WeltReport

USA unter Trump: Warum US-Amerikaner in die Niederlande gehen

Wegen des politischen Klimas wollen viele US-Bürger auswandern. Die Agentur "Get The Fuck Out Tours" hilft mit Auswanderungsreisen und organisiert auch die Wohnungssuche. 29. 06. 2026 | 2:17 minAlsDonald. . .

Von @ZDFheute · · 5 min Lesezeit

USA unter Trump: Warum US-Amerikaner in die Niederlande gehen

Wegen des politischen Klimas wollen viele US-Bürger auswandern. Die Agentur "Get The Fuck Out Tours" hilft mit Auswanderungsreisen und organisiert auch die Wohnungssuche. 29. 06. 2026 | 2:17 minAlsDonald Trumpdas erste Mal zum US-Präsidenten gewählt wurde, habe sie geweint, erzählt Kimberly aus Wisconsin. Beim zweiten Mal habe sie schnell gewusst: Jetzt muss sie gehen. Doch wohin, das wusste sie nicht. Ihre neue, mögliche Heimat könnte in denNiederlandenliegen. Um herauszufinden, ob sie sich dort wohlfühlt, erkundet Kimberly gemeinsam mit drei anderen US-Amerikanern eine Woche lang niederländische Städte, informiert sich über den Wohnungsmarkt und wie sie am besten einreisen kann. Spezielles Visum für US-Amerikaner in den NiederlandenAlles im Rahmen der "Get-the-fuck-out"-Touren. Auf Deutsch: "Hau' verdammt noch mal ab!" Organisiert werden die Touren von Jana Sanchez und Bethany Quinn, die selbst wegen Trump in die Niederlande zogen und daraus ein Geschäftsmodell entwickelten: Touren, bei denen Gleichgesinnte alle Infos erhalten, die sie zum Auswandern brauchen. Es ist bereits ihre sechste Tour. "Als US-Amerikaner ist es ziemlich einfach, in die Niederlande zu emigrieren, denn es gibt hier ein wunderbares Visum-Programm namens DAFT-Visum", sagt Jana Sanchez. Doch die wenigstens wüssten das, deshalb seien die Touren so konzipiert, dass die Teilnehmer alles darüber erführen. Unter Donald Trump gerät die Demokratie in den USA zunehmend unter Druck. Aktivisten und Journalisten berichten, was es bedeutet, gegen einen der mächtig-sten Männer der Welt aufzustehen. 15. 06. 2026 | 43:48 minZahl der Visa-Anträge steigtEine Voraussetzung für das DAFT-Visum: Die Auswanderer haben die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und machen sich in den Niederlanden selbstständig oder gründen dort ein Unternehmen. In Trumps erster Amtszeit hielten sich die Anträge auf dieses Visum noch in Grenzen - es blieb bei rund 360 Anträgen pro Jahr. Doch mit Beginn seiner zweiten Amtszeit stiegen die Anträge deutlich an, auf über 1. 000 im vergangenen Jahr. Die niederländische Einwanderungsbehörde vermutet einen Zusammenhang. Schon der Name klingt wie eine Verheißung: Florida, "The Sunshine State". Der Ort scheint vielen wie geschaffen für die Verwirklichung ihres American Dreams. 01. 05. 2025 | 59:31 minHoffnung: EuropaAuch Deborah aus Portland will dieUSAwegen Trump verlassen und in den Niederlanden als Haustierbetreuerin neu starten. Von ihrem Leben in Europa erhofft sie sich vor allem eine bezahlbareKrankenversicherung. In den USA habe sie 10. 000 Dollar (rund 8. 780 Euro) pro Jahr bezahlt - nicht mal alle Leistungen inbegriffen. "Klar ist es hart, mein Leben dort aufzugeben, meine Freunde, meine Familie, meine Arbeit. Einfach alles. Und das für eine Krankenversicherung, die mich nicht in den finanziellen Ruin treibt", sagt sie. Ein Leben in den USA sei für sie aber nicht mehr tragbar. Was in den USA abgeht, ist so bizarr, als würde man in einem Roman von George Orwell leben. Deborah, US-AmerikanerinBesonders erschüttert hätten sie die Razzien derEinwanderungsbehörde ICE. Da sei ihr klar geworden, dass sie das Land verlassen muss. Zurückkehren, wenn Trump weg ist? Für sie keine Option: "Es ist ja nicht nur Trump. Selbst wenn er stirbt oder nicht mehr im Amt ist, da passiert gerade etwas Größeres in Amerika. "Die amerikanische Verfassung setzt Präsident Trump Grenzen. Trump versucht das zu umgehen, indem er Notstände erklärt, die seine Befugnisse erweitern. Steht Amerika am Kipppunkt?07. 09. 2025 | 4:37 minVor allem junge Frauen wollen wegImmer mehr US-Amerikaner wollen weg aus den USA, vor allem junge Frauen. Laut einer Umfrage des Analyse- und Beratungsunternehmens Gallup würden gerne 40 Prozent der Frauen zwischen 15 und 44 Jahren die USA verlassen. Der Trend macht sich auch in Deutschland bemerkbar: Im vergangenen Jahr wanderten erstmals seit 2021 mehr Menschen aus den USA nach Deutschland aus als umgekehrt. Der neue amerikanische Traum? "Die USA verlassen", sagt Jana Sanchez, die Tour-Organisatorin. Bei den "Get-the-fuck-out"-Touren können die Teilnehmer offen über ihre politische Meinung und ihre Ängste sprechen. 2018 wagt Jennifer aus Detmold einen Neuanfang und wandert in die USA aus. Als ihr Mann sich als Gewalttäter herausstellt, stellt sich ihr Leben im neuen Land auf den Kopf. 08. 04. 2026 | 15:44 minDankbar und gleichzeitig schlechtes GewissenKimberly erzählt beim gemeinsamen Mittagessen in einem Café in Utrecht von ihrer besten Freundin. "Sie ist eine Transfrau und ich mache mir große Sorgen um sie. Sie kann nicht auswandern", sagt sie. Ich bin dankbar, dass ich gehen kann, doch ein Teil von mir fühlt sich auch schlecht deswegen. Kimberly, US-AmerikanerinDoch auch der Neuanfang ist nicht leicht. Kimberly will es trotzdem versuchen und in Utrecht eine kleine Töpferwerkstatt eröffnen. Sie hofft in den Niederlanden auf mehr Sicherheit und Stabilität. Verzweifelte Kinder, die sich am T-Shirt des Vaters festklammern: Das diesjährige Weltpressefoto von Carol Guzy zeigt die kompromisslose Migrationspolitik der USA. 23. 04. 2026 | 1:16 minWichtiger Hinweis in eigener SacheWer bei Google etwas sucht, bekommt neben den Suchergebnissen auch eine Box mit Schlagzeilen angezeigt. Mit ZDFheute als hinterlegter Quelle bekommen Sie unsere Inhalte häufiger in die Schlagzeilen-Box gespielt - geprüfte Inhalte, direkt in Ihrem Überblick. → HierZDFheute als bevorzugte Quelle einstellen.

Quelle: heute.de

Mehr zu Amerika