USA und Iran: Ölpreise steigen nach neuen Angriffen am Golf
Die neuen US-Angriffe auf den Iran und iranische Attacken in der Golfregion lassen den Ölpreis steigen. Der Anstieg ist aber deutlich geringer als zu Beginn des Krieges. Quelle: DIE ZEIT, Reuters,. . .
Die neuen US-Angriffe auf den Iran und iranische Attacken in der Golfregion lassen den Ölpreis steigen. Der Anstieg ist aber deutlich geringer als zu Beginn des Krieges. Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa,aleAktualisiert am 13. Juli 2026, 9:05 UhrIhr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production. s3. eu-central-1. amazonaws. com/articles/5dfce448-51cb-44e4-8126-0c7abca75191/full_1ec91cfc95a50acdcf5d49706638b9a6d5feeec7d9e12113bf194c8ba77a0782d2df777dfd53feb1e7a96935ed6fbcef. mp333KommentareDer Anstieg der Ölpreise nach Beginn des US-iranischen Krieges hatte auch in Europa die Treibstoffpreise stark steigen lassen. © Grace Cary/ Getty ImagesNach denneuen Angriffen der USA auf den Iran und iranischen Attacken in der Golfregionist derÖlpreisgestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 3,3 Prozent auf 78,50 Dollar. Der Preis für die US-Sorte WTI stieg um 3,4 Prozent auf 73,83 Dollar. Die Preise liegen damit deutlich oberhalb des Werts vor Beginn des Irankriegs Ende Februar, als der Wert mit weniger als 70 Dollar pro Barrel bewertet wurde. Allerdings fällt der Anstieg bislang auch nicht so hoch aus wie nach Beginn des Krieges: Binnen gut einer Woche verteuerte sich Öl damals auf mehr als 90 Dollar pro Barrel, in den Folgemonaten teilweise auch deutlich darüber. Grund für den Anstieg sind Befürchtungen einer erneuten lange anhaltenden Sperreder Straße von Hormus,über die ein Fünftel des weltweiten Ölhandels abgewickelt wird. Schiffsverfolgungsdaten zeigten zuletzt, dass am Sonntag nur sechs Schiffe durch die Meerenge gefahren sind, die niedrigste Zahl seit fünf Wochen. Die Daten widersprechen Behauptungen von US-Präsident Donald Trump, der Wasserweg sei offen. Am Wochenende haben die USA die vergangene Woche nach monatelanger Waffenruhe wieder aufgenommenen Attacken auf denIranfortgesetzt. In der Nacht zum Sonntag traf das US-Militär nach eigener Darstellung 140 Ziele in dem Land. Die USA begründeten die Angriffe mit Attacken Irans auf mehrere zivile Schiffe in der Straße von Hormus. Das Regime in Teheran will lediglich Warnschüsse abgegeben haben, weil die Schiffe nicht genehmigte Routen genutzt hätten. USA greifen Iran an, iranische Angriffe auf US-MilitärbasenIrans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf verwies auf eine Passage im US-iranischen Rahmenabkommen vom Juni, wonach die Islamische Republik »Vorkehrungen treffen« dürfe, um eine sichere Passage zu gewährleisten. DenUSAwarf der hochrangige Regimevertreter Vertragsbruch vor. Ähnliches hatte zuvor US-Präsident Trump dem Iran zur Last gelegt. In der Nacht zum Montag kam es zu erneuten US-Angriffen auf den Iran. Dieser griff wiederum nach eigenen Angaben Ziele auf dem Gebiet der US-Verbündeten Kuwait, Bahrain und Jordanien an. Dabei soll es sich jeweils um US-Stützpunkte in den Golfstaaten gehandelt haben. Das Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) äußerte sich nicht zu diesen Angaben. Zur Unsicherheit auf den Weltmärkten trägt bei, dass ein Ende der Angriffe nicht absehbar ist. Trump hat das im Juni unterzeichnete Rahmenabkommen mit dem Iran vergangene Woche für nichtig erklärt. Der Iran wiederum versucht,in der Straße von Hormusdie Abgabe von Gebühren für die Durchfahrt zu etablieren. Verfolgen Sie alle aktuellen Entwicklungen im Krieg zwischen den USA und dem Iran in unserem Liveblog.