USA verschärfen Iran-Kurs wieder – Ölpreis reagiert sofort
Nach neuen US-Luftangriffen und der Wiedereinführung der Iran-Sanktionen steigt der Ölpreis kräftig. Für den Energiemarkt wächst damit erneut die Unsicherheit. Die Ölpreise sind nach den erneuten Angriffen der. . .
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Nach neuen US-Luftangriffen und der Wiedereinführung der Iran-Sanktionen steigt der Ölpreis kräftig. Für den Energiemarkt wächst damit erneut die Unsicherheit. Die Ölpreise sind nach den erneuten Angriffen der Vereinigten Staaten auf den Iran und der erneuten Verschärfung der Sanktionen gegen Teheran kräftig zugelegt. EinBarrel (159 Liter) der Nordseesorte Brentzur Lieferung im August kostet 79,65 US-Dollar und damit rund 7,5 Prozent mehr als am Vortag. Bereits am Dienstag war der Brent-Preis um rund drei Prozent gestiegen. Auslöser waren Angriffe auf Tanker in der strategisch wichtigen Straße von Hormus. In der Nacht auf Mittwoch bombardierten die USA Ziele im Iran als Reaktion auf die Attacken gegen Tanker. Zudem setzten die USASanktionen auf iranisches Ölwieder in Kraft. Teheran verurteilte Washingtons Vorgehen umgehend als „schwerwiegenden Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. USA reagieren mit Luftangriffen und neuen SanktionenIn der Nacht zum Mittwoch bombardierten die Vereinigten Staaten nach eigenen Angaben Ziele im Iran. Die Angriffe seien eine Reaktion auf die Attacken gegen mehrere Tanker im Bereich derStraße von Hormusgewesen. Zugleich setzte die US-Regierung ihre Ölsanktionen gegen den Iran wieder vollständig in Kraft. Das Finanzministerium widerrief eine im Juni erteilte Ausnahmegenehmigung, die den Handel mit iranischem Erdöl vorübergehend erlaubt hatte. Washington macht Teheran für die Tankerangriffe verantwortlich und bezeichnete diese als „völlig inakzeptabel“. ANZEIGEANZEIGEEigentlich hätte der Iran nach der im Juni vereinbarten Ausnahmeregelung noch bis zum 21. August Rohöl fördern, verkaufen und liefern dürfen. Die Lockerung der Sanktionen war ein zentraler Bestandteil des damaligen Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran. Ein US-Regierungsvertreter betonte nun jedoch, die Erleichterungen seien „vollständig leistungsabhängig“. Der Iran werde die Vorteile nur bei entsprechendem Verhalten erhalten. Teheran spricht von schwerem VerstoßDie iranische Regierung verurteilte das Vorgehen Washingtons scharf. Es handle sich um einen „schwerwiegenden Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi kündigte auf der Plattform X an, der Iran werde „entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu wahren“. Die Straße von Hormus ist für den weltweiten Ölhandel von zentraler Bedeutung. Der Iran hatte die Meerenge nach den US-israelischen Luftangriffen Ende Februar weitgehend gesperrt. Das Rahmenabkommen mit den USA sah eigentlich ihre vollständige Öffnung und die freie Durchfahrt von Tankern vor. Nach Ausbruch des Konflikts war der Ölpreis zunächst stark gestiegen und hatte zeitweise mehr als 126 Dollar je Barrel erreicht. Anschließend sorgte die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung für sinkende Preise. Die jüngste Eskalation zwischen den USA und dem Iran dämpft diese Hoffnungen nun erneut. Mit dpa