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USA verlieren laut Bericht rund 45 MQ-9-Reaper-Drohnen – ein Viertel ihrer Flotte

StartseitePolitikStand:14. 08. 2026, 16:34 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Washington Post berichtete am 13. August unter Berufung auf drei anonyme US-Beamte, einige Drohnen seien wegen Ausfällen der. . .

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USA verlieren laut Bericht rund 45 MQ-9-Reaper-Drohnen – ein Viertel ihrer Flotte

StartseitePolitikStand:14. 08. 2026, 16:34 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Washington Post berichtete am 13. August unter Berufung auf drei anonyme US-Beamte, einige Drohnen seien wegen Ausfällen der Kommunikationsverbindung verloren gegangen. Reaper-Drohnen des Marine Corps im asiatisch-pazifischen Raum seien nicht betroffen gewesen. Washington, D. C. — Die USA haben rund 45 MQ-9 Reaper – etwa 25% ihrer Flotte – im geschätzten Wert von mehr als 1,3 Milliarden Dollar verloren. Das geht aus Zahlen hervor, die dieWashington Postauf Grundlage von Angaben dreier anonymer US-Beamter veröffentlichte. Einige Drohnen gingen wegen Ausfällen der Kommunikationsverbindung und nicht ausschließlich durch Feindeinwirkung verloren. Im asiatisch-pazifischen Raum eingesetzte Reaper des Marine Corps waren nicht betroffen. Vor Beginn der Kampfhandlungen verfügten die USA über etwa 185 MQ-9 – 165 bei der Air Force und 20 beim Marine Corps. Die Zahl der verbliebenen Drohnen ist inzwischen auf etwa 135 gesunken. Der Konflikt begann am 28. Februar, als US-amerikanische und israelische Streitkräfte den Iran angriffen. Während des Gaza-Kriegs kamen US-Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper zum Einsatz. (Archivbild) © Massoud Hossaini/AP/dpa„Wertvollster Spieler“Die Reaper ist eine für mittlere Flughöhen ausgelegte Drohne mit großer Reichweite, die bis zu 30 Stunden fliegen und dabei Überwachungsmissionen oder Präzisionsangriffe durchführen kann. General Kenneth Wilsbach hatte das Fluggerät als „wertvollsten Spieler“ im US-Waffenarsenal bezeichnet und den Besatzungen der MQ-9 zugeschrieben, „viele, viele Angriffe“ gegen den Iran durchgeführt zu haben, wie die Jerusalem Post berichtete. Wegen ihrer relativ geringen Geschwindigkeit und der häufigen Einsätze in niedriger Höhe ist die Drohne jedoch in der Umgebung der Straße von Hormus sowie auf den Schlachtfeldern der Region besonders gefährdet. Der Iran und verbündete Kräfte im Jemen und im Irak haben dort ihre Schwachstellen ausgenutzt. Bereits wenige Stunden nach Beginn des Konflikts verbreiteten iranische Telegram-Kanäle Meldungen über abgeschossene Reaper. Nach Einschätzung von US-Beamten waren einige Verluste auf technische Störungen der Kommunikationsverbindungen zurückzuführen, andere Drohnen wurden abgeschossen. Die Verluste sorgen bei der Air Force und im Pentagon zunehmend für Besorgnis. Im Mai warnte Generalleutnant David Tabor Senatoren, die Zahl der einsatzfähigen MQ-9 gehe zurück. Die Air Force prüfe Möglichkeiten, die Flotte schnell wieder aufzustocken. Angesichts der steigenden Zahl verlorener Fluggeräte bekräftigte er, dass die Air Force Optionen für eine rasche Wiederbeschaffung untersuche. Auch das Pentagon hat einen Kurswechsel eingeleitet und setzt nun auf die Entwicklung günstigerer Drohnenschwärme als Ersatz für die MQ-9, deren Produktion General Atomics 2020 einstellte. Unabhängig davon vereinbarte Indien 2024 den Kauf von 31 MQ-9 aus den USA. Die Auslieferung soll 2029 beginnen. Patriot-BeständeDie Belastung der Reaper-Flotte geht mit einem umfassenderen Druck auf die US-Munitionsbestände einher. Im ersten Monat des Iran-Feldzugs verbrauchten die US-Streitkräfte mehr als 850 Tomahawk-Marschflugkörper und mehr als 1. 000 Patriot-Flugabwehrraketen. Seitdem sind die Gesamtzahlen auf mehr als 1. 000 Tomahawk und etwa 1. 500 Patriot-Abfangraketen gestiegen, während der Patriot-Bestand auf weniger als 1. 700 Flugkörper gesunken ist. Militärplaner verwiesen zudem auf die langen Zeiträume, die nötig sind, um wichtige Abfangraketen für Systeme wie THAAD nachzubeschaffen. Die Missile Defense Agency kann jährlich höchstens 96 THAAD-Abfangraketen produzieren. Das Pentagon will dagegen im kommenden Jahr 857 und innerhalb von fünf Jahren fast 2. 600 beschaffen – eine Menge, deren Auslieferung bei den derzeitigen Produktionsraten rund 27 Jahre dauern würde. Laut einer Analyse des American Enterprise Institute sind die Pläne des Pentagons zur Aufstockung wichtiger Munitionsbestände mit „kritischen Abhängigkeiten“ verbunden. Dazu gehöre insbesondere die notwendige erhebliche Erweiterung der Kapazitäten von Fabriken der Rüstungsindustrie. US-Beamte forderten die Industrie wiederholt auf, kurzfristig Pläne zur Steigerung der Produktion und zur Beschleunigung der Lieferungen vorzulegen. Traditionelle mehrjährige Entwicklungszyklen würden den operativen Anforderungen nicht mehr gerecht. Die Regierung hat zusätzliche Mittel in Höhe von rund 67 Milliarden Dollar beantragt, um die durch den Iran-Krieg und die Hilfe für die Ukraine dezimierten Waffenbestände wieder aufzufüllen. Hochrangige Pentagon-Vertreter erklärten zudem, die Zeitpläne der Programme müssten beschleunigt und die Produktionskapazitäten erweitert werden. Vertreter des Weißen Hauses bestritten, dass es Engpässe gebe. Auch das Pentagon wies Berichte über schwindende Bestände zurück.

Quelle: apach57.fr

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