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USA verkauften Euro, um Yen zu retten – Europa erfuhr es danach

Washington handelte ohne AbspracheHistorisch gesehen haben westliche Zentralbanken seit dem Zweiten Weltkrieg auf gegenseitige Konsultation gesetzt. Währungsinterventionen wurden üblicherweise gemeinsam und. . .

Von @Krypto_Deutsch · · 2 min Lesezeit

USA verkauften Euro, um Yen zu retten – Europa erfuhr es danach

Washington handelte ohne AbspracheHistorisch gesehen haben westliche Zentralbanken seit dem Zweiten Weltkrieg auf gegenseitige Konsultation gesetzt. Währungsinterventionen wurden üblicherweise gemeinsam und im Voraus geplant. Diesmal brach Washington mit diesem Muster. EZB-Präsidentin Christine Lagarde und US-Finanzminister Scott Bessent sprachen erst einen Tag nach der Intervention miteinander. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Federal Reserve Bank of New York den Euro-Verkauf für das US-Finanzministerium bereits vollständig abgewickelt. Die Entscheidung, Euro statt Dollar zu verkaufen, war bewusst getroffen worden. Ein Verkauf von Dollar hätte als Abkehr von Bessents Politik des starken Dollars gewertet werden können. Das Finanzministerium griff daher auf seine Euro-Reserven aus dem sogenannten Exchange Stabilization Fund zurück. Ökonomen brachten den Schritt zudem mit der Sorge in Verbindung, Japan könnte als Reaktion US-Staatsanleihen verkaufen. Der Yen reagierte deutlich auf die InterventionDurch die Intervention bewegte sich der Yen gegenüber dem Dollar von rund 164 Yen auf etwa 158 Yen. Das Währungspaar USD/JPY war Ende Juli von rund 163 auf unter 158 gefallen und stabilisierte sich bis zum 7. August bei etwa 158,40. Japanische Aktien verzeichneten im Zuge der Bewegung nur moderate Verluste. Analysten diskutieren zudem, ob der sogenannte Yen-Carry-Trade, bei dem Anleger günstige Yen-Kredite zur Investition in höher rentierende Anlagen nutzen, unter veränderten Marktbedingungen noch funktioniert. Europa zeigt sich brüskiertHochrangige EZB-Vertreter bezeichneten den Vorfall als Bruch mit Jahrzehnten währungspolitischer Koordination. Eine mit den Gesprächen vertraute Person nannte den Moment beispiellos. Ein Sprecher des US-Finanzministeriums verteidigte das Vorgehen mit dem Hinweis, dass Entscheidungen über den Exchange Stabilization Fund allein vom Finanzministerium getroffen werden, unter Berücksichtigung von Marktliquidität, Bewertungen und weiteren relevanten Faktoren. Ein ranghoher Vertreter der Trump-Administration wies die Kritik zurück. Er betonte, Washington respektiere die Vertraulichkeit von Gesprächen mit ausländischen Partnern, und stellte diesen Ansatz dem Verhalten der EZB in dieser Angelegenheit gegenüber. Marktausblick und politische KonsequenzenAn den Märkten wird derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 44 Prozent eingepreist, dass die Bank of Japan im September die Zinsen erhöht. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda hat steigende Inflationsrisiken als Grund zur Vorsicht angeführt. Für europäische Währungspolitiker bleibt nun offen, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder ob dieser Vorgang einen Vorgeschmack auf den künftigen Umgang der Trump-Administration mit Währungsinterventionen gegenüber Verbündeten liefert. Krypto News DeutschlandDas beliebte Magazin für die aktuellsten Krypto News zu Kryptowährungen auf deutsch. Experten-Analysen, Prognosen, Nachrichten und Kurse zu allen Coins, findest du zuverlässig und in Echtzeit auf unserem Magazin.

Quelle: news-krypto.de

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