Vater von Amokläufer in den USA zu Haft verurteilt
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Jugendliche bereits damit gedroht, einen Amoklauf an einer Schule zu verüben. Neun Monate später setzte er das Vorhaben dann in die Tat um. Im September 2024 ermordete er laut. . .

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Jugendliche bereits damit gedroht, einen Amoklauf an einer Schule zu verüben. Neun Monate später setzte er das Vorhaben dann in die Tat um. Im September 2024 ermordete er laut der US-Justiz zwei Schüler sowie zwei Lehrkräfte in der Kleinstadt Winder (US-Bundesstaat Giorgia). Neun weitere Menschen wurden verletzt. Der damals 14-Jährige habe die Tat aus Sucht nach „Berühmtheit“ begangen, befand der Richter. Gray wurde trotz seines jungen Alters nach Erwachsenenstrafrecht zu lebenslanger Haft verurteilt – ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung. „Die Tat geschah nicht aus Hass. Du kanntest dort nicht einmal jemanden (. . . )“, sagte der Richter bei der Urteilsbegründung. „Deine Eltern haben dich beide im Stich gelassen. Auch deine erweiterte Familie hat dich im Stich gelassen. Dieses Versagen entbindet dich jedoch nicht von der Verantwortung dafür (. . . ), wer du selbst geworden bist“, befand er weiter. Auch der Vater des Täters, Colin Gray, wurde wegen Totschlags und der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Er hatte seinem Sohn das Gewehr gekauft, mit dem dieser den Amoklauf verübte. Dieser Schritt ist in den USA ungewöhnlich. Es kommt selten vor, dass sich ein Elternteil wegen einer Tat vor Gericht verantworten muss, die sein Kind begangen hat. Die Verteidigung bestritt in dem Prozess, dass der heute 55-Jährige von den psychischen Problemen seines Sohnes gewusst hatte. Für den Vater setzte es 15 Jahre Haft, die Staatsanwaltschaft hatte gar 80 Jahre Gefängnis gefordert. In den Vereinigten Staaten besitzt etwa ein Drittel der Erwachsenen eine Feuerwaffe. Die Vorschriften sind lax.