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USA erwägen Militärschläge gegen Drogenkartelle

Auf einer Konferenz der von den USA geführten Koalition gegen Drogenkartelle in Panama sagte Hegseth, Kolumbien habe „gemeinsame Militäroperationen zur Zerstörung von Terroristen und Terrornetzwerken“. . .

Von krone. at · · 2 min Lesezeit

USA erwägen Militärschläge gegen Drogenkartelle

Auf einer Konferenz der von den USA geführten Koalition gegen Drogenkartelle in Panama sagte Hegseth, Kolumbien habe „gemeinsame Militäroperationen zur Zerstörung von Terroristen und Terrornetzwerken“ genehmigt. Als legitime Ziele nannte er von den USA als Terrororganisationen eingestufte Gruppen wie die Nationale Befreiungsarmee (ELN). Pete Hegseth(Bild: AP/Manuel Balce Ceneta)Die neue konservative Regierung Kolumbiens unter Präsident Abelardo De La Espriella hat sich der von den USA geführten Koalition angeschlossen. Neuauflage der Monroe-DoktrinHegseth berief sich auf eine Neuauflage der Monroe-Doktrin, die er in Anlehnung an US-Präsident Donald Trump als „Donroe-Doktrin“ bezeichnete. Zudem kritisierte er den Internationalen Strafgerichtshof und rief die Verbündeten zum Austritt aus der Organisation auf. Amerika den AmerikanernUS-Präsident James Monroe verkündete die Monroe-Doktrin am 2. Dezember 1823. Ihr Grundgedanke: Europa sollte sich aus den Angelegenheiten des amerikanischen Doppelkontinents heraushalten, während die USA versprachen, sich nicht in europäische Konflikte einzumischen. Konkret bedeutete dies ein Verbot für europäische Mächte, neue Kolonien aufzubauen oder die frisch unabhängigen Staaten Lateinamerikas erneut zu unterwerfen, da solche Schritte von den USA als Bedrohung betrachtet wurden. Später wurde die Doktrin deutlich aggressiver ausgelegt: Unter Präsident Theodore Roosevelt beanspruchten die USA ab 1904 das Recht, selbst in lateinamerikanischen Staaten einzugreifen. Damit wandelte sich die Monroe-Doktrin von einem Schutzversprechen gegen europäische Kolonialmächte zu einer Rechtfertigung amerikanischer Vorherrschaft. Macht und KorruptionÜber den Drogenhandel in den USADer Drogenhandel zwischen Kolumbien und den USA wurde besonders seit den 1970er und 1980er Jahren bedeutend. Kolumbianische Kartelle wie das Medellín Kartell unter Pablo Escobar und das Cali Kartell produzierten und schmuggelten große Mengen Kokain in die USA, wo eine enorme Nachfrage bestand. Die Kartelle gewannen dadurch wirtschaftliche und politische Macht und setzten ihre Interessen mit Korruption, Entführungen und extremer Gewalt durch. Kolumbien wurde zum wichtigsten Herkunfts- und Transitland für Kokain, während die USA der größte Absatzmarkt waren. Die USA reagierten mit dem sogenannten Krieg gegen Drogen und unterstützten Kolumbien ab 2000 im Rahmen des „Plan Colombia“ mit Milliardenbeträgen, Militärtechnik und Ausbildung.

Quelle: mobil.krone.at

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