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USA stürzen im Pass-Ranking ab – Deutschland bleibt in Europas Spitzenklasse

StartseitePolitikStand:22. 07. 2026, 17:38 UhrKommentareUns auf Google folgenDer US-Pass verliert an Einfluss: Laut einem internationalen Vergleich haben mehrere Länder Amerika inzwischen überholt. München – Der. . .

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USA stürzen im Pass-Ranking ab – Deutschland bleibt in Europas Spitzenklasse

StartseitePolitikStand:22. 07. 2026, 17:38 UhrKommentareUns auf Google folgenDer US-Pass verliert an Einfluss: Laut einem internationalen Vergleich haben mehrere Länder Amerika inzwischen überholt. München – Der US-Pass war einmal die Eintrittskarte in fast die ganze Welt. 2006 standen die Vereinigten Staaten im internationalen Pass-Ranking noch ganz oben. Zwanzig Jahre später ist davon weniger übrig: Die USA fallen deutlich zurück. Deutschland hält sich dagegen weiter in der Spitzengruppe Europas. Content-PartnerschaftDieser Artikel entstand in Kooperation mitnewsinfive. de. Der Abstand zeigt, wie stark sich globale Reisefreiheit verschoben hat. Singapur führt das Ranking mit visumfreiem Zugang oder Visa bei Ankunft in 192 Reisezielen an. Die USA kommen auf 180 Ziele und damit nur noch auf den zehnten Rang. Deutschland erreicht 186 Ziele und teilt sich damit den vierten Platz mit mehreren europäischen Ländern, wie derHenley Passport Indexin seiner Ausgabe zum 20-jährigen Bestehen ausweist. Der US-Pass verliert an Einfluss: Laut einem internationalen Vergleich haben mehrere Länder Amerika inzwischen überholt. © © IMAGO / Dreamstime / SymbolbildDer Abstieg der USA wirkt besonders deutlich, weil sie beim Start des Index 2006 noch gemeinsam mit Dänemark und Finnland auf Platz 1 lagen. Damals reichten 130 Ziele für die Weltspitze. Heute ist die absolute Reisefreiheit der Amerikaner zwar größer als früher. Relativ aber haben andere Staaten stärker zugelegt. USA verlieren Anschluss an die SpitzeHinzu kommt ein konkreter Nachteil: Die USA gehören lautHenleyzu den wenigen Top-Ländern, deren Bürgerinnen und Bürger für China weiterhin ein Visum benötigen. Großbritannien und Kanada konnten sich zuletzt verbessern, nachdem sie visumfreien Zugang zu China und Malawi oder vergleichbare Erleichterungen erhalten hatten. Henley-Gründer Christian H. Kaelin erklärt die Entwicklung mit geopolitischem Gewicht. „Zwanzig Jahre Daten zeigen, dass Passmacht einer der klarsten Ausdrücke des geopolitischen Kapitals eines Landes ist“, sagte Kaelin lautHenley. Starke Pässe gehörten Staaten, die andere Länder als Partner wollten – für Handel, Investitionen, Sicherheit oder Zusammenarbeit. Deutschland bleibt im europäischen SpitzenfeldDeutschland steht im neuen Ranking auf Rang vier. Den Platz teilt sich der deutsche Pass mit mehreren EU-Staaten, darunter Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark, Finnland, Irland, Luxemburg und die Niederlande. Auch Belgien und Norwegen liegen dort. Europa bleibt damit breit in der Weltspitze vertreten. Der Befund ist trotzdem kein einfacher Triumph der alten westlichen Staaten. Die USA sind zurückgefallen, Großbritannien liegt auf Rang sechs. Europa hält viele Spitzenplätze, doch die Spitze ist dichter geworden. In den Top Ten stehen inzwischen 38 Pässe. Vor 20 Jahren waren es 26. Mehr Länder konkurrieren also in einem engeren Feld um hohe Reisefreiheit. Der Index misst, wie viele Ziele Inhaber eines Passes ohne vorher beantragtes Visum erreichen können. Gezählt werden auch Visa bei Ankunft, Besuchsgenehmigungen und elektronische Reisegenehmigungen. Grundlage sind nachHenleyDaten der International Air Transport Association. Insgesamt erfasst das Ranking 199 Pässe und 227 Reiseziele. Emirate steigen am stärksten aufDer größte Gewinner sind die Vereinigten Arabischen Emirate. Ihr Pass legte in 20 Jahren um 153 Ziele zu. Seit Januar stiegen die Emirate noch einmal um drei Plätze. Nun teilen sie sich Rang zwei mit Japan und Südkorea. Alle drei kommen auf 188 Ziele. Singapur bleibt an der Spitze. Das Land lag 2006 noch auf Rang acht, führt den Index nun aber allein an. Damit hat Asien deutlich an Gewicht gewonnen. Am anderen Ende bleibt Afghanistan. Der afghanische Pass ermöglicht Zugang zu nur 22 Zielen. Die Lücke zwischen dem stärksten und dem schwächsten Pass ist damit größer geworden: Zwischen Singapur und Afghanistan liegen 170 Reiseziele. 2006 betrug der Abstand 118 Ziele. Bolivien ist lautHenleyder einzige Pass, der über zwei Jahrzehnte netto Reisefreiheit verloren hat. Henleyverweist zugleich auf den Global Peace Index des Institute for Economics & Peace. Demnach nimmt die weltweite Friedlichkeit seit zwölf Jahren in Folge ab. Mittlerweile gibt es 119 Länder, die weniger friedlich sind als im Jahr 2008, so der Bericht. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Reisefreiheit deutlich gestiegen. 2006 ermöglichte ein Pass im Schnitt Zugang zu 58 Zielen. Heute sind es 108. Frieden hilft lautHenleyhäufig bei der Passmacht. Entscheidend seien aber auch Diplomatie, wirtschaftliche Bedeutung und internationale Beziehungen. Henley & Partners ist ein weltweit tätiges Beratungsunternehmen, das sich ausschließlich auf Aufenthalts‑ und Staatsbürgerschaftsprogramme spezialisiert hat. Auch andere Unternehmen erstellen Pass-Indizes, darunter Nomad Capitalist oder VisaGuide. Quellen:Global Peace Index, Henley Passport Index, nif/red.

Quelle: hna.de

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