würde Europa einen solchen Beschluss niemals mittragen. 📌 Infantinos WM-Privatisierungs PlanGründung einer Tochterfirma:Die FIFA gründet die Gesellschaft „FIFA Forward Enterprise“ (FFE), um die Vermarktung der Männer-, Frauen- und Klub-Weltmeisterschaften zu bündeln. Verkauf von Minderheitsanteilen:Private Investoren (unter anderem aus dem Umfeld von US-Präsident Trump) sollen 20 bis 30 Prozent der Firmenanteile ohne Kontrollrechte erwerben. Milliardenschwere Einnahmen:Der Deal basiert auf einer Firmenbewertung von 20 Milliarden US-Dollar und soll der FIFA direkt bis zu 4,2 Milliarden Dollar einbringen. Köderung der Mitgliedsverbände:Die 211 Nationalverbände sollen durch eine Verdopplung ihrer Fördergelder und eine Sofortzahlung von rund 35 Millionen Euro zur schnellen Zustimmung bis zum 19. September bewegt werdenHistorischer Druck auf den FIFA-PräsidentenAktuell erlebt FIFA-Boss Gianni Infantino die wohl schwerste Krise seiner Amtszeit. Ohne Top-Nationen wie Spanien, Frankreich oder Deutschland würde eine Weltmeisterschaft ihren sportlichen Wert völlig einbüßen. Ab sofort gilt der angedrohte Boykott für alle anstehenden Turniere, darunter die Playoffs im Herbst und die Frauen-WM in Brasilien. Den offenen Bruch formuliert der Dachverband unmissverständlich. „Als Folge der heutigen Diskussion werden keine Nationalmannschaften aus der UEFA an einem FIFA-Wettbewerb teilnehmen, solange diese Vorschläge bestehen bleiben, es sei denn, dieser Vorschlag wird vollständig verworfen und es werden verbindliche Zusicherungen gegeben, dass die FIFA ihre Führung oder Wettbewerbe nie wieder für private Eigentümer öffnet“, heißt es in der Erklärung. Auch interessant:Infantinos WM-Privatisierung: FIFA-Boss kontert europäische KritikMit dem Verkauf von WM-Rechten hofft die FIFA auf Einnahmen in Milliardenhöhe. Um die Zustimmung der Nationalverbände bis zum 19. September zu sichern, wurde Berichten zufolge eine finanzielle Sonderzahlung versprochen. Für die UEFA spielt dieses Datum jedoch keine Rolle. Geheime Pläne sorgen für massive EmpörungNicht nur beim Deutschen Fußball-Bund (DFB)stößt das Vorhaben ebenfalls auf strikte Ablehnung. „Wir dürfen ihn nicht zum Spielball von Investoren machen. Die Akzeptanz der Fans dürfen wir nicht verlieren, aber wir sind auf dem besten Wege, diese Akzeptanz zunichte zu machen. Das halte ich für überaus problematisch und nicht zustimmungsfähig“, erklärte DFB-Präsident Bernd Neuendorf im ZDF. Völlig überraschend wurden die Verbände am Dienstag (28. Juli) mit den geheimen Plänen der FIFA konfrontiert, was für gewaltigen Ärger sorgte. Dass sich am Ende sogar der anfangs offene tschechische Verband dem Protest anschloss, unterstreicht die Einigkeit Europas in dieser Frage. Aktuelle News für DichGianni Infantinowerden in diesem Kräftemessen die Hände gebunden sein. Ohne europäische Teilnehmer wäre sein Prunkstück, die Weltmeisterschaft, wertlos. Bereits zuvor ruderte der FIFA-Präsident zurück und betonte, sein Plan sei nur als ein „Vorschlag“ zu verstehen. Doch das reicht den europäischen Verbänden offenbar nicht. So wird sich Infantinovon seiner WM-Privatisierungvollständig verabschieden müssen – zumindest vorerst.

Quelle: derwesten.de

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