USA: Trump streicht Empfehlungen für Kinderimpfungen zusammen
US-Präsident Trump beschränkt die zentral empfohlenen Kinder-Impfungen auf elf Krankheiten. Gemeinsam mit Gesundheitsminister Kennedy setzt er zudem auf größere Abstände zwischen den Impfungen. 11. 08. 2026 |. . .
US-Präsident Trump beschränkt die zentral empfohlenen Kinder-Impfungen auf elf Krankheiten. Gemeinsam mit Gesundheitsminister Kennedy setzt er zudem auf größere Abstände zwischen den Impfungen. 11. 08. 2026 | 0:18 minUS-PräsidentDonald Trumphat ein Dekret zur Überarbeitung der Impfempfehlungen für Kinder unterzeichnet. Demnach will die US-Regierung nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder anerkennen. Die Anordnung sieht unter anderem vor,Impfungenmöglichst auf mehrere Arzttermine aufzuteilen und die kombinierte MMR-Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln durch drei Einzelimpfungen zu ersetzen. Die Gesundheit der USA in der Hand eines ImpfgegnersTrump begründete die Maßnahmen erneut mit einem wissenschaftlich unbelegten möglichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus. Er deutete an, dass die Anzahl oder der Zeitpunkt der Impfungen eine Rolle spielen könnte. Bei seinem Auftritt im Weißen Haus im Beisein von Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. räumte Trump ein, sich auf unbewiesene Behauptungen zu stützen. Ein Gericht hatte im März den Kurswechsel in der US-Impfpolitik vorerst gestoppt. Die Änderungen von Gesundheitsminister Kennedy seien willkürlich, sie verstießen gegen wissenschaftliche Methoden. 17. 03. 2026 | 0:38 minGericht hatte Trumps Impfkurs im März gestopptOb die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Eine ähnliche Änderung der US-Impfpolitik war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden. Außerdem liegen viele Befugnisse zu Impfregeln bei den Bundesstaaten. Der neuen Anordnung zufolge sollen Impfungen gegen Krankheiten wie Hepatitis B,Covid-19und Grippe nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich aber weiterhin für sämtliche Impfungen entscheiden, betonte Trump. Die Kosten dafür sollen nach Angaben der Regierung auch weiterhin von Versicherungen übernommen werden. Robert F. Kennedy Jr. wird zu einer polarisierenden Figur in der amerikanischen Öffentlichkeit. Er verbreitet Verschwörungstheorien und wird zum schwarzen Schaf der Kennedys. 30. 04. 2026 | 52:24 minTrump räumt fehlende Belege einDer US-Präsident behauptete, zusammen könnten die Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln möglicherweise "ziemlich tödlich" sein. Auf die Frage eines Journalisten, ob es dafür Belege gebe, antwortete er: "Nein. " Er habe aber von Menschen gehört, die dies behaupteten. Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind in denUSAderzeit zudem nicht verfügbar. Gesundheitsexperten warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben. Immer weniger Kinder sind ausreichend geimpft. Weltweit liegen die Impfraten hinter dem Vor-Corona-Niveau. Auch in Deutschland warnen Kinderärzte vor einer spürbaren Impflücke. 26. 07. 2024 | 1:34 minMehr Maserninfektionen seit Trumps AmtsantrittDie Zahl der Masernfälle ist in den USA schon jetzt auf dem höchsten Stand seit Jahrzehnten. Im Jahr 2000 galt die Krankheit in dem Land als eliminiert. Danach kam es nur sporadisch zu kleineren Ausbrüchen. In den vergangenen anderthalb Jahren - Trump ist seit Januar 2025 im Amt - gab es nun mehr Fälle als in den 25 Jahren davor zusammen. Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in Extremfällen lebensbedrohlich sein. Übertragen werden sie unter anderem über Tröpfchen und Aerosole, die etwa beim Sprechen, Husten und Niesen abgegeben werden. Das Virus löst bei fast allen ungeschützten Menschen Symptome aus. Dazu gehören Fieber, Husten und der typische Hautausschlag, der sich über den ganzen Körper ausbreitet. Quelle: dpaStudien zeigen keinen Zusammenhang mit AutismusTrump stellte seinen Kurs erneut in einen Zusammenhang mit der stark gestiegenen Zahl von Autismus-Diagnosen. Kennedy sagte, die Regierung wolle mögliche Zusammenhänge zwischen Impfungen, deren Zeitpunkt und Autismus weiter untersuchen. Er erklärte, ein Anstieg von Autismus-Diagnosen könne nicht allein mit besserer Erkennung erklärt werden. Die Weltgesundheitsorganisation kommt dagegen nach wiederholter Auswertung zahlreicher Studien zu dem Schluss, dass es keinen Beleg dafür gibt, dass Impfungen Autismus verursachen. Auch ein Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus wurde in großen Studien nicht gefunden. Wichtiger Hinweis in eigener SacheWer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → HierZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen. Quelle: dpa, AP, AFPÜber dieses Thema berichtete ZDFheute Xpress am 11. 08. 2026 um 07:50 Uhr.