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Wadephul: Europa muss bei Ukraine-Verhandlungen mehr Verantwortung übernehmen

Lesezeit: 4 MinutenErstellt: 18. Juli 2026Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat Befürchtungen zurückgewiesen, ein Sieg des rechtspopulistischen Rassemblement National bei den französischen. . .

Von EU-Schwerbehinderung · · 2 min Lesezeit

Wadephul: Europa muss bei Ukraine-Verhandlungen mehr Verantwortung übernehmen

Lesezeit: 4 MinutenErstellt: 18. Juli 2026Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat Befürchtungen zurückgewiesen, ein Sieg des rechtspopulistischen Rassemblement National bei den französischen Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr könne die EU gefährden. „Unabhängig davon, wie die Wahlen in Frankreich ausgehen, ist die EU ein sehr stabiles Gefüge“, sagte Wadephul dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Sie hat schon in der Vergangenheit Belastungen ausgehalten und das wird auch in Zukunft so sein. “ Der russische Präsident Wladimir Putin irre sich daher, „wenn er auf den Zerfall Europas setzt“. Wadephul drängte erneut auf eine Verhandlungslösung für den Ukraine-Krieg. Hierbei seien auch die Europäer gefragt. „Die USA haben im Ukraine-Dossier zuletzt ein weniger starkes Engagement gezeigt. Insofern haben wir Europäer nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die klare Aufgabe, uns zu engagieren“, sagte er. Die E3, also Deutschland, Frankreich und Großbritannien, hätten dazu einen Vorstoß gemacht. Das Wichtigste sei, „endlich einen Weg für Gespräche zu finden“. Putin verschließe sich dem bislang. „Es liegt also an ihm, denn er muss jetzt die Chance ergreifen, diesen auch für sein Land sehr schädlichen Krieg zu beenden“, sagte Wadephul. Die Interviewpassage im Wortlaut:Die USA haben die Verhandlungen an sich gerissen. Haben die EU-Staaten da überhaupt etwas zu sagen?Die USA haben im Ukraine-Dossier zuletzt ein weniger starkes Engagement gezeigt. Insofern haben wir Europäer nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die klare Aufgabe, uns zu engagieren. Die E3, also Deutschland, Frankreich und Großbritannien, haben dazu ja einen Vorstoß gemacht. Beim Format sind wir aber nicht dogmatisch und haben auch alle Partner und unsere gemeinsamen Interessen als Europäer im Blick. Das Wichtigste ist, endlich einen Weg für Gespräche zu finden. Aber Wladimir Putin verschließt sich dem bislang. Es liegt also an ihm, denn er muss jetzt die Chance ergreifen, diesen auch für sein Land sehr schädlichen Krieg zu beenden. Putin wartet vermutlich darauf, dass sich die EU zerlegt, wenn beispielsweise in Frankreich die Rechtspopulistin Marine Le Pen 2027 die Präsidentschaftswahl gewinnen sollte. Es wäre ein weiterer Irrtum Putins, wenn er auf einen Zerfall Europas setzt. Unabhängig davon, wie die Wahlen in Frankreich ausgehen, ist die EU ein sehr stabiles Gefüge. Sie hat schon in der Vergangenheit Belastungen ausgehalten und das wird auch in Zukunft so sein.

Quelle: eu-schwerbehinderung.eu

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