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VWs Wette gegen den Abstieg: China-Modelle für Europa?

Volkswagen erwägt einem Bericht vonelectrive. netzufolge, in China entwickelte und produzierte Fahrzeugmodelle künftig auch nach Europa zu bringen. Der Grund ist eine Kostenlücke, die den Konzern strukturell. . .

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VWs Wette gegen den Abstieg: China-Modelle für Europa?

Volkswagen erwägt einem Bericht vonelectrive. netzufolge, in China entwickelte und produzierte Fahrzeugmodelle künftig auch nach Europa zu bringen. Der Grund ist eine Kostenlücke, die den Konzern strukturell unter Druck setzt: Eine Entwicklerstunde kostet in China nach Insiderangaben rund 60 Euro, in Wolfsburg etwa 120 Euro. Diese Rechnung hat selbst milliardenschwere Partnerschaften ins Wanken gebracht. drweb. de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenDas Wichtigste in KürzeVW prüft, chinesische Fahrzeugplattformen und Softwarearchitektur für den europäischen Markt zu nutzenEntwicklerstunden kosten in China rund 60 Euro, in Deutschland etwa 120 EuroDer 2024 geschlossene Rivian-Deal gerät dadurch ins WankenZulieferer wie Schaeffler, Continental und ZF stehen vor unmittelbarem AnpassungsdruckWarum wird die China-Plattform plötzlich attraktiv?Chinesische Elektroautohersteller bringen Modelle doppelt so schnell auf den Markt wie europäische Konzerne durch Nutzung bewährter PlattformenDieKostenlückezwischen deutscher und chinesischer Entwicklungsarbeit hat sich zu einem strategischen Problem ausgewachsen. Chinesische Hersteller bringen neue Elektroautos oft doppelt so schnell auf den Markt wie europäische Konzerne, weil sie auf bereits erprobte, hochskalierte Plattformen und Batterietechnik zurückgreifen können. Volkswagen hat dagegen parallel Milliarden in eine eigene Softwarearchitektur gesteckt, die intern längst als nicht wettbewerbsfähig gilt. Diese Entwicklung wirkt sich direkt auf denwackelnden Rivian-Dealaus, den VW erst 2024 abgeschlossen hat. Eine chinesische Plattform- und Softwarebasis wäre schlicht strukturell günstiger und schneller verfügbar. Die Kostenlücke pro EntwicklerstundeDeutschland120 €pro Entwicklerstunde in WolfsburgVSChina60 €pro Entwicklerstunde in ChinaChinesische Entwicklungsarbeit kostet50 % weniger– bei oft doppelt so kurzen Markteinführungszeiten für neue E-Modelle. Milliarden-Wetten wackeln◆Rivian-Deal (2024) durch China-Plattform infrage gestellt◆Automated Driving Alliance mit Bosch beendet◆Rund 1,5 Mrd. € in als unterlegen bewertete Technik geflossenFolgen für Zulieferer◆Sinkende Nachfrage nach lokalem Engineering◆Werksauslastung und Investitionen neu zu bewerten◆Unmittelbarer Anpassungsdruck bei Schaeffler, Continental, ZFKein Einzelfall: Branchenweiter TrendStellantis & LeapmotorAusweitung des Joint Ventures geprüft – Leapmotor B10 bietet 67,1-kWh-Batterie für rund 34. 000 €, deutlich mehr als vergleichbare Opel-Modelle. VW & XPengPlattform des chinesischen Partners bereits im Einsatz – bislang primär für den chinesischen Markt gedacht. Audi & SAICNutzt SAIC-Technik aktuell nur in China. Ein Transfer nach Europa wäre ein Novum für die gesamte Branche. USA: Klare RegulierungHandelsministerium verbietet chinesische Fahrzeugsoftware ab Modelljahr 2027 sowie entsprechende Hardware ab 2030. EU: RegulierungslückeEine vergleichbare Regelung existiert bislang nicht. Das erschwert die Risikobewertung für Zulieferer und Standorte zusätzlich. Was Zulieferer jetzt tun sollten1Prüfen, welche eigenen Produktlinien durch chinesische Plattformtechnik ersetzbar sind. 2Lieferverträge auf kurzfristige Kündigungsklauseln bei Technologiewechseln durchsehen. 3Aktiv den Dialog mit OEMs über Lizenzierung oder Co-Entwicklung suchen – nicht auf Regulierung warten. Keineswegs. DerTrendzieht sich durch die gesamte Autoindustrie. Stellantis prüft eine Ausweitung des Leapmotor-Joint-Ventures, um Batterie- und Antriebstechnik des chinesischen Partners für Opel-, Fiat- und Peugeot-Modelle zu nutzen. Der Leapmotor B10 bietet mit einer 67,1-kWh-Batterie für rund 34. 000 Euro deutlich mehr als vergleichbare Opel-Modelle. Auch VW setzt bereits eine Plattform des Partners XPeng ein, Audi nutzt SAIC-Technik, allerdings bislang nur für den chinesischen Markt. Ein Technologietransfer nach Europa wäre damit ein Novum. Bezeichnend für den Kurswechsel: Volkswagen hat die eigene Automated Driving Alliance mit Bosch beendet, nachdem rund 1,5 Milliarden Euro in eine als unterlegen bewertete Technik geflossen sind. Wenn VW die eigene Softwarearchitektur für nicht wettbewerbsfähig erklärt, ist das ein Offenbarungseid. — Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. WebWas bedeutet das für deutsche Zulieferer und Standorte?Für Unternehmen wie Schaeffler, Continental und ZF entsteht unmittelbarerAnpassungsdruck. Importieren Hersteller chinesische Plattform-, Batterie- und Softwaremodule, statt sie lokal zu entwickeln, sinkt die Nachfrage nach hiesigem Engineering und Komponentenfertigung. Entscheidungen über Werksauslastung und Investitionen müssen die Verantwortlichen neu bewerten. In den USA hat das Handelsministerium bereits reagiert: Es verbietet chinesische Fahrzeugsoftware ab Modelljahr 2027 sowie entsprechende Hardware ab 2030. Eine vergleichbare Regulierung existiert in der EU bislang nicht. Das erschwert die Risikobewertung für Zulieferer und Standorte zusätzlich. DACH-Entscheider in der Zulieferindustrie sollten jetzt drei Dinge angehen: prüfen, welche eigenen Produktlinien durch chinesische Plattformtechnik ersetzbar sind, Lieferverträge auf kurzfristige Kündigungsklauseln bei Technologiewechseln durchsehen und aktiv den Dialog mit OEMs über alternative Kooperationsmodelle wie Lizenzierung oder Co-Entwicklung suchen. Auf eine regulatorische Abschottung wie in den USA zu warten, wäre angesichts des Entwicklungstempos riskant. Für Fuhrparkverantwortliche und Unternehmen, die selbst auf E-Mobilität setzen, bleibt die Frage derE-Auto-Prämie 2026ebenso relevant wie der langfristigeWertverlust von Elektroautos, sollten sich Plattformwechsel auf Restwerte auswirken. Auch Fragen zurAkku-Degradation bei E-Autosgewinnen an Bedeutung, wenn Hersteller chinesische Batterietechnik künftig auch in europäischen VW-Modellen verbauen. Mehr Newshunger?VW China-Technik: Rettet sie deutsche Werke?E-Auto-Prämie 2026Wertverlust ElektroautoAkku-Degradation beim E-AutoLadetarife 2026: Wo E-Autos am günstigsten ladenReichweiten-Rechner E-Autos (Wärmepumpe)

Quelle: drweb.de

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