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USA greifen Dutzende Ziele im Iran an

Die USA reagieren auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormuz. Der Iran spricht von einem „schwerwiegenden Verstoß“ gegen die Waffenruhe. Vom US-Militär veröffentlichte Aufnahmen. . .

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USA greifen Dutzende Ziele im Iran an

Die USA reagieren auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormuz. Der Iran spricht von einem „schwerwiegenden Verstoß“ gegen die Waffenruhe. Vom US-Militär veröffentlichte Aufnahmen der US-Angriffe aur iranische Ziele. Reuters / U. s. Central Command08. 07. 2026 um 04:52Die Presse auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle hinzufügen. Die USA haben in Reaktion auf Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormuz am Dienstagabend und in der Nacht auf Mittwoch (MESZ) erneut Ziele im Iran bombardiert. Zudem setzen die USA Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Teheran verurteilte Washingtons Vorgehen umgehend als „schwerwiegenden Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges, schrieb Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Der Iran werde „entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu wahren“. Iranische Medien berichteten in der Nacht von Explosionen in der Hafenstadt Sirik an der Straße von Hormuz sowie auf der Insel Qeschm. Auch aus dem Bereich der Großstadt Bandar Abbas gab es Berichte über Explosionen. Nach Angaben des iranischen Senders Press TV wurden mehrere Menschen verletzt. Mehr dazuAngriffe während Irans Trauerfeiern für ChameneiUS-Präsident Donald Trump habe den Plan für einen Schlag gegen den Iran während seiner Teilnahme am laufenden Nato-Gipfel in der Türkei genehmigt, berichtete der gut vernetzte Journalist Barak Ravid auf X unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten. Die erneute Eskalation erfolgte während der andauernden Trauerfeiern für Irans getötetes Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Am Mittwoch sind Zeremonien im Nachbarland Irak geplant, ehe Chamenei am Donnerstag in seiner Heimatstadt Maschhad beigesetzt werden soll. Trauerfeiern für den durch US-israelische Angriffe getöteten Ayatollah Ali Khamenei. Reuters / Alaa Al-marjaniUSA greifen mehr als 80 Ziele anNach eigenen Angaben griffen die US-Streitkräfte über 80 Ziele im Iran an, seine Attacken seien mittlerweile beendet, hieß es in den frühen Morgenstunden des Mittwoch (MESZ). Das Militär habe anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Straße von Hormuz getroffen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Damit sei die Fähigkeit des Irans beeinträchtigt worden, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören. Die Streitkräfte der Islamischen Republik hatten ihre Feinde kurz vor Beginn der Trauerfeierlichkeiten vor Angriffen gewarnt. „Jede Fehlkalkulation wird mit einer entschlossenen und noch härteren Antwort als je zuvor beantwortet werden“, hieß es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht des Irans. Zudem hatte die Führung in Teheran in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt, nur eine vom Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormuz sei sicher. Nun gerieten mehrere Tanker in der Meerenge erneut unter Beschuss. USA: Teheran muss hohen Preis für Angriffe auf Tanker zahlenBesonders schwere Schäden wurden von dem katarischen Flüssiggas-Tanker „Al-Rekayyat“ gemeldet, der nach Angaben der Schiffsbesatzung von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen wurde. Katar machte den Iran für den Angriff verantwortlich und sprach von einer Gefahr für die Sicherheit der internationalen Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung. Ein US-Beamter bezeichnete die darauf erfolgten Angriffe des US-Militärs gegenüber dem US-Sender CNN als „Bestrafung“. Sie würden noch eine Weile andauern. Teheran solle für die Angriffe auf Handelsschiffe einen hohen Preis zahlen, erklärte das Regionalkommando des US-Militärs (Centcom). Das Vorgehen des Irans sei unbegründet, gefährlich und ein Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen. Das US-Militär habe unter anderem Systeme zur Luftabwehr, zur Küstenüberwachung sowie Drohnenstellungen attackiert, zitierte das US-Nachrichtenportal „Axios“ einen US-Regierungsbeamten. Die Angriffe seien vier oder fünf Mal stärker gewesen als Attacken vor rund eineinhalb Wochen. USA setzen SAnktionen auf iranisches Öl wieder in KraftZudem setzten die USA die zuvor gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Eine vor gut zwei Wochen erteilte Ausnahmegenehmigung werde wieder zurückgenommen, teilte das US-Finanzministerium mit. Neue Geschäfte mit Rohöl, Petrochemie- und Erdölprodukten iranischen Ursprungs sind damit wieder untersagt. Der Iran profitiere nur dann von wirtschaftlichen Erleichterungen, wenn er seinen Verpflichtungen nachkomme, erklärte ein Beamter. Irans Verhalten in der Straße von Hormuz sei „völlig inakzeptabel“. Ölpreise ziehen wieder anIn der Folge zogen die Ölpreise wieder an. Es wächst die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation in der Region. Nach wochenlangen Kämpfen zwischen den USA, Israel und dem Iran war erst im vergangenen Monat eine vorläufige Vereinbarung erreicht worden, die Raum für intensive Verhandlungen über ein Ende des Krieges schaffen sollte. Diese Gespräche stocken derzeit. Trump hatte dem Iran zuletzt erneut gedroht und gesagt, es werde entweder ein Abkommen geben oder die USA würden „den Job zu Ende bringen“. Irans Außenminister Abbas Araghtschi erklärte daraufhin, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange Drohungen anhielten. Experte rechnet nicht mit Neubeginn des KriegesNach Einschätzung von Thomas Juneau, Professor an der kanadischen Universität Ottawa, wollen jedoch sowohl der Iran als auch die USA derzeit eine Wiederaufnahme des Krieges vermeiden. Die Auflagen für die Waffenruhe seien äußerst vage, beide Seiten interpretierten sie offensichtlich unterschiedlich und seien nicht kompromissbereit, erklärte der Experte auf X. Ihre vielen Differenzen blieben ungelöst. Verstöße gegen die Waffenruhe seien daher unvermeidbar. Beide dürften schon bald wieder deeskalieren - möglicherweise nach ein paar gegenseitigen Vergeltungsaktionen - hieß es. Je länger die Gewaltausbrüche jedoch andauerten, desto schwieriger werde eine Deeskalation, so Juneau. (APA/APA/dpa)

Quelle: DiePresse.com

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